Besser schlafen durch natürliche Materialien

Geschätzte Lesezeit: 9 Minuten

Besser schlafen mit natürlichen MaterialienBereits häufiger haben wir uns im Schlafmagazin mit der Einrichtung und Gestaltung des Schlafzimmers sowie mit der Wahl des Bettes und der Bettausstattung befasst. In unserem heutigen Artikel stehen vor diesem Hintergrund die Naturmaterialien im Zentrum unserer Betrachtungen.

Wir stellen Ihnen verschiedene natürliche Materialien und ihre Einsatzbereiche im Schlafzimmer bzw. in der Ausstattung des Bettes vor. Lesen Sie mehr über die Eigenschaften der oft sehr nachhaltig gewonnenen Natur-Rohstoffe und informieren Sie sich insbesondere darüber, mit welchen natürlichen Materialien Sie Ihren Schlaf verbessern können.

Damit wir gut und erholsam schlafen können, muss die Ausstattung des Bettes über einige Eigenschaften verfügen, die sich in der Regel durch die Nutzung von Naturmaterialien optimal erreichen lassen.


Besser schlafen durch natürliche Materialien: Holz

Besser schlafen mit HolzHolz wird als natürlicher Rohstoff aus diversen Baumarten – sowohl von Laubbäumen als auch von Nadelbäumen – gewonnen. Dabei unterscheiden sich die einzelnen Holzarten mehr oder weniger ausgeprägt in ihrer Optik und ihren Eigenschaften.

Im Schlafzimmer kommt das nachwachsende Material Holz zum Beispiel als Fußbodenbelag in Form von Echtholzparkett oder Holzdielen sowie für Decken- oder Wandvertäfelungen zum Einsatz. Darüber hinaus gibt es natürlich auch Fensterrahmen, die nicht aus Kunststoff, sondern aus Holz gefertigt sind.

Selbstverständlich werden auch viele Betten und andere Schlafzimmermöbel wie Kleiderschränke, Kommoden oder Nachttische aus Holz gefertigt. Das in der Regel gut zu bearbeitende Naturmaterial hat sich in der Möbelfertigung nämlich bereits seit vielen Jahrhunderten bewährt und wird sich auch wohl noch lange behaupten können.

Holz wirkt sich positiv auf die Gesundheit und damit auch auf den gesunden Schlaf aus, weil es das Raumklima günstig beeinflusst und einen wertvollen Beitrag zu unserem Wohlbefinden leistet. Aufgrund seiner porösen Zellstruktur führt Holz einen fortwährenden Feuchtigkeitsausgleich mit seinem Umfeld aus. – Gibt es im Schlafzimmer zu viel Feuchtigkeit z. B. durch Personen, Tiere oder Pflanzen, nimmt das Holz diese Feuchtigkeit aus der Raumluft auf und wirkt so einer zu hohen Luftfeuchtigkeit entgegen. Ist die Raumluft dagegen sehr trocken, wie es beispielsweise durch den Betrieb der Heizung im Winter der Fall sein kann, gibt das Holz die zuvor aufgenommene Feuchtigkeit wieder an die Umgebung ab und sorgt so für eine Erhöhung der Luftfeuchte. Auf diese Weise werden die empfindlichen Atemwege geschont.

Schlafzimmermöbel und Betten aus Holz sind auch für Allergiker empfehlenswert, weil sich das natürliche Material nicht elektrostatisch auflädt, sodass es zu keinem Anziehen oder keiner Bindung von Hausstaub auf den Holzoberflächen oder im Holz kommt.

Für weitere Informationen empfehlen wir Ihnen unsere Lexikon-Beiträge:

Beachten Sie auch unsere Schlafmagazin-Artikel:

Wer besonderen Wert auf eine möglichst gesunde Schlafstätte legt, der sollte sich mit metallfreien Holzbetten auseinandersetzen. Bei derartigen Bettmodellen sind die Holzoberflächen zudem meist biologisch bzw. mit natürlichen Mitteln behandelt, weshalb man in diesem Zusammenhang auch von Biobetten spricht.

Beachten Sie auch unseren Schlafmagazin-Artikel:

Eine besondere Stellung innerhalb der Hölzer nimmt das Zirbenholz ein, wenn man Eigenschaften und gesundheitsförderliche Aspekte betrachtet. Gewonnen wird das Holz von der Zirbe bzw. der Zirbelkiefer, weil diese Baumart zur Familie der Kiefern gehört. Die Zirbe wächst im Hochgebirge ab 1300 Höhenmetern und kann bis zu 25 Meter hoch sowie um die 400 Jahre alt werden.

Studien haben belegt, dass der Duft der ätherischen Öle der Zirbelkiefer entspannende Effekte durch ein Absinken der Herzfrequenz hat. Mit Zirbenholz im Schlafzimmer wird also die Entspannung gefördert, was das Einschlafen begünstigt und zu erholsamem Durchschlafen beiträgt. Zirbenholzbetten leisten also noch einmal einen besonderen Beitrag zu einem guten Schlaf.

Für weitere Informationen empfehlen wir Ihnen unseren Lexikon-Beitrag:


Besser schlafen durch natürliche Materialien: Fell

lammfell-schaffell-besser-schlafen-fellBei Fell handelt es sich um ein natürliches Material, welches der Mensch bereits ähnlich lange – wenn nicht gar noch länger – als Holz nutzt. Im Bereich des Schlafzimmers kommen Felle beispielsweise als dekorative Elemente an Kopfteilen von Betten oder in Form von Kissen oder Teppichen vor. Hierbei finden besonders häufig Felle von Kuh und Ziege Verwendung.

Darüber hinaus gibt es aber auch noch die Schaffelle. Viele Menschen kennen Lammfelle als natürliche Schlafunterlage für Babys. Es gibt aber auch Felle bzw. genau genommen Schaffelle, die für den Einsatz im Erwachsenenbett vorgesehen sind. Diese sind speziell behandelt (medizinisch gegerbt, kurz geschoren), damit sie ihr Erscheinungsbild bewahren und ihre gesundheitlichen Vorteile voll entfalten können. So zeichnen sich Schaffelle durch temperaturausgleichende Eigenschaften aus, weshalb das Fell sowohl im Sommer als auch im Winter genutzt werden kann. Darüber hinaus ist erwiesen, dass Schaffell über eine antirheumatische Wirkung verfügt.


Besser schlafen durch natürliche Materialien: Naturlatex

Als Latex bzw. Kautschuk bezeichnet man ein Produkt aus der Milch des Gummibaums. Die Gummibaum-Milch wird in aufwendigen Prozessen geschäumt und in Formen „gebacken“. Im Resultat erhält man ein weiches, hochelastisches Material mit hoher Rückstellkraft (kehrt nach Belastung/Beanspruchung immer wieder in seine Ursprungsform zurück).

Zum Einsatz kommt Latex aufgrund seiner hervorragenden Eigenschaften als Kernmaterial in Matratzen, wo es sich ergonomisch an den Körper anpasst und so zu einer erholsamen Nachtruhe beiträgt. Daneben wird Latex auch als Polsterschaum z. B. für Schlafsofas verwendet.

Für weitere Informationen empfehlen wir Ihnen unsere Lexikon-Beiträge:


Besser schlafen durch natürliche Materialien: Kokosfasern

Kokosfasern gewinnt man aus der Faserschicht der Fruchthülle von Kokospalmfrüchten (Kokosnüssen). Sie sind nicht nur leicht, sondern auch sehr elastisch und bruchfest. Darüber hinaus zeichnen sich Kokosfasern durch eine hohe Atmungsaktivität sowie Resistenz gegenüber Nässe aus.

Verwendung finden Kokosfasern in der Herstellung von Futons und Matratzen. Teilweise wird auch latexierter Kokos bzw. Kokos-Kautschuk eingesetzt. Hierbei sind die Kokosfasern mit Kautschuk veredelt, was sie äußerst stabil und elastisch macht.

Für weitere Informationen empfehlen wir Ihnen unseren Lexikon-Beitrag:


Besser schlafen durch natürliche Materialien: Kapok

Kapok - Naturmaterial für guten, gesunden SchlafBei Kapok handelt es sich um die Fruchtfaser einer tropischen Pflanze, welche mit Luft gefüllt ist. Alternativ bezeichnet man Kapok auch als Pflanzendaune. Das natürliche Material ist leicht und fein.

Darüber hinaus gelten Kapokfasern als antibakteriell und keimfrei. Die Fasern stellen einen Bitterstoff her, welcher Motten und Milben abschreckt, weshalb sie sich sehr gut für Menschen mit Allergien (Hausstaub, Tierhaar) eignet.

Kapok kommt meist als Polsterung oder Auflage bei Matratzen zum Einsatz. Dort überzeugt die Pflanzenfaser durch eine gute Punktelastizität. Da Kapokvlies bis zu 80% aus Luft besteht, verfügt es über herausragende Merkmale hinsichtlich Feuchtigkeitsabtransport und Wärmeisolierung. Produkte mit Kapok sind deshalb ideal für Personen mit einem sehr hohen Wärmebedürfnis während der Nacht.

Für weitere Informationen empfehlen wir Ihnen unseren Lexikon-Beitrag:


Besser schlafen durch natürliche Materialien: Daunen und Federn

Daune - natürliches Material für einen guten SchlafAls Füllung für Bettdecken und Kopfkissen haben sich Federn und Daunen von Vögeln schon lange bewährt. Insbesondere die Daunen – die feinen, weichen Unterfedern – überzeugen dabei mit hervorragenden Wärmeeigenschaften bei einem wortwörtlichen federleichten Gewicht.

Für weitere Informationen empfehlen wir Ihnen unseren Lexikon-Beitrag:
Daunen und Federn

Besonders hochwertig sind Eiderdaunen, welche sich durch ihre besondere Größe, Feinheit und Leichtigkeit auszeichnen. Ursprung der Eiderdaune ist die unter Naturschutz stehende Eiderente. Diese kommt in erster Linie in kalten Gefilden – Grönland und Island – vor und nutzt ihre Daunen als isolierendes Polstermaterial zum Nestbau. Das Einsammeln der Eiderdaunen erfolgt erst, wenn sich die Enten nach Süden aufgemacht haben und die Nester verlassen sind.

Für weitere Informationen empfehlen wir Ihnen unseren Lexikon-Beitrag:


Besser schlafen durch natürliche Materialien: Seide

Seide stammt von Seidenraupen und dient sowohl als Füllmaterial als auch als Bezugsmaterial für Bettdecken und Kopfkissen. Dabei überzeugt vor allem Wildseide durch ein sehr geringes Gewicht, eine hohe Geschmeidigkeit sowie eine ausgezeichnete Hautverträglichkeit. Sie bietet darüber hinaus temperaturausgleichende Eigenschaften und nimmt Feuchtigkeit sehr gut auf.

Wildseide ist aufgrund ihrer geringeren Bauschkraft ideal als Füllung für Sommerdecken, wo sie in heißen Nächten mit einer kühlenden Wirkung auftrumpft. Wildseide-Decken eignen sich sehr gut für druckempfindliche und wärmesensible Schläfer.

Für weitere Informationen empfehlen wir Ihnen unseren Lexikon-Beitrag:


Besser schlafen durch natürliche Materialien: Wolle

Als Wolle bzw. Schafwolle oder auch Schurwolle von Schafen bezeichnet man das von lebenden Schafen gewonnene Haarvlies (Unterhaar). Zu den Eigenschaften der Schafschurwolle gehören eine hohe Atmungsaktivität sowie Fähigkeiten zur Klimaregulierung und Wärmeisolierung. Das Vlies isoliert Wärme aufgrund der kräftigen Kräuselung sowie der ausgeprägten Bauschkraft der feinen Haare besonders gut. Darüber hinaus ist Schurwolle auch sehr elastisch. Beste Voraussetzungen also, um einen Beitrag zu einem gesunden Schlafklima bzw. Bettklima zu leisten und so den Schlaf nachhaltig zu verbessern.

Gelegentlich liest man auch von schwarzer Schurwolle. Hierbei handelt es sich um Wolle, die von schwarzen Schafen gewonnen wird. Diese ist noch einmal besonders atmungsaktiv und weist feuchtigkeits- und temperaturausgleichende Merkmale auf.

Im Schlafzimmer ist das Naturmaterial Schafwolle bzw. Schafschurwolle z. B. als Füllmaterial bei Bettdecken oder in Form von Wohndecken oder Kuscheldecken (Wolldecken), Matratzenauflagen oder auch als Bestandteil von Matratzen anzutreffen.

Für weitere Informationen empfehlen wir Ihnen unseren Lexikon-Beitrag:


Besser schlafen durch natürliche Materialien: Tierhaar

Neben Schafwolle bzw. der Schurwolle von Schafen finden einige weitere Arten von Tierhaaren Verwendung im Schlafzimmer.

Unter der Bezeichnung Rosshaar werden die Mähnen- und Schweifhaare von Pferden zusammengefasst. Rosshaar kommt in Schlafunterlagen wie Futons oder Matratzen zum Einsatz und sorgt dort für eine Verbesserung des Luftaustauschs sowie für Druckausgleich und Dämpfung.

Kamelhaar bzw. die Grannenhaare (Mähnenhaare) des Kamels haben ähnliche Eigenschaften wie das Rosshaar, gelten jedoch als hochwertiger. Die Grannenhaare weisen eine große Kapillarwirkung auf, womit sie über beste Voraussetzungen für einen ausgezeichneten Feuchtigkeits- und Wärmeaustausch sowie eine hohe Atmungsaktivität verfügen. Diese gröberen Haare des Kamels werden wie Rosshaar in die Polsterung von Matratzen eingearbeitet. Neben den Grannenhaaren finden auch das weiche Unterhaar bzw. die Unterwolle des Kamels Verwendung im Bereich der Bettwaren. Wie Schafschurwolle kommt das feine Kamelhaar in der Fertigung von hochwertigen Wohndecken sowie als Füllmaterial von Bettdecken zum Einsatz. Decken mit Kamelhaar-Füllung eignen sich besonders gut für Personen mit rheumatischen Beschwerden und Menschen, die zu stärkerem Schwitzen neigen.

Kaschmir stammt von der Kaschmir-Ziege (auch Cashmere-Ziege) und wird auch als Kaschmirwolle bezeichnet. Das Haar ist besonders anschmiegsam und von geringem Gewicht. Es bietet herausragende Wärmeeigenschaften, weshalb Bettdecken mit Kaschmir eine Empfehlung für Personen mit einem sehr starken Wärmebedürfnis sind. Darüber hinaus eignen sich Kaschmir-Bettdecken auch sehr gut für Rheumatiker.

Für weitere Informationen empfehlen wir Ihnen unsere Lexikon-Beiträge:


Besser schlafen durch natürliche Materialien: Baumwolle

Naturmaterial Baumwolle für einen besseren SchlafBaumwolle wird aus den Samenhaar-Bäuschen der Baumwollpflanze gewonnen.

Baumwolle bietet eine hohe Reißfestigkeit und befriedigende Wärmespeicherung. Sie ist zudem sehr atmungsaktiv und kann eine große Menge Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben.

Verwendung findet Baumwolle aufgrund seiner schlafklimafreundlichen Merkmale als Füllmaterial für Futons bzw. Futonmatratzen. Stoffe aus Baumwolle kommen u. a. in der Fertigung von Matratzenbezügen, Außenhüllen von Kopfkissen und Bettdecken sowie für Bettwaren in Form von Bettwäsche-Garnituren zum Einsatz. Darüber hinaus werden Baumwollstoffe auch als Bezugsmaterial für Polsterbetten genutzt. Bei der Auswahl von Produkten für die Bettausstattung empfiehlt es sich, auf Bio-Baumwolle bzw. auf Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA-Baumwolle) zu achten.

Für weitere Informationen empfehlen wir Ihnen unsere Lexikon-Beiträge:


Naturstoffe in der Textilveredelung und Oberflächenbehandlung von Holz und Leder

In der Veredelung von Textilien, aus denen z. B. Bettwaren, Matratzenbezüge und Matratzenschoner hergestellt werden, kommen einige Stoffe natürlichen Ursprungs zum Einsatz, um den Textilien besondere Eigenschaften zu verleihen, die den Schlaf verbessern und gut für die Gesundheit sind.

Im Lexikon finden Sie einige dieser Naturstoffe mit Erklärung vor:

Ein bereits sehr lange genutzter Rohstoff natürlichen Ursprungs, der sowohl für die Oberflächenbehandlung von Leder als auch von Holz verwendet wird, ist Bienenwachs. Das Wachs wirkt aufgrund seiner einzigartigen Zusammensetzung schützend und pflegend.

Für weitere Informationen empfehlen wir Ihnen unseren Lexikon-Beitrag:

In der Oberflächenbehandlung von Holz haben sich außerdem Öle bewährt. Hier sind im Zusammenhang mit den Naturstoffen insbesondere biologisch erzeugte natürliche Öle wie Leinöl, Walnussöl oder Tungöl zu nennen. In diesen Ölen sind keine chemischen Zusatzstoffe enthalten. Sie ziehen tief in das Holz ein und sorgen so für einen guten Schutz.

Für weitere Informationen empfehlen wir Ihnen unseren Lexikon-Beitrag:

Beachten Sie auch unseren Schlafmagazin-Artikel:


Weitere Informationen zu natürlichen Materialien im Lexikon:


Bitte beachten Sie auch unsere verwandten Artikel im Schlafmagazin:


Diesen Artikel bewerten 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)
Loading...
Annika Franke

Annika Franke

Als Redakteurin haucht sie seit 2018 den Produkten des Online-Shops Betten.de mit ihren Texten Leben ein. Darüber hinaus schreibt sie gerne Artikel für das Schlafmagazin zu verschiedenen Themen.

Weitere interessante Beiträge