Wasserbetten – Auf was beim Kauf zu achten ist und welche unterschiedlichen Arten es gibt

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Alles über Wasserbetten - Auf was beim Kauf zu achten ist und welche unterschiedlichen Arten es gibt

Inhaltsverzeichnis:

Einführung – Was ist ein Wasserbett?

Die Antwort auf die Frage „Was ist ein Wasserbett?“ werden wir Ihnen im Laufe des Artikels noch in aller Ausführlichkeit und im Detail beantworten. Dennoch wollen wir hier am Anfang unseres umfassenden Artikels rund um das Wasserbett kurz erläutern, was man heutzutage grundsätzlich unter einem Wasserbett versteht.


Definition – Wasserbett:

Wasserbett, das

1. Bett, dessen Matratze mit Wasser gefüllt ist
2. mit Wasser gefüllte, elektrisch beheizbare Matratze [zur Lagerung von Kranken]

(Quelle: Duden.de)

Schaut man sich die beiden Definitionen aus dem Duden an, kann man festhalten, dass es sich beim Wasserbett stets um eine mit Wasser gefüllte Schlafunterlage handelt. Dabei gibt es noch diverse Unterscheidungen, welche wir Ihnen unter Arten von Wasserbetten im Einzelnen vorstellen.

(Quelle: Fachverband Wasserbett)


Geschichte des Wasserbettes

Die Geschichte des Wasserbettes lässt sich mehr als 3.000 Jahre bis zu den Persern zurückverfolgen. Diese fertigten aus Ziegenhäuten bzw. Ziegenleder durch Verklebung mit Pech sackartige bzw. blasenartige Behälter an. Ursprünglich dienten diese Ziegenhaut-Behältnisse nomadisch lebenden Völkern zunächst wohl rein als Wasserspeicher bis der Nutzen als bequeme Schlafunterlage erkannt wurde. Der Vorteil der mit Wasser gefüllten Ziegenhaut-Matratzen bestand darin, dass sie einerseits fest genug waren, um sich darauf legen zu können und andererseits weich bzw. flexibel genug waren, um das Liegen darauf als bequem und entspannend wahrnehmen zu können. Wenn es also um die Beantwortung der Frage „Wann gab es das erste Wasserbett?“ geht, kann man durchaus einen Blick zurück in die vorchristliche Zeitrechnung werfen. Die **Definition aus dem Duden** trifft hier jedenfalls weitgehend zu, auch wenn das Wasserbett der Perser nur wenig mit unserem heutigen Wasserbett gemein hat.

Es ist überliefert, dass Alexander der Große, nachdem er von den Babyloniern zum Herrscher der vier Weltgegenden ernannt worden war, in Nebukadnezars altem Palast residierte. Der einem Labyrinth ähnelnde Ziegelbau mit mehr als 500 Kammern wurde durch die Sonne so stark erwärmt, dass man nachts kaum zur Ruhe finden konnte. Man füllte deshalb die Ziegenhaut-Schlafunterlagen mit frischem, kaltem Quellwasser, um von einem kühlenden Effekt zu profitieren und doch noch etwas schlafen zu können.

Die Ziegenhaut-Matratzen wurden allerdings auch „umgekehrt“ verwendet. – In kälteren Monaten des Jahres wurden sie tagsüber in die Sonne gelegt, damit sich das Wasser im Inneren aufheizen konnte. Auf diese Weise konnte man sich nachts auf eine angenehme Wärmequelle betten.

1830 entwickelte der schottische Arzt Neil Arnott (1788-1874) ein hydrostatisches Bett, welches auch unter der Bezeichnung Nayade, Arnott’sches Bett oder schwimmende Matratze bekannt ist. Hierbei handelte es sich jedoch nicht um ein Bett für den alltäglichen Gebrauch, sondern um ein medizinisches Möbelstück für den Einsatz als Pflegebett in der Krankenpflege. Wesentlicher Bestandteil des Arnott’schen Bettes war ein Wasserbehältnis, welches mit einem Wasser abweisenden Tuch aus Kautschuk überzogen war. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Bett in einigen englischen Krankenhäusern für Langzeit-Bettlägerige verwendet, wo die hydrostatische Lagerung aufgrund der druckentlastenden Wirkung u.a. einem Wundliegen (Dekubitus, Wundliegegeschwür) vorbeugen sollte.

1851 wurde vom britischen Arzt William Hooper eine Invaliden-Wassermatratze erfunden, die ebenfalls für die Krankenpflege gedacht war und die er sich patentieren ließ. Hoopers Erfindung hatte bereits deutlichere Ähnlichkeit mit einem heutigen Hardside-Wasserbett (Freeflow). Sie setzte sich aus einer begrenzenden, kastenähnlichen Konstruktion aus Holz sowie einer mit Wasser gefüllten Blase aus Kautschuk zusammen.

Der Leibarzt von Königin Viktoria – Sir James Paget – stellte das von Arnott entwickelte Wasserbett im Jahr 1873 im St. Bartholomew Hospital in London vor. Paget war vom Wasserbett als „(…) neue Erfindung zur Hilfeleistung bei der Ausübung der Medizin und Chirurgie (…)“ überzeugt und veröffentlichte seine Publikation dazu fast überall auf der Welt.

In den 1880er Jahren wurde an einen Mediziner aus Portsmouth das erste Patent auf ein Wasserbett ausgestellt. Dieser Arzt wollte, dass seine Patienten auf der Oberfläche seines erfundenen Bettes mehr oder weniger schwebten, so dass eine geringere Druckbelastung als bei einer gewöhnlichen Matratze gegeben wäre. Durchsetzen konnte sich seine Version des Wasserbettes allerdings nicht, weil es von den Nutzern abgelehnt wurde, was damit zusammenhing, dass das Wasserbett a) eiskalt war und b) leckte.

1885 waren die ersten in Serie gefertigten Wasserbetten zum Bestellen im Mail-Order-Katalog des englischen Kaufhauses Harrods zu finden, wobei diese in Material und Gestaltung kaum etwas mit unseren heutigen Wasserbetten gemein hatten. Es handelte sich dabei wohl mehr um so etwas wie Wärmeflaschen im Riesenformat.

In Deutschland wurde um 1900 ein „Wasserbett zur Verhütung von Dekubitus“ durch den Berliner Arzt C.A. Ewald vorgestellt. Dieses aus einem lose mit einer wasserundurchlässigen Kautschuk-Membran abgedeckten Flüssigkeitstank bestehende Bett war dem von Arnott nicht unähnlich.

Dass sich die bis Dato erfundenen Wasserbetten und Wassermatratzen nicht wirklich durchsetzen konnten, lag insbesondere daran, dass die zur Verfügung stehenden Materialien und Fertigungsverfahren noch unzulänglich bzw. nicht ausgereift waren.

Moderne Wasserbetten haben ihren Ursprung in den 1960er Jahren und werden auf den amerikanischen Designstudenten Charles Hall zurückgeführt. Hall hatte im Jahr 1968 in San Francisco im Rahmen eines Schulprojektes zunächst einen mit Stärke gefüllten Sessel aus Vinyl entwickelt, welcher aber aufgrund eines hohen Eigengewichts sowie mangelnden Komforteigenschaften nicht überzeugen konnte. Aus diesem Grund ersetzte er zunächst die Stärke-Füllung durch eine Gelatine-Füllung, wodurch sich zwar der Komfort seines Sitzmöbels deutlich verbesserte, aber das Gewicht weiterhin wesentlich zu hoch ausfiel. Weiterhin tendierte die Gelatine im Sessel dazu sich aufzulösen, so dass Hall auch diese Idee verwarf. Charles Hall widmete sich dann der Entwicklung eines Wasserbettes und hatte schon bald Erfolg mit der Umsetzung. Er erkannte, dass für ein derartiges Schlafsystem eine Heizung unabdingbar war und erdachte auch hierfür eine geeignete Lösung. Hall gründete das Unternehmen Innerspace Environments mit Schwerpunkt auf der Fertigung und dem Vertrieb von Wasserbetten. Seinerzeit war Charles Hall mit seinem Unternehmen, welches 30 Geschäfte umfasste, Marktführer in den USA.

Die Patentierung seines Wasserbettes wurde Charles Hall allerdings verweigert. In den 1940er Jahren hatte nämlich der amerikanische Science-Fiction-Autor Robert Anson Heinlein (1907-1988) in mehreren seiner Werke bereits ausführlich über ein derartiges Wasserbett geschrieben. Das Patentamt stellte fest, dass es sich beim Wasserbett um ein „bereits kulturell beschriebenes“ Objekt und damit dem Stand der Technik handelte, was gegen eine Patentierung sprach. Heinlein, der Mitte der 1930er Jahre krankheitsbedingt (Tuberkulose) viel Zeit in unbequemen Krankenhausbetten verbringen musste, hatte seine Wunschvorstellung von einem entlastenden Schwebebett detailliert in seine Romane einfließen lassen. Dabei hatte sich der Autor weitreichende Gedanken gemacht und u.a. sogar Sicherheitsaspekte wie Sicherung vor elektrischem Schlag oder statische Faktoren wie die Berechnung der Bodenbelastung berücksichtigt. Ausführlich erwähnt wird das Wasserbett insbesondere in diesen Romanen von Robert A. Heinlein: Utopia 2300 (1948, Beyond This Horizon – veröffentlicht unter Pseudonym Anson MacDonald), Ein Doppelleben im Kosmos (1955, Double Star) und Ein Mann in einer fremden Welt bzw. Fremder in einer fremden Welt (1961, Stranger in a Strange Land).

Besonders beliebt waren die neuen Wasserbetten mit ihrer „schwabbeligen Oberfläche“ bei Hippies und Playboys, die sich eine schicke Alternative zu den üblichen Schlafstätten der 1960er wünschten, was durch den provokativen Slogan einer damaligen Werbekampagne für den Kauf eines Wasserbettes perfekt auf den Punkt gebracht wird: „Zwei Dinge sind im Wasserbett schöner. Eins davon ist schlafen.“

In den 1970er und 1980er Jahren war das Wasserbett von Hall ein absolutes Symbol für den kalifornischen Lebensstil, weshalb Charles Hall sein erfundenes Schlafsystem trotz mangelndem Patent überaus gewinnbringend vermarkten konnte.

Mittlerweile haben sich Wasserbetten etabliert, wobei das auf Hall basierende Hardside-Wasserbett von den so genannten Softside-Wasserbetten weitgehend verdrängt wurde (mehr dazu: Arten von Wasserbetten).

Dank moderner Materialien und optimierter Fertigungsprozess stehen heute wasserbasierte Schlafsysteme zur Verfügung, die sowohl in Komfort und Funktionalität als auch in der Haltbarkeit überzeugen können.

Fazit:
Die Frage „Wer hat das Wasserbett erfunden?“ lässt sich nicht eindeutig beantworten. Festzuhalten ist allerdings, dass die Wasserbetten – wie wir sie heute kennen, nutzen und schätzen – maßgeblich durch Charles Hall geprägt wurden. Inwieweit Hall bei seiner Erfindung bzw. Entwicklung durch Robert A. Heinlein beeinflusst wurde, lässt sich nicht nachvollziehen.


Arten von Wasserbetten

Wie bei vielen anderen Produkten gibt es auch beim Wasserbett verschiedene Arten. Unterschieden werden Wasserbetten u.a. anhand ihres Rahmens sowie durch die Ausführung der Wassermatratze. Außerdem findet eine Differenzierung aufgrund der eingelegten Wassermatratzen statt.


Hardside Wasserbetten

Das Hardside Wasserbett entspricht grundsätzlich im Aufbau dem von Charles Hall entworfenen Wasserbett aus dem 1960er Jahren. Wie sich aus der englischen Bezeichnung „Hardside“ ableiten lässt, ist ein harter Rahmen (aus Holz oder Holzwerkstoffen) das besondere Kennzeichen dieses wasserbasierten Schlafsystems. In den starken Hardside Rahmen wird die bis zu 22 cm hohe Wassermatratze eingelegt. Von unten wird die Wassermatratze von einer stabilen Bodenplatte getragen, welche ihrerseits durch Gewichtsverteiler gestützt wird.

Der Hardside Bettrahmen erfüllt eine tragende Funktion, da er den seitlichen bzw. nach außen entstehenden (Wasser-)Druck der Wassermatratze bzw. Wassermatratzen aufnimmt. Bei einem Hardside Wasserbett ist der Bettrahmen bzw. das Bettgestell dementsprechend eine feste und tragende Komponente des Schlafsystems. Der Rahmen wird in der Regel mit der Bodenplatte verbunden.

Durch den harten Bettrahmen ist der Einstieg in Hardside Wasserbett sowie der Ausstieg etwas unkomfortabel, da die Oberschenkel stets über das harte Rahmenelement des Schlafsystems geführt werden müssen.

Mittlerweile sind die Hardside Wasserbetten weitgehend durch die Softside Wasserbetten abgelöst worden.


Softside Wasserbetten

Das Softside Wasserbett wird als Weiterentwicklung des Hardside Wasserbettes angesehen. Beim Softside Wasserbett gibt es allerdings – wie man auch hier wieder aus der englischen Bezeichnung ableiten kann – einen soften bzw. weichen Rahmen. Dieser weiche Rahmen besteht aus Schaumstoff. Wie beim Hardside Wasserbett dient auch der Schaumstoffrahmen beim Softside Wasserbett zur seitlichen (Wasser-)Druckaufnahme. Um eine höhere Stabilität zu erreichen, wird oft auch der Schaumstoffrahmen des Softside Wasserbettes z.B. durch Schrauben fest mit der Bodenplatte des Bettes verbunden.

Bei einem Softside Wasserbett gibt es also keinen festen Bettrahmen. Ein Softside Wasserbett lässt sich deshalb problemlos in die meisten herkömmlichen Bettgestelle integrieren, wo es dann den Lattenrost und die normale Matratze ersetzt. Hinsichtlich der Schlafzimmereinrichtung profitiert man beim Softside Wasserbett entsprechend von vielen Freiheiten und kann sich seinen Schlafraum ganz nach Wunsch und in jedem Stil gestalten. Optisch fällt dabei dann meist gar nicht auf, dass es sich beim Bett um ein wasserbasiertes Schlafsystem handelt. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Einbauwasserbetten (siehe hierzu auch: Inside Wasserbetten), wobei es Modelle gibt, die sich konstruktionsbedingt nur in Verbindung mit einem klassischen Bettrahmen einsetzen lassen.

Softside Wasserbetten sind meist als freistehende Betten konzipiert, die keinen zusätzlichen Bettrahmen benötigen. Hierbei gibt es auch Sonderausführungen wie die so genannten Split-Wasserbetten. Bei derartigen Softside Wasserbetten ist der Schaumstoffrahmen geteilt und der untere Teil meist farbig verpolstert, wodurch eine besonders attraktive Optik gegeben ist.

Eine mittlerweile ziemlich gefragte Form des Softside Wasserbettes ist das so genannte Boxspring-Wasserbett. Mit einem klassischen Boxspringbett, welches eine mit Federkern gefüllte Box als Unterfederung der Matratze bietet, haben Boxspring-Wasserbetten lediglich die Optik gemein. Der Wasserbett-Aufbau wird bei einem Boxspring-Wasserbett auf einer oder zwei Boxen (abhängig von der Größe) untergebracht. Da die Wasserbettmatratze/n keine Unterfederung benötigen, sind diese Boxen ohne Federkerne ausgeführt. Für eine perfektionierte Boxspring-Optik gibt es meist ein markant gestaltetes Kopfteil, welches an der Box oder den Boxen fixiert wird sowie eine abgewandelte Oberplatte bzw. einen modifizierten Bezug, da hier meist der für Boxspringbetten übliche Topper integriert wird. Im Gegensatz zu den meisten Boxspringbett-Aufbauten liegt der Topper bei einem Wasserbett in Boxspring-Optik nämlich in der Regel nicht nur auf, sondern er wird fest mithilfe eines Reißverschlusses mit dem Wassermatratzen-Bezug verbunden. Regulär benötigen Wasserbetten keinen Topper, dennoch handelt es sich meist bei den Toppern für Boxspring-Wasserbetten keineswegs um rein dekorative Elemente. Je nach Ausführung kann der Topper beim Wasserbett in Boxspring-Optik z.B. das Liegegefühl verfeinern, für eine zusätzliche Wärmeisolation sorgen oder auch Schutzfunktionen übernehmen.

Ein- und Ausstieg ins Softside Wasserbett fallen dank des Schaumstoffrahmens mit Sitzkante deutlich angenehmer als beim Hardside Wasserbett aus. Zu den weiteren Vorzügen des Softside gegenüber dem Hardside Wasserbett gehören eine durch den Schaumstoff bedingte bessere Wärmeisolierung sowie ein geringerer Wasserbedarf, der sich aus dem höheren Eigenvolumen des keilförmig gestalteten Schaumstoffrahmens ergibt. – Der Platz, der durch den Softside Rahmen belegt wird, muss ganz einfach nicht mit Wasser gefüllt werden, was sich insbesondere positiv auf den Energiebedarf der Heizung und somit auf die Unterhaltskosten des Wasserbettes auswirkt. Aufgrund der keilförmigen Gestaltung des Schaumstoffrahmens geht allerdings auch effektive Liegefläche verloren, was bei der Größenwahl für das Softside Wasserbett beachtet werden sollte.


Inside Wasserbetten

Inside Wasserbetten kombinieren Merkmale des Hardside Wasserbettes und des Softside Wasserbettes. Dieser Typ ist ausnahmslos für den Einbau vorgesehen. Beim Inside Wasserbett gibt es eine etwa 2 cm starke umlaufende Verstärkung am Rand, die Halt gibt. Die Wassermatratze kann beim Inside Wasserbett bis zu 10 cm über den Rahmen ragen, weshalb ein angenehmer Einstieg ins Bett und ebenso bequemer Ausstieg möglich ist. Da es auch beim Inside Wasserbett einen Schaumstoffrahmen gibt, verringert sich auch hier die effektive Liegefläche (siehe dazu: Wie groß sollte ein Wasserbett sein?).


Leichtwasserbetten

Mit dem Begriff Leichtwasserbetten werden wasserbasierte Schlafsysteme bzw. Schlafunterlagen zusammengefasst, die sich aufgrund ihrer Konstruktionsweise sowie der daraus resultierenden Liege- und Komforteigenschaften nicht mit regulären Wasserbetten gleichsetzen lassen. Es handelt sich quasi um „Wasserbetten light“ bzw. „abgespeckte“ wasserbasierte Schlaflösungen.

Man unterscheidet bei den Leichtwasserbetten zwischen Schlauchsystemen bzw. Schlauch-Wassermatratzen und Niedermenge-Wassermatratzen bzw. Niederfüllsystemen. Beide Varianten stellen wir Ihnen nachfolgend kurz vor.


Schlauchsysteme

Bei den Schlauchsystemen bzw. Schlauch-Wassermatratzen handelt es sich um keine vollwertigen Wasserbetten. Mehrere schmale, nebeneinander angeordnete Wasserschläuche, die meist zwischen zwei Schaumstoffauflagen gelagert werden, bilden hierbei eine Schlafunterlage. Die Schlauch-Wassermatratze lässt sich auch in Verbindung mit den meisten herkömmlichen Lattenrosten verwenden, weil sie aufgrund einer nur geringen Wasserfüllmenge kein allzu hohes Gewicht aufweist.

Schlauchsysteme bzw. Schlauch-Wassermatratzen sind nicht als Alternative zum Wasserbett zu sehen, da sie konstruktionsbedingt viele der besonderen Vorteile und Merkmale nicht bieten können. Sie eignen sich aber durchaus als Alternative zu konventionellen Matratzen mit Federkern oder Schaumkern.


Niederfüllsysteme

Die Niederfüllsysteme bzw. Niedermenge-Wassermatratzen werden auch als Leicht-Wassermatratzen bezeichnet. Im Gegensatz zu einer richtigen Wassermatratze sind Niederfüllsysteme nur etwa 12 bis 15 Zentimeter hoch. Leicht-Wassermatratzen sind für den Einsatz in regulären Bettgestellen gedacht, wobei sie in Kombination mit einem klassischen Lattenrost verwendet werden. Da eine gefüllte Leicht-Wassermatratze ein Gewicht von etwa 120 kg bis hin zu 210 kg auf die Waage bringt, sollte der Lattenrost allerdings über eine gewisse Stabilität verfügen. Unter Umständen ist die Anbringung zusätzlicher Stützfüße für eine verbesserte Gewichtsverteilung empfehlenswert.

Leichtwassermatratzen werden ähnlich wie die Wassermatratzen im Softside Bett mit einem Schaumrahmen eingefasst, wobei dieser jedoch deutlich dünner ausfällt. Zum Schutz vor evtl. auslaufendem Wasser wird auch bei der Nutzung einer Niedermengen-Wassermatratze eine Folie als Sicherheitswanne verwendet. Ein Bezug deckt analog zur Oberplatte beim Wasserbett das gesamte Niederfüllsystem ab.

Derartige Leichtwasserbetten werden üblicherweise nur für Nutzer mit einem Körpergewicht bis 60 kg empfohlen, was nicht zuletzt mit der geringen Matratzen-Höhe zusammenhängt. Aus diesem Grund sind sie vorrangig für Kinder geeignet.


Uno-Systeme und Dual-Systeme

Grundsätzlich können Wasserbetten in Doppelbettgröße (meist ab 160 cm Breite, sowohl Hardside als auch Softside) mit einer oder mit zwei Wassermatratzen ausgestattet werden. Bietet das Schlafsystem eine Matratze, spricht man von einem Uno-System. Sind zwei Wassermatratzen im Bett untergebracht, wird dieses als Dual-System oder Duo-System bezeichnet.

Im Prinzip macht die Wahl eines Dual-Systems bzw. von zwei getrennten Wassermatratzen immer dann Sinn, wenn unterschiedliche Anforderungen an die Schlafunterlage gestellt werden. Dieses ist beispielsweise der Fall, wenn es einen großen Gewichtsunterschied zwischen den beiden Nutzern des Bettes gibt oder eine Person lieber wärmer und die andere Person lieber kühler nächtigt. In diesem Zusammenhang ist es übrigens auch bei der Ausstattung von herkömmlichen Bettsystemen mit Lattenrosten bzw. Boxsprings und Matratzen so, dass es meist sinnvoller ist, wenn sich jeder Verwender ein Bett nach seinen Bedürfnissen zusammenstellt. Entscheidet man sich für ein Wasserbett mit Dual-System kann man in der Regel wie beim normalen Bett selbst entscheiden, welche Matratze links und welche Matratze rechts eingelegt wird. Die üblichen Liegegewohnheiten bezüglich der Bettseite können also auch bei Wahl eines Wasserbettes mit Dual-System problemlos beibehalten werden. Die Fragestellung „Wo ist beim Wasserbett links und rechts?“ erübrigt sich also. Weit mehr als zwei Drittel der Wasser-Doppelbetten-Käufer wählen übrigens ein Dual-System aus.

Bei einem Dual-System weisen beide Wassermatratzen bzw. Wasserkerne im Bett eine identische Breite auf. Das Wasserbett wird dementsprechend gerecht unter beiden Nutzern aufgeteilt, wie dieses auch bei herkömmlichen Betten der Fall ist. Unter Umständen kann es jedoch sinnvoll sein, die Liegefläche im Bett ungleich aufzuteilen. Bei den Wasserbetten gibt es dazu entsprechende Speziallösungen, die z.B. als Twin-Systeme angeboten werden. Kennzeichen eines Twin-Systems ist das Vorhandensein von zwei Wassermatratzen, von denen eine (wesentlich) breiter als die andere ist.

Wer sich dennoch für ein Uno-System entscheidet, sollte sich darüber im Klaren sein, dass dieses nur dann wirklich gut funktionieren kann, wenn sich das Körpergewicht beider Verwender um nicht mehr als 20 kg voneinander unterscheidet und das Bett in der Regel gemeinsam genutzt wird. Die Füllmenge für die Wassermatratze im Uno-System wird nämlich auf Basis der Summe der Körpergewichte beider Nutzer geteilt durch zwei berechnet. Wenn nur eine Person – z.B. aufgrund von Schichtarbeit oder Montageabwesenheit der anderen Person – im Bett liegt, ist deshalb stets zu wenig Wasser in der Matratze, was sich negativ auf Liegekomfort und Schlafqualität auswirken kann.


Aufbau eines Wasserbettes

Die Fragen „Was gehört alles zum Wasserbett?“ und „Wie ist ein Wasserbett aufgebaut?“ lassen sich relativ leicht beantworten. Jedes Wasserbett besteht zunächst einmal aus einer Unterkonstruktion, die sich wiederum in der Regel aus einer Bodenplatte, einem unteren Sockel-Rahmen sowie so genannten Gewichtsverteilern zusammensetzt. Hauptaufgabe dieses Unterbaus besteht a) darin, dass Wasserbett auf ein komfortables Niveau anzuheben (bequeme Einstiegs-/Ausstiegs- bzw. Liegehöhe) sowie b) darin, das Gewicht der gefüllten Wassermatratze optimal zu verteilen.

Die Heizung bzw. das Heizsystem des Wasserbettes wird auf die Bodenplatte gelegt. Über der Heizung befindet sich die so genannte Sicherheitsfolie bzw. Sicherheitswanne die auch den Rahmen (Softside oder Hardside) des Wasserbettes abdeckt. Sollte Wasser aus der Matratze des Bettes austreten, wird dieses von der Sicherheitswanne aufgefangen.

In die Sicherheitswanne wird die Wassermatratze bzw. der Wasserkern eingelegt und anschließend mit einem textilen Bezug, der als Oberplatte bezeichnet wird und die eigentliche Liegefläche des Wasserbettes bildet, abgedeckt.

Erfahren Sie nachfolgend mehr über den Aufbau bzw. die Komponenten des Softside Wasserbettes sowie des Hardside Wasserbettes. Außerdem stellen wir Ihnen einige weitere Bestandteile des Wasserbettes detaillierter vor.


Komponenten Softside Wasserbett

  1. Oberplatte / Bezug
  2. Wassermatratze(n) bzw. Wasserkern(e) (bei zwei Kernen gibt es in der Regel noch einen Trennkeil)
  3. Sicherheitsfolie / Sicherheitswanne
  4. „Stoffkoffer“ (hier wird der Schaumstoffrahmen eingelegt)
  5. Heizung(en)
  6. Thermoboden
  7. Bodenplatte
  8. Sockelrahmen mit Gewichtsverteilern

Die Aufstellung der einzelnen Komponenten versteht sich absteigend (von der Liegefläche zum Fußboden). Hersteller- bzw. modellabhängig kann es Abweichungen geben.


Komponenten Hardside Wasserbett

  1. Oberplatte / Bezug
  2. Wassermatratze(n) bzw. Wasserkern(e) (bei zwei Kernen gibt es in der Regel noch eine Thermotrennwand)
  3. Sicherheitsfolie / Sicherheitswanne
  4. Heizung(en)
  5. Bettrahmen (Hardside)
  6. Bodenplatte
  7. Sockelrahmen mit Gewichtsverteilern (befindet sich im Hardside Rahmen)

Die Aufstellung der einzelnen Komponenten versteht sich absteigend (von der Liegefläche zum Fußboden). Hersteller- bzw. modellabhängig kann es Abweichungen geben.


Wassermatratze

Die Wassermatratze bzw. der Wasserkern ist das funktionelle Herzstück des Wasserbettes. Gefertigt werden Wassermatratzen heutzutage aus einem hochwertigen Spezial-Vinyl, welches sich durch eine hohe Anschmiegsamkeit auszeichnet. Das Vinyl einer guten Wassermatratze ist um die 0,6 mm stark. Zu stark sollte das Vinyl allerdings auch nicht sein, weil dann die notwendige Flexibilität nicht mehr gewährleistet ist.

In der Herstellung von Wassermatratzen erfolgt ein Verschweißen des Vinyls. Diese Schweißnähte stellen das größte Risiko für eine Beschädigung und damit den späteren Austritt des Wassers dar. Beim Kauf eines Wasserbettes sollte darauf geachtet werden, dass sich die Schweißnähte der Wassermatratze auf der Unterseite befinden, wo der Wasserkern auf der Bodenplatte des Bettes aufliegt. Befinden sich die Schweißnähte an den Seiten, sind sie mechanischem Druck ausgesetzt, was zu einem Verschleiß und so zu Schäden führen kann.

Neben Wassermatratzen mit einer glatten Oberfläche gibt es mittlerweile auch Modelle mit einer strukturierten Oberfläche. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einem Dehnmuster auf der Wassermatratzen-Oberfläche. Die Oberflächenelastizität ist bei derartigen Wassermatratzen höher, wodurch Liegekomfort und Anpassungsfähigkeit an den Körper noch einmal verbessert werden. Bei einigen Anbietern sind auch Wassermatratzen mit einer Zonen-Einteilung wie bei herkömmlichen Matratzen erhältlich. Die verschiedenen Zonen der Wassermatratze werden durch unterschiedliche Dehnmuster bzw. durch eine Kombination glatter und strukturierter Oberflächenbereiche erreicht.

Wassermatratzen haben in der Regel eine Füllhöhe von ca. 20 cm bis 23 cm.


Beruhigung

Details zur Beruhigung bzw. Wellendämpfung beim Wasserbett.Wasser besitzt grundsätzlich die Eigenschaft des Fließens, weshalb sich das Wasser in der Matratze des Wasserbettes bewegt. Wenn sich das Wasser vollkommen frei bewegen kann und nicht gedämpft wird, spricht man von einem unberuhigten Wasserbett bzw. einem Free Flow Wasserbett. Nicht jeder Nutzer schätzt einen starken Wellengang beim Wasserbett, weshalb verschiedene Techniken zur „Beruhigung“ bzw. Stabilisierung des Wassers eingesetzt werden. Man spricht statt Beruhigung auch von Wellenberuhigung oder Wellendämpfung.

Die Beruhigung des Wasserbettes durch die Unterbringung von Vliesmatten in der Vinyl-Hülle gehört zu den ältesten und am weitest verbreiteten Methoden. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von vliesberuhigten Matratzen bzw. vliesberuhigten Wassermatratzen.

Eine weitere Methode ist der Einsatz von Schaumzylindern, wodurch sich nicht nur eine starke Beruhigung erzielen, sondern auch eine Vereinfachung des Einstiegs sowie Ausstiegs erreichen lässt.

Manche Hersteller sorgen auch durch eine Kammereinteilung in ihren Wassermatratzen für eine Wellendämpfung.

Wasserbetten werden in verschiedenen Beruhigungsstufen angeboten, die mit dem Buchstaben F sowie einer Zahl bezeichnet werden. Die Bandbreite reicht dabei von F0 für ein komplett unberuhigtes Bett (Wasser bewegt sich ca. sieben bis zehn Sekunden lang) bis F10 für ein sehr stark bzw. vollständig beruhigtes Bett ohne Wasserbewegung.

Wenn es um die Beruhigung des Wasserbettes geht, ist die Art der Stabilisierung zweitrangig. Es kommt dabei in der Hauptsache darauf an, dass die gewählte Beruhigungsstufe dem Verwender das von ihm gewünschte Liegegefühl bietet.


Was ist Lumbar beim Wasserbett?

Der Begriff Lumbar dient zur Kennzeichnung der Lendenwirbel. Die Lendenwirbelsäule wird beispielsweise auch als Pars lumbalis beschrieben. Im Bereich der Wasserbetten ist mit Lumbar bzw. mit Lumbarunterstützung oder Lumbalunterstützung eine speziell ausgeführte Lagerungszone in der Wassermatratze gemeint, die der Unterstützung des Beckens dient. Man spricht teilweise auch von einer Lendenstütze oder Lordosen-Stütze (kurz: LS).

Die Lumbalunterstützung wird beim Wasserbett im Rahmen der Beruhigung integriert. Der Lagerungsbereich für Hüfte/Gesäß bzw. das Becken ist dann z.B. durch eine zusätzliche Zwischenlage zwischen den Vliesmatten stärker beruhigt – also etwas fester bzw. mit mehr Auftrieb ausgeführt, um eine bessere Stützung zu erreichen und zu tiefes Einsinken zu verhindern. Bei einigen Herstellern gehört sie ab einer gewissen Beruhigungsstufe zum Standard, bei anderen Herstellern kann sie auf Wunsch als Zusatzoption gewählt werden.

Bei einer Wassermatratze mit Lumbalunterstützung lässt sich diese in der Regel subjektiv nicht ertasten. Besonders empfehlenswert ist die Wahl eines Wasserbettes mit Lumbalunterstützung für Personen, die unter Bandscheibenproblemen leiden sowie für Menschen mit einem höheren Körpergewicht. Auch Bauchschläfer profitieren meist von einer Lumbalunterstützung, da diese für einen Ausgleich zwischen schwerer Bauchpartie und leichteren Beinen sorgt und so verhindert, dass der Körper ins „ungesunde“ Hohlkreuz gerät bzw. die Wirbelsäule aus ihrer natürlichen Form gebracht wird.


Bezug / Oberplatte

Damit die im Schlaf vom Körper abgegebene Feuchtigkeit von der Schlafunterlage aufgenommen werden kann und für ein angenehmeres Liegegefühl, wird die Wassermatratze des Bettes mit einem Bezug versehen, der auch als Oberplatte bezeichnet wird. Diese Oberplatte erfüllt auch eine Schutzfunktion für die Wassermatratze aus Vinyl.

Hergestellt wird die Oberplatte des Wasserbettes aus Materialien, die sich bereits in der Fertigung von herkömmlichen Matratzen-Bezügen bewährt haben. Analog zum großen Angebot, welches bei den Matratzen-Bezügen zur Verfügung steht, gibt es auch bei den Oberplatten für Wasserbetten eine große Vielfalt an Modellen, die sich durch unterschiedliche Funktionalitäten und Eigenschaften auszeichnet. Darunter sind ebenso Bezüge aus reiner Baumwolle wie aus verschiedenen Mischgeweben oder reiner Kunstfaser sowie aus Naturfasern wie Schafschurwolle.

Jedes Material bzw. jede Materialkombination bietet dabei Vorteile wie Nachteile, so dass es letzten Endes die persönlichen Vorlieben und individuellen Anforderungen sind, die richtungsweisend bei der Entscheidung für die Oberplatte des Wasserbettes sein sollten. Bezüge aus modernen Kunstfasern sind z.B. oft noch pflegeleichter als Bezüge aus 100% Baumwolle. Darüber hinaus sind Kunstfasern im Gegensatz zu Baumwolle bei der Hausstaubmilbe „unbeliebt“, was insbesondere für Allergiker günstig ist.

Wie bei den konventionellen Matratzen-Bezügen werden auch die Oberplatten von Wasserbetten oft mit einer Textilveredelung versehen. Durch den Einsatz spezieller Verfahren erhalten die Bezüge zusätzliche Eigenschaften wie z.B. eine antibakterielle sowie antivirale Wirkung durch den Einsatz von Aloe Vera. Einige verbreitete Verfahren zur Textilveredelung sowie häufige Bezugsarten von Matratzen stellen wir Ihnen in einem gesonderten Artikel im Betten.de Schlafmagazin ausführlicher vor: Verschiedene Matratzenbezüge – wie wirkt sich der Bezug auf die Schlafqualität aus?

Unabhängig davon, welchem Material bei der Auswahl der Oberplatte für das Wasserbett der Vorzug gegeben wird, sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass diese waschbar ist bzw. gereinigt werden kann. Wenn es um die Anschaffung eines Doppel-Wasserbettes ab 160 cm Breite empfiehlt es sich, einen mittig geteilten Bezug zu wählen, um sicherzustellen, dass der Bezug in eine haushaltsüblichen Waschmaschine passt. Entscheidet man sich für einen durchgängigen Bezug bzw. eine durchgängige Oberplatte im Doppelbett-Format, muss man diese ansonsten alle drei Monate in eine geeignete Wäscherei oder chemische Reinigung geben, was mit Mehraufwand und zusätzlichen Kosten verbunden ist. Bei einer teilbaren Oberplatte besteht der Bezug aus zwei Teilen, die sich mithilfe eines Reißverschluss verbinden lassen. Der Reißverschluss ist so eingearbeitet, dass er weder das Vinyl der Matratze beschädigen noch den Liegekomfort beeinträchtigen kann.

Damit die Wassermatratze uneingeschränkt „wirken“ kann, sollte der Bezug möglichst elastisch ausgeführt sein. Je flexibler die Oberplatte ausfällt, desto besser kann sich das Vinyl der Matratze an den Körper anpassen.


Capliner / Topliner

Beim Capliner, der auch als Topliner bezeichnet wird, handelt es sich um eine Ausstattungskomponente für Wasserbetten, die es in unterschiedlichen Formen gibt. Funktionell dient der Capliner bzw. Topliner als zusätzlicher Matratzenschutz vor Staub und Verunreinigungen. Man bezeichnet Capliner / Topliner daher auch als Schmutzpartikel-Membran. Allen Caplinern gemein ist eine staubundurchlässige Ausführung, womit allerdings meist auch eine Einschränkung der Atmungsaktivität einhergeht, weshalb der Einsatz eines Capliners durchaus sehr kontrovers gesehen wird.

Es gibt fest in die Oberplatte des Wasserbettes integrierte Capliner, wobei diese kaum zu empfehlen sind, da eine ordnungsgemäße Reinigung dann kaum noch möglich ist. Besser sind Capliner, welche durch den Einsatz eines Reißverschlusses abnehmbar konzipiert sind. Sie lassen sich so bei Bedarf von der Oberplatte trennen, was eine separate Tiefenreinigung erlaubt.

Es gibt auch Angebote für Capliner bzw. Topliner, welche gänzlich unabhängig von der Oberplatte sind. Dabei handelt es sich um eine Art Spannbettlaken bzw. eine Art Matratzenauflage, welche über die Wassermatratze gezogen oder gespannt wird, bevor die Oberplatte aufgezogen wird.


Wasserbetten-Heizung

Auf kaltem Wasser liegen – ist abgesehen von ganz heißen Sommernächten – Gift für den Körper und die Muskulatur. Aus diesem Grund werden Wasserbetten beheizt. Nachfolgend geben wir Ihnen eine Antwort auf die Frage: „Wie wird ein Wasserbett beheizt?“

Es gibt verschiedene Heizungen bzw. Heizsysteme für Wasserbetten. Die Heizmatte gehört zu den ältesten Wasserbettheizungen. Hierbei handelt es sich um eine Gummimatte in die ein Heizdraht schleifenförmig eingegossen ist. Wenn durch den Heizdraht Strom geleitet wird, sorgt dessen Leitwiderstand für eine Wärmeentstehung. Diese Wärme wird dann an die Wassermatratze bzw. das Wasser weitergegeben. Ein ganz einfaches Prinzip, welches sich bereits seit Jahrzehnten bewährt hat.

Nachteilig bei der Heizmatte für Wasserbetten ist, dass konstruktionsbedingt ein relativ großes elektromagnetisches Feld entsteht. Elektromagnetische Felder sind immer dann gegeben, wenn ein Draht um einen Kern gewickelt oder schleifenförmig nebeneinander gelegt und dann mit Strom versorgt wird.

Die Carbon Heizung ist eine weitere Form der Wasserbettenheizung. In der Optik weist dieses Heizsystem eine große Ähnlichkeit mit der Heizmatte auf. Im Inneren der Carbon Heizung befinden sich jedoch keine Drähte sondern eine Folie, die mit einer Beschichtung aus Carbon (Kohlenstoff in gepresster Form) versehen ist. Die Wärme entsteht hier durch den Leitwiderstand des Carbons. Die elektromagnetische Strahlung fällt hierbei verhältnismäßig gering aus. Ein weiterer Vorteil dieser Heizung für Wasserbetten ist eine enorme Widerstandsfähigkeit. Selbst wenn man ein Loch in die Carbon Heizung schneiden würde, wäre ihre Funktionsfähigkeit nicht beeinträchtigt, da Beschädigungen den Stromfluss aufgrund der vollflächigen Carbon-Beschichtung auf der Folie nicht unterbrechen.

Neben der klassischen Heizmatte sowie der moderneren Carbon Heizung werden für Wasserbetten auch Plattenheizungen angeboten. Diese bestehen aus einer Aluminiumplatte, welche mit Heizelementen aus Keramik bestückt werden. Die Wärmeerzeugung erfolgt dabei durch den Leitwiderstand der Keramik. Sie wird an die Aluminiumplatte abgegeben und von dort weiter zur Wassermatratze geleitet. Plattenheizungen für Wasserbetten sind mit einem Kunststoffmantel versehen, was ihnen zu einer hohen Robustheit verhilft.

Eine pauschale Antwort auf die Frage nach der besten Wasserbettheizung gibt es nicht. Alle vorgestellten Wasserbett-Heizsysteme werden am Markt von verschiedenen Herstellern angeboten. Sie sind sowohl mit analogen als auch mit digitalen Regelsystemen erhältlich. Wenn Sie Ihr Wasserbett mit Netzfreischaltung betreiben wollen, sollten Sie eine digital geregelte Heizung für Ihr Bett wählen, die sich „selbstständig“ darauf anpassen kann.

Sicherlich werden Sie sich auch Gedanken um den Stromverbrauch der Heizung machen. Dieser Frage gehen widmen wir uns unter Unterhaltskosten für ein Wasserbett?. Wenn Sie mehr über die richtige Temperatureinstellung erfahren wollen, finden Sie unter Welche Temperatur im Wasserbett? weiterführende Informationen.

Nachdem wir uns nun mit den verschiedenen Heizsystemen für Wasserbetten befasst haben, stellt sich noch die Frage danach, wo die Heizung beim Wasserbett hinkommt. Wo sollte also die Wasserbettheizung platziert werden, damit das Liegesystem sicher und optimal betrieben werden kann. Die Antwort ist unabhängig von der Art des Wasserbettes identisch: Die Heizung für das Wasserbett wird unter die Sicherheitsfolie bzw. Sicherheitswanne und auf die Bodenplatte bzw. den Thermoboden gelegt.


Wie funktioniert ein Wasserbett?

Optimale Körperlagerung im Wasserbett.Zu den wichtigsten Voraussetzungen für einen guten, gesunden und erholsamen Schlaf gehört die korrekte Lagerung der Wirbelsäule, welche eine Entlastung der Bandscheiben und deren Regeneration fördert.

Im Wasserbett wird diese notwendige ergonomische Körperlagerung durch das flexibel „agierende“ Element Wasser erreicht. Eine auf den Körper bzw. auf das Körpergewicht zugeschnittene Wassermenge sorgt dafür, dass der Schlafende optimal gebettet wird.

Wenn sich jemand in Rückenlage auf ein Wasserbett legt, sinken die schweren Körperpartien – in diesem Fall Schultern sowie Hüfte/Gesäß – verhältnismäßig tief in die Schlafunterlage ein. Sie verdrängen das Wasser und sorgen so für Druck, der sich im flüssigen Element Wasser gleichmäßig ausbreitet. Die in den Lagerungsbereichen von Schultern und Hüfte/Gesäß entstehenden „Kuhlen“ erzeugen an anderer Stelle „Erhebungen“ in der Wassermatratze. Diese Erhebungen treten dort in Erscheinung, wo der Körper der liegenden Person dieses zulässt, was bei den Lagerzonen leichterer Körperpartien wie Beinen oder Taille der Fall ist. Diese Partien werden also entsprechend vom sich „aufwölbenden“ Wasser getragen bzw. unterstützt. Insgesamt wird so eine gerade Wirbelsäulenlagerung erreicht. Mehr dazu im nachfolgenden Textabschnitt:


Körperlagerung im Wasserbett

Wenn man auf einem Wasserbett bzw. auf einer Wassermatratze liegt, gibt es grundlegende Unterschiede zum Liegen auf einer herkömmlichen Matratze. Im konventionellen Bett mit Unterfederung und Matratze ist es so, dass der Körper hauptsächlich mit einzelnen Bereichen aufliegt. Dazu gehören Kopf, Schulter, Hüfte/Gesäß, Knie und Ferse. Je nach Beschaffenheit der Matratze kann der Körper dabei dort, wo er besonders schwer ist (Schulter, Becken), tiefer in die Schlafunterlage einsinken, während andere (leichtere) Bereiche von der Matratze getragen bzw. unterstützt werden.

Beim Schlafen im Wasserbett liegt der Körper vollflächig auf der Wassermatratze auf. Dieses bietet den physikalischen Vorteil, dass sich der Auflagedruck des Körpers auf einer großen Fläche verteilt und nicht auf einzelne Punkte konzentriert. Insgesamt reduziert sich der Druck in Bezug auf die Fläche also. Der Auflagedruck fällt in einem Wasserbett so gering aus, dass es zu keiner Beeinträchtigung der Durchblutung der aufliegenden Gewebebereiche kommt. Jeder, der schon einmal auf einer ungeeigneten Matratze genächtigt hat, kennt das Gefühl, wenn man in der Nacht erwacht, weil einzelne Körperpartien aufgrund einer Mangeldurchblutung „eingeschlafen“ sind. Aufgrund des geringen Auflagedrucks sind derartige Schlafstörungen im korrekt abgestimmten Wasserbett ausgeschlossen. Wasserbetten eignen sich aus diesem Grund auch ideal für bettlägerige Personen zur Dekubitus-Prophylaxe. Als Dekubitus bezeichnet man ein Wundliegegeschwür oder Druckgeschwür, welches durch von außen wirkenden Druck auf die Blutgefäße entstehen kann. Weitere Informationen dazu online im PflegeWiki.

Die hohe Druckentlastung im Wasserbett bewirkt in der Regel eine Reduzierung der Schlafbewegungen. Da es u.a. zu keinem „Einschlafen“ von Körperpartien verbleibt man im Wasserbett meist deutlich länger in einer Schlafposition – schläft also insgesamt ruhiger. Durch diese verminderten Bewegungen im Schlaf kommt es zu einer Verlängerung der Schlafphasen. Dabei erhöhen sich insbesondere die Zeiten des Tiefschlafs (Non-REM Phase 2 sowie 3). Während dieser Schlafphasen ist der Erholungseffekt für den Körper am höchsten, weshalb wir uns trotz unveränderter Schlafdauer – aufgrund einer durch weniger Bewegungen gekennzeichneten Nachtruhe im Wasserbett – am Morgen deutlich erholter fühlen können.


Vorteile eines Wasserbettes

Wasserbetten zeichnen sich durch viele Vorteile aus. Hier eine kurze Auflistung, warum man sich für ein Wasserbett entscheiden sollte:

  • Verbesserung der Schlafqualität
  • Ergonomische Körperlagerung durch punktelastische Anpassung (Verdrängungsprinzip)
  • Hohe Druckentlastung
  • Wohltemperiert dank eigenem Heizsystem
  • Sehr hygienisch – optimal für Allergiker
  • Komplettsystem – keine weiteren Bettkomponenten wie Unterfederung nötig
  • Hohe Haltbarkeit, keine Verschleißerscheinungen der Wassermatratze

(Quelle: Fachverband Wasserbett)

Auf besondere Eignungen bzw. Merkmale gehen wir nachfolgend ausführlicher ein:


Wasserbett bei Schlafstörungen

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Wasserbetten positive Effekte bei der Beseitigung von Schlafstörungen haben können bzw. sich positiv auf den Schlaf / die Schlafqualität auswirken. So soll man im Wasserbett wesentlich schneller einschlafen können und es soll zu einer Reduzierung der Aufwachphasen kommen. Darüber hinaus dauern die einzelnen Schlafphasen im Wasserbett länger an und es kommt zu weniger Lageveränderungen. Personen, die im Wasserbett geschlafen haben, fühlen sich meist nach dem Aufstehen ausgeruhter und verspüren eine höhere Leistungsfähigkeit am Tag.

Auch Menschen, die von krankhaften Störungen des Schlafs betroffen sind, können von einem Wasserbett profitieren und ihr Leiden verringern. In einigen Fällen, wo bereits Schlafmittel eindosiert wurden, können diese nach kurzer Zeit in der Dosis deutlich gesenkt oder sogar komplett eingestellt werden. Daraus lässt sich ableiten, dass Wasserbetten ein durchaus geeignetes Mittel bzw. eine solide Basis für einen guten und gesunden Schlaf darstellen.


Wasserbett bei Rückenschmerzen

Wasserbetten zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie sich gleichmäßig an jede individuelle Körperform anpassen können. Die Wirbelsäule wird also im Wasserbett in ihrer natürlichen Form gehalten, wodurch sich die Bandscheiben u.a. durch Regulierung ihres Flüssigkeitshaushaltes im Schlaf optimal regenerieren können.

Im Gegensatz zum konventionellen Bettsystem mit Lattenrost oder Boxspring und Matratze nehmen Körpergewicht und Körperbau beim Wasserbett keinen Einfluss. Hier ist es stets so, dass sich das Wasserbett bzw. die Wassermatratze dem Körper anpasst und nicht – wie es bei einem schlecht gewählten Bettsystem der Fall sein kann – der Körper der Schlafunterlage – meist mit schmerzhaften Folgen. Beim Liegen auf dem Wasserbett liegt man stets mit der größtmöglichen Körperfläche auf, wodurch der Druck optimal verteilt und somit eine höchstmögliche Entlastung erreicht wird. Es kommt zudem u keiner Beeinträchtigung der Blutzirkulation.

Darüber hinaus wirkt sich auch die Temperierbarkeit des Wasserbetts positiv aus. Mit einer Temperatur von 28°C (entspricht in etwa der Hauttemperatur) wird eine perfekte Basis für die Tiefenentspannung der Muskulatur gelegt (siehe hierzu auch: Welche Temperatur im Wasserbett?).


Wasserbett bei Rheuma / Gelenkbeschwerden

Wasserbetten können Abhilfe bei Rheuma und Gelenkbeschwerden schaffen.Wer mit Rheuma zu kämpfen hat oder unter Gelenkbeschwerden wie Arthritis leidet, kann von einem Wasserbett profitieren. Die Wärme der beheizten Wassermatratze wirkt sich sehr häufig lindernd auf die gesundheitlichen Beeinträchtigungen aus. Da das Wasserbett eine ausgesprochen hohe Druckentlastung bietet, kommt es in der Folge zu einer Entlastung der Gelenke während des Schlafes, was sich wiederum positiv auf deren Regeneration auswirkt.

Darüber hinaus kann ein Wasserbett auch als präventive Maßnahme bzw. zur Schaffung einer bestmöglichen Grundlage für eine ideale Erholung im Schlaf gewählt werden, wenn es beispielsweise bereits eine gesundheitliche Vorbelastung der Gelenke gibt.


Wasserbett bei Allergien

Ein korrekt gepflegtes Wasserbett wird höchsten hygienischen Standards gerecht, was insbesondere Menschen mit Allergien sowie Asthmatikern zugutekommt. Auf der Wassermatratze können sich im Gegensatz zu herkömmlichen Matratzen keine Hautschuppen ansammeln oder Haare festsetzen, weshalb z.B. Hausstaubmilben hier kaum einen Nährboden finden. Auch Pollen die durch das Fenster ins Schlafzimmer gelangen, kommen höchstens bis in die Oberplatte bzw. den Bezug der Wassermatratze und können so durch die Wäsche bzw. Reinigung leicht wieder entfernt werden.


Nachteile eines Wasserbettes

Wo Licht ist, ist immer auch Schatten. So gibt es durchaus auch Nachteile, die im Zusammenhang mit Wasserbetten genannt werden müssen. – Was spricht also gegen ein Wasserbett?


Was wiegt ein Wasserbett?

Wie viel Gewicht ein Wasserbett auf die Waage bringt, hängt natürlich ganz stark von seiner Größe ab. Generell gibt es daneben schon mal einen großen Unterschied zwischen einem Hardside Wasserbett und einem Softside Wasserbett. Da beim Softside Wasserbett die Wasserfläche durch den umlaufenden Schaumstoffrand reduziert wird, ist dieses grundsätzlich immer deutlich leichter als ein vergleichbares Hardside Wasserbett. Dennoch bringen es die meisten befüllten Softside Wasserbetten z.B. in der Größe 200 x 200 cm auf ein Gewicht von 650 kg bis 800 kg.


Qualität und Haltbarkeit von Wasserbetten

Die Qualität eines Wasserbettes hängt – wie bei den meisten Produkten – maßgeblich von der Güte der Verarbeitung sowie der Güte der eingesetzten Materialien ab. Im Gegensatz zu herkömmlichen Bettsystemen mit Matratze und Lattenrost oder auch Boxspring-Bettsystemen ist ein Wasserbett keiner regulären Abnutzung unterworfen. Selbstverständlich kann es mit der Zeit erforderlich werden, einen unansehnlich gewordenen Bezug (Oberplatte) zu ersetzen, aber die Wassermatratze selbst, büßt unter normalen Voraussetzungen nichts an Komforteigenschaften ein. Ein „Durchliegen“ bzw. eine „Kuhlenbildung“ gibt es dementsprechend bei Wasserbetten nicht.

Neben der Qualität von Material und Verarbeitung kommt es beim Wasserbett natürlich auch auf die Pflege an. Werden erforderliche Maßnahmen sachgemäß durchgeführt, kann ein hochwertiges Wasserbett durchaus für 15 bis 25 Jahre genutzt werden. Die Investition in ein teureres Wasserbett bzw. ein Wasserbett in höherer Qualität rechnet sich also aufgrund einer zu erwartenden längeren Nutzungsdauer in den meisten Fällen.

Ein Indiz für die Qualitätsansprüche eines Wasserbetten-Herstellers ist die von ihm garantierte Mindestlebensdauer für das Bett. Fünf Jahre gelten hier normal als Regel, bei weniger sollten Sie hellhörig werden und sich das Wasserbett ganz genau anschauen, bevor Sie sich zum Kauf entschließen. Bietet der Hersteller mehr als fünf Jahre, spricht dieses für ihn.


Preise von Wasserbetten

Wie bei nahezu allen Dingen des täglichen Lebens und insbesondere der Möbel ist es auch bei den Wasserbetten so, dass es große Bandbreite bezogen auf Hersteller, Modelle, Qualitäten und Preise gibt. Verglichen mit einem konventionellen Bettsystem mit Lattenrost und Matratze muss ein Wasserbett nicht zwangsläufig teurer sein, was natürlich auch damit zusammenhängt, wie viel man für das herkömmliche Komplettbett rechnet. Geht man dabei von günstigsten Komponenten aus, darf man nicht allzu viel erwarten, wenn es um eine ergonomische Körperlagerung und einen entspannten, erholsamen Schlaf geht.

Günstige Wasserbetten in einfachster Ausstattung werden bereits um die 500,00€ angeboten. Nach oben hin gibt es kaum eine Grenze. Wer unseren Artikel insgesamt gelesen hat bzw. sich intensiv mit dem Thema Wasserbett beschäftigt hat, wird beim Studieren von Angeboten schnell die entscheidenden Unterschiede ermitteln und sich so ein genaues Bild davon machen können, in welchem Preissegment ein für seine Bedürfnisse geeignetes Wasserbett zu finden ist.


Wasserbetten-Zubehör

Die Frage „Was braucht man alles für ein Wasserbett?“ lässt sich zunächst schon einmal so beantworten, dass im Prinzip identische Komponenten zur Bettausstattung wie bei konventionellen Bettsystemen benötigt werden (siehe hierzu: Bettausstattung für Wasserbetten). Für die Pflege und Wartung des Bettes sollte man außerdem noch eine Entlüftungspumpe, Wasserbetten-Conditioner sowie einen Vinyl-Reiniger bzw. ein Vinyl-Pflegemittel zur Hand haben.


Entlüftungspumpe

Eine Entlüftungspumpe oder Entlüfterpumpe dient dazu, überschüssige Luft aus der Wassermatratze zu entfernen. Luft kann sich aus verschiedenen Gründen in der Wassermatratze bilden. Mithilfe dieser speziellen Pumpe kann man sie einfach über den Befüllstutzen der Matratze entweichen lassen. Bei vielen Wasserbetten gehört eine Entlüftungspumpe bereits zum Lieferumfang, so dass keine gesonderte Anschaffung erforderlich ist. Siehe hierzu auch: Luft im Wasserbett


Conditioner

Beim Wasserbetten-Conditioner bzw. Konditionierer handelt es sich um ein Pflegemittel für das Wasser in der Matratze des Bettes. Hauptbestandteil in Wasserbett-Conditionern sind so genannte „quartäre Ammoniumverbindungen“, die sich durch eine Desinfektionswirkung auszeichnen und daher auch zu den Bioziden gezählt werden. Womit die Frage „Was macht Conditioner im Wasserbett?“ schon beinahe beantwortet ist: Die Aufgabe des Conditioners besteht darin, dass Wasser keim- sowie algenfrei und somit frisch zu halten.

Conditioner wird bei der Erstbefüllung des Wasserbettes zugegeben und anschließend einmal pro Jahr „nachgefüllt“ (siehe hierzu: Wasserpflege im Wasserbett).


Pflege von Wasserbetten

Hinsichtlich der Pflege verursachen Wasserbetten in der Regel nur sehr wenig Aufwand.

(Quelle: Fachverband Wasserbett)


Wasserfüllung / Wasserwechsel

Hintergründe und Infos zur Wasserfüllung und zum Wasserwechsel bei Wasserbetten.Wasser ist der wesentliche Bestandteil des Wasserbettes und maßgebliches Element für den besonderen Schwebeschlaf, den diese Bettsysteme bieten. Bekanntermaßen handelt es sich bei Wasser jedoch durchaus um einen verderblichen Stoff, der unter bestimmten Umständen „umkippen“ kann. Deshalb sind Fragen wie „Wann kippt Wasser im Wasserbett?“ oder „Wann sollte man das Wasser im Wasserbett wechseln?“ durchaus nachvollziehbar. Bezogen auf das Erfordernis eines Wasserwechsels empfehlen wir die Lektüre des Abschnitts Geruchsentwicklung beim Wasserbett.

Grundsätzlich kann man sagen, dass bei richtiger Pflege kein Wechsel des Wassers im Wasserbett notwendig ist. Meist reicht es aus, einmal jährlich einen Conditioner zum Wasser zu geben (siehe hierzu: Wasserpflege im Bett).

Zum Füllen des Wasserbettes wird ganz normales Leitungswasser verwendet. Dieses kann mit einem normalen Gartenschlauch von einem Wasseranschluss in Küche oder Bad zum Wasserbett geleitet werden. Um das Wasser so keimfrei wie möglich ins Wasserbett zu bekommen, sollten Schlauch und Anschlüsse (Wasserhahn sowie Befüllstutzen an der Wassermatratze) vorab desinfiziert werden.

Von Zeit zu Zeit muss Wasser nachgefüllt werden, was damit zusammenhängt, dass im Laufe eines Jahres etwa 10% des Wassers in der Wassermatratze verdunstet bzw. verdampft. Aus diesem Grund sollte man in regelmäßigen Abständen prüfen, ob man sich noch optimal gebettet fühlt und dann ggf. Wasser nachfüllen, um den Liegekomfort wieder zu maximieren.


Wasserpflege im Bett

Damit das Wasser in der Matratze des Bettes „frisch“, keimfrei und frei von Algen bleibt, sollte in der Regel einmal pro Jahr ein so genannter Wasserbett Conditioner bzw. Wasserbett Konditionierer in die Matratze eingefüllt werden. Eine pauschale Antwort auf die Frage „Wieviel Conditioner muss in ein Wasserbett?“ ist nicht möglich, da es eine Vielzahl an unterschiedlichen Präparaten mit abweichenden Dosierempfehlungen auf dem Markt gibt und die Größe des Wasserbettes bzw. die zu pflegende Wassermenge dabei auch berücksichtigt werden muss.

Der Wasserbetten Conditioner wirkt sich nicht nur positiv auf die Wasserbettqualität aus, sondern pflegt auch das Vinyl der Matratze von innen und leistet einen Beitrag zum Erhalt der Flexibilität (beugt Versprödu vor).

Wenn man den Conditioner entsprechend der Herstellerhinweise in die Wassermatratze eingegeben hat, ist es wichtig, das Wasser in der Matratze in (Wellen-)Bewegung zu versetzen, damit sich die Wirkstoffe des Conditioners möglichst gleichmäßig verteilen. Unterlässt man dieses, kann es passieren, dass sich insbesondere in den Ecken der Matratze „Keimnester“ bilden, die sich dann negativ auf die Wasserqualität auswirken.


Wassermatratzen-Pflege

Es empfiehlt sich, die Oberfläche der Wassermatratze regelmäßig (etwa einmal pro Quartal ist ausreichend) mit einem speziellen Vinyl-Reiniger zu behandeln, um Verunreinigungen zu entfernen und das Material geschmeidig zu halten. Durch den Gebrauch des Bettes bzw. das nächtliche Schwitzen, können Körpersalze durch die Oberplatte zur Vinyl-Oberfläche der Wassermatratze gelangen. Diese ähneln feinem Sand und bilden einen Belag, welcher einen ähnlichen Effekt wie feines Schmirgelpapier hat und die Folie so sehr stark beansprucht (Abrieb, Verschleiß). Um eine Ablagerung der Körpersalze auf der Wassermatratze zu verhindern, kann das Wasserbett mit einem so genannten Capliner / Topliner ausgestattet werden.


Bezug / Oberplatte

Der Bezug der Wassermatratze bzw. die Oberplatte des Wasserbettes lässt sich einfach vom Bett bzw. von der Matratze abnehmen. Schon bei der Auswahl der Oberplatte sollte darauf geachtet werden, dass sich dieser waschen bzw. in die chemische Reinigung geben lässt. Insbesondere bei Doppelbetten ist der Bezug der Wassermatratze oft so groß, dass er nicht einfach in eine haushaltsübliche Waschmaschine „gegeben“ werden kann. Selbst wenn der Bezug in die Maschine hineinpassen würde, wäre er in vollgesogenem Zustand viel zu schwer für das Gerät und könnte Schäden verursachen. Wer seinen Bezug selbst in der Maschine waschen will, sollte beim Kauf auf teilbare Bezüge achten, die für eine Wäsche in regulären Waschmaschinen konzipiert sind.

Grundsätzlich sollte man den Bezug mindestens alle drei Monate abnehmen und bei einer Waschtemperatur von 60°C waschen, damit eine Tiefenreinigung erzielt wird.

Wenn der Bezug des Wasserbettes zuhause gewaschen wird, kann man überlegen, ob man sich sofort beim Kauf des Wasserbettes eine zweite Oberplatte mitbestellt. Auf diese Weise kann alle drei Monate gewechselt werden und man hat sein Wasserbett stets hygienisch sauber und einsatzbereit. Alternativ empfiehlt es sich bei nur einer Oberplatte, diese zeitig am Morgen in die Waschmaschine zu geben und dann ordentlich zu schleudern. Anschließend kann man den Bezug direkt wieder aufziehen und die Wasserbett-Heizung zur weiteren Trocknung ausnutzen. Auf der großen, warmen Fläche der Wassermatratze verdunstet die restliche Feuchtigkeit in der Oberplatte in der Regel recht zügig, so dass das Bett am Abend trocken ist und wieder genutzt werden kann. Viele Oberplatten eignen sich außerdem auch für die Trocknung im Wäschetrockner, wobei bei einer geteilten Oberplatte bei einem Dual-System-Wasserbett jeweils nur eine Hälfte in den Trockner gegeben werden sollte, um optimale Ergebnisse zu erreichen und die Reißverschlüsse zu schonen.

Wasserbett-Bezüge werden übrigens in der Regel deutlich weniger durch Schweiß verunreinigt als reguläre Matratzen-Bezüge. Dieses trifft allerdings nur zu, wenn die Wassertemperatur optimal auf den Nutzer abgestimmt ist und so übermäßiges Schwitzen wirksam unterbunden wird.


Luft im Wasserbett

„Wo kommt die Luft im Wasserbett her?“ oder „Warum bildet sich Luft im Wasserbett?“ sind zwei Fragen, die man häufiger hört, wenn es um die „Inbetriebnahme“ und den „Betrieb“ eines Wasserbettes geht. Zunächst einmal ist es so, dass Luft bereits beim Befüllen des Bettes im Wasser enthalten sein kann (hier gibt es regional große Unterschiede). Diese Luft löst sich mit der Zeit aus dem Wasser und sorgt dafür, dass das Wasserbett gluckert oder blubbert und dass sich die gebotenen Liegeeigenschaften verändern.

Ebenso bilden sich bei der Befüllung des Wasserbettes Luftbläschen, die sich zeitverzögert durch die Beruhigungsvliese der Wassermatratze „arbeiten“ und so erst später an der Oberfläche in Erscheinung treten. Bei kalkhaltigem Wasser kommt es außerdem zu einem Zerfall des Kalks, wodurch Gas entsteht, welches sich ebenfalls an der Oberfläche der Wassermatratze sammelt. Eine weitere Ursache für die Entstehung von Luft im Wasserbett kann im Befüllstutzen der Wassermatratze zu finden sein. Der Stutzen ist nämlich wasserdicht, aber nicht komplett luftdicht ausführt, weshalb Bewegungen im Bett dazu führen können, dass über den Befüllstutzen Luft in die Matratze gezogen wird. Als weiterer Grund für die Entstehung von Luft im Wasserbett sind Bakterien bzw. Bakterienaktivitäten zu nennen (siehe hierzu: Geruchsentwicklung beim Wasserbett).

Um die Luft und damit die störenden Geräusche loszuwerden, empfiehlt sich das Entlüften des Wasserbettes. Ähnlich wie bei einem Heizkörper kann man dazu die Einfüllöffnung an der Wassermatratze vorsichtig öffnen und so die Luft entweichen lassen. Alternativ bietet der Handel auch praktische Entlüfterpumpen für Wasserbetten an, die ein einfaches Entlüften ermöglichen. Bei vielen Wasserbetten gehört eine derartige Pumpe bereits zum Lieferumfang.

Die Frage danach, wie oft ein (neues) Wasserbett entlüftet werden sollte, kann man keine konkrete Antwort geben. Im Prinzip sollte das Entlüften des Wasserbettes „bedarfsorientiert“ erfolgen. Spätestens wenn der Liegekomfort durch Luft im Wasserbett beeinträchtigt wird oder gluckernde und blubbernde Geräusche des Bettes nachts den Schlaf stören, ist es Zeit zum Entlüften der Matratze.


Geruchsentwicklung beim Wasserbett

Von einem Wasserbett sollte üblicherweise kein unangenehmer Geruch ausgehen. Dennoch kann es zu einer Geruchsentwicklung kommen, der man auf den Grund gehen muss. Die Fragen, die sich hier stellen sind u.a. „Was tun, wenn das Wasserbett stinkt?“ oder „Warum riecht mein Wasserbett?“. Nachfolgend geben wir hierauf die Antworten:


Warum stinkt mein Wasserbett?

Eine Geruchsentwicklung beim Wasserbett kann einerseits entstehen, wenn sich Feuchtigkeit in der Sicherheitswanne angesammelt hat (z.B. unbemerkt „daneben gegangenes“ Wasser beim Befüllen oder Nachfüllen der Wassermatratze oder durch ein Leck bedingt) und dieses zu modern oder schimmeln begonnen hat.

Häufiger werden Gerüche bei Wasserbetten durch die Wassermatratze bzw. den Wasserkern selbst verursacht. Im Wasser befinden sich stets Keime. Zwar hilft der Conditioner dabei, ca. 99% aller Keime abzutöten, aber ein kleiner Rest bleibt immer. Zusätzliche Keime gelangen z.B. beim Nachfüllen von Wasser ins Wasserbett, sofern dieses Wasser nicht vorher abgekocht wurde. Dementsprechend können sich Bakterien und Algen in der Wassermatratze „breit“ machen, was in der Folge zum so genannten Umkippen des Wassers und damit auch zur Entstehung unangenehmer Gerüche führt.


Was tun, wenn das Wasserbett riecht?

Riecht das Wasserbett, wegen „gammeligem“ Wasser in der Sicherheitswanne, sollte das Wasser entfernt und eine gründliche Reinigung und anschließende Trocknung vorgenommen werden. Hier kann ein spezielles Reinigungsmittel mit geruchsneutralisierenden Inhaltsstoffen bei einer schnellen Behebung des „Gestanks“ helfen. Sollte ein Leck in der Wassermatratze ursächlich für das Wasser in der Sicherheitswanne sein, muss dieses selbstverständlich beseitigt werden (siehe hierzu: Wassermatratze flicken).

Ob und wie stark die Wassermatratze von Bakterien, Pilzen oder Algen „befallen“ ist, kann man leicht mit einem so genannten Dip-Test in Erfahrung bringen. Je nach Stärke des Befalls können dann spezielle Wasseraufbereitungsmittel zur Beseitigung ausgewählt und eingesetzt werden. Ist das Wasser sehr stark kontaminiert, empfiehlt sich ein Komplettaustausch des Wassers. Diese Maßnahme ist generell am effektivsten, wenn es um die Beseitigung ungewollte „Besiedelungen“ im Wasserbett geht – allerdings auch mit dem größten Aufwand verbunden. Auch wenn man sich für einen kompletten Wasseraustausch entschieden hat, sollte unbedingt ein spezieller Entkeimer in die Matratze eingegeben werden, da beim Leerlaufen-lassen des Wasserbettes nicht alle Keime bzw. Bakterien aus der Matratze herausgeschwemmt werden. Beim Einsatz von entkeimenden Mitteln zur Wasseraufbereitung sollte man sich unbedingt stets an die Angaben zur Verwendung des jeweiligen Herstellers halten. Den üblichen Wasserbetten-Conditioner sollte man meist mit etwas zeitlichem Abstand (erneut) zum Wasser dazugeben.


Wassermatratze flicken

Wassermatratzen sind üblicherweise sehr robust und wenig anfällig für Beschädigungen. Dennoch kann es – vor allem im Bereich von Schweißnähten – zu Undichtigkeiten kommen und es eine reparaturbedürftige Beschädigung kann natürlich auch z.B. bei einem Transport des Bettes auftreten.

Tritt Wasser aus der Wassermatratze aus, ist zunächst der Ort der Leckage zu ermitteln. Wird dabei eine schadhafte Schweißnaht als „Quelle“ festgestellt, sollte man vor einer Reparatur klären, ob man noch Garantie auf seinem Wasserbett hat und ob der Hersteller in diesem Fall eintritt.

Gehen wir von einem Leck aus, welches kein Garantiefall ist, so dass sich die Frage stellt: „Wie flickt man ein Wasserbett?“.

Wie bereits geschrieben, muss man zunächst herausfinden, an welcher Stelle Wasser aus der Matratze austritt. Besonders häufig sind Schweißnähte an den Ecken im Kopfbereich sowie die Vinyl-Fläche an der Sitzkante, die häufig zum Ein- und Ausstieg genutzt wird, zu finden. Bis man die beschädigte Stelle ermittelt hat, sollte man – wenn möglich – kein Wasser aus dem Bett ablassen, da sich ein Defekt bei abgelassenem Wasser noch schlechter finden lässt.

Von einem richtigen Defekt ist übrigens nur auszugehen, wenn eine größere Menge Wasser in der Sicherheitswanne vorgefunden wird. Eine leichte Feuchtigkeit oder Wassertropfen sind noch kein zuverlässiges Indiz für einen Defekt, da diese – insbesondere am Morgen – auch durch normale Kondensation/Schwitzen erklärbar sind. In diesem Fall handelt es sich allerdings nur um ganz wenig Wasser, welches meist binnen kürzester Zeit verdunstet, wenn die Wassermatratze normal temperiert ist.

In der Regel lassen sich kleine Löcher oder Schnitte leicht selbst reparieren, wobei das Prinzip ähnlich wie beim Flicken eines Planschbeckens ist. Im Handel sind dazu spezielle Wasserbetten-Reparaturkits erhältlich, die Vinyl-Leim und Vinyl-Flicken enthalten. Bei vielen Wasserbetten gehört ein Reparaturkit auch bereits zum Lieferumfang. Bei der weiteren Reparatur sollte man der Anleitung, die in der Regel dem Reparatur-Kit beiliegt folgen. Diese beinhaltet meist zunächst die Reinigung und Trocknung der betroffenen Stelle sowie die anschließende fachgerechte Verklebung des Flickens.

Auf Fahrrad-Reparaturzeug sollte man zum Flicken von Wasserbetten nicht zurückgreifen. Dieses besteht aus Produkten, die für Gummi-Reparaturen gedacht sind, welche sich deshalb nicht für die Wasserbetten-Reparatur eignen, da der Leim das Vinyl angreift und zerstört.

Wenn eine größere Beschädigung (> 2-3 cm) an der Wassermatratze festgestellt wird, sollte man diese für eine dauerhafte Reparatur in professionelle Hand geben.


Schimmel im Wasserbett

Schimmel bildet sich beim Wasserbett eher selten und wenn dann vornehmlich aufgrund von Wasseransammlungen in der Sicherheitswanne des Bettes. Was man bei Schimmel im Wasserbett tun sollte, ist unter „Was tun, wenn das Wasserbett riecht?“ nachzulesen.


Bettausstattung für Wasserbetten

Wie bei anderen Bettsystemen benötigt man auch im Wasserbett eine passende Decke, ein Kopfkissen und ein Laken, welches die Matratze bzw. die Oberplatte zusätzlich schützt und zudem einen dekorativen Effekt erfüllt. Nachfolgend erläutern wir, worauf bei der Auswahl der einzelnen Komponenten zur Bettausstattung bei Wasserbetten geachtet werden sollte:


Bettdecke im Wasserbett

Die Bettdecke im Wasserbett sollte besonders gut Feuchtigkeit aufnehmen und ableiten können.Im Gegensatz zum konventionellen Bettsystem mit Unterfederung und Matratze findet beim beheizten Wasserbett die größte Verdunstung auf der Oberfläche der Haut statt, wobei die entstehende Feuchtigkeit zu weiten Teilen von der Bettdecke aufgenommen werden muss. Dieses bedeutet, dass die Bettdecke in besonderem Maße in der Lage sein muss, Feuchtigkeit aufzunehmen und vom Körper weg nach außen zu leiten. Das klassische Oberbett mit einer Daunen- oder Federfüllung ist diesen Anforderungen kaum gewachsen, was bereits nach nur wenigen Nächten zu einem unangenehm klamm wahrgenommenen Bettklima führen kann. Ideal sind hier z.B. Microfaser-Bettdecken, die einerseits Wärme speichern können und andererseits Feuchtigkeit zuverlässig „abtransportieren“. Da die Bettdecke aufgrund der hohen Feuchtigkeitseinwirkung hygienisch stärker beansprucht wird, sollte darauf geachtet werden, dass sich die Decke bei mindestens 60°C in der Waschmaschine waschen lässt.

Für den Einsatz im Wasserbett wird kein spezielles Bettdecken-Format benötigt, so dass hier einfach auf eines der beiden Standardformate 135 x 200 cm oder 155 x 200 cm zurückgegriffen werden kann.


Kopfkissen im Wasserbett

Für Wasserbetten bieten sich flache Kissen sowie spezielle Nackenstützkissen an.Das Kopfkissen sollte für den Einsatz im Wasserbett eher flach ausfallen und auf eine ergonomische Lagerung ausgerichtet sein. Hier empfehlen sich deshalb insbesondere speziell geformte Nackenstützkissen. Wer sein Kissen optimal an seine Bedürfnisse anpassen will, kann auf ein Kissen zurückgreifen, welches sich durch Einlegeplatten individuell in der Höhe anpassen lässt.

Beim Material sollte man auf eine gute Atmungsaktivität und Feuchtigkeitsregulierung achten, da im Schlaf auch über den Kopf Feuchtigkeit abgegeben wird. Kissen mit einer Daunen- oder Federfüllung eignen sich daher weniger für die Verwendung im Wasserbett. Vom Format her, sind Kissen in 40 x 80 cm in der Regel sinnvoller als große Kopfkissen in 80 x 80 cm. Schließlich dient das Kissen in erster Linie für die ergonomische Lagerung des Kopfes sowie des Nackens und nicht als Unterlage für die Schulter.


Laken für Wasserbetten

Spannbettlaken für Wasserbetten zeichnen sich durch eine besondere Steghöhe aus.Zum zusätzlichen Schutz sowie für eine angenehmere Optik sollte die Oberplatte des Wasserbettes mit einem Laken versehen werden. Für eine bequeme Handhabung und einen guten Sitz empfiehlt es sich hier auf ein Spannbettlaken bzw. Spannbetttuch zurückzugreifen. Spannbettlaken sind in der Regel mit einem Rundum-Gummi ausgestattet, welches sicherstellt, dass das Laken auch in unruhigen Nächten sicher an Ort und Stelle bleibt.

Spannbettlaken für Wasserbetten sollten aus einem Material hergestellt sein, welches gut Feuchtigkeit aufnimmt und weiterleitet. Vorteilhaft ist außerdem ein Elasthan-Anteil, welcher das Laken elastischer und flexibler macht. Dieses vereinfacht nicht nur das Aufziehen auf die Wassermatratze bzw. über die Oberplatte, sondern wirkt sich auch förderlich auf die Matratzen-Funktion aus. Wasserbetten-Laken sollten sich zudem bei mindestens 60°C waschen lassen.

Erhältlich sind für Wasserbetten geeignete Spannbetttücher in allen gängigen Formaten in Standardlänge sowie Überlängen, welche bei Softside Wasserbetten aufgrund der eingebüßten Liegefläche durch die Schaumstoffkeile sehr verbreitet sind.

Beim Kauf eines Spannbettlakens für das Wasserbett muss man neben der Größe der Liegefläche unbedingt auf die Steghöhe achten, da diese höher als bei den meisten regulären Matratzen ausfällt. Da auch Boxspringbetten durch ihren höheren Aufbau aus Topper und Matratze Spannbetttücher mit mehr Steghöhe benötigen, lassen sich Boxspringbettlaken oft auch für das Beziehen von Wasserbettmatratzen verwenden. Entscheidend dabei ist die Steghöhe, welche ganz einfach mit einem Lineal oder Maßband an der Ecke der Wassermatratze nachgemessen werden kann. Die Frage „Warum ein Extra-Bettlaken für ein Wasserbett?“ lässt sich also damit beantworten, dass die Matratze beim Wasserbett in der Regel höher als normale Matratzen ist, weshalb reguläre Laken sich entweder gar nicht aufziehen lassen oder aber bei der Verwendung immer wieder von der Matratze rutschen.


Häufig gestellte Fragen zum Wasserbett

Im anschließenden Bereich unseres Artikels widmen wir uns häufigen Fragen zum Wasserbett, welche bislang noch nicht oder noch nicht ausreichend beantwortet wurden.


Baby im Wasserbett?

Sind Babys im Wasserbett gut aufgehoben?!Die Unterbringung von Babys in herkömmlichen Wasserbetten wird grundsätzlich eher kritisch gesehen. Es gibt allerdings einige Hersteller, die spezielle Wasserbetten für Babys anbieten. Wenn man über die Anschaffung eines Wasserbettes für sein Baby nachdenkt, sollte man sich im Vorfeld über alle Optionen und Details ausgiebig informieren.


Hält die Decke das Wasserbett aus?

Das durch die Zimmerdecke „krachende“ Wasserbett ist ein Mythos, der dazu führt, dass sich viele vor der Anschaffung fragen, ob die Decke in der Wohnung der Belastung durch ein gefülltes Wasserbett überhaupt standhält. Diese Sorge ist in der Regel unbegründet, zumindest dann, wenn die Decke statisch korrekt ausgeführt wurde und keine Baufälligkeit vorliegt. Fälle, bei denen die Decke unter der Last des Wasserbettes nachgegeben hat (siehe z.B. hier: Artikel in der Bild), sind nahezu ausschließlich auf Baumängel oder eine mangelhafte Statik zurückzuführen.

Beim Wasserbett erfolgt eine Verteilung der Last, die durch Gewichtsverteiler im Unterbau erreicht wird. Auf diese Weise wird eine Quadratmeter-Belastung (Gewichtsbelastung pro Quadratmeter) von etwa 150 kg bis 200 kg erreicht. Ein gefülltes Bücherregal, ein großes Aquarium samt Inhalt, eine besetzte Badewanne mit Füllung, ein voller Kühlschrank, ein dreisitziges Sofa im Wohnzimmer mit drei Personen darauf oder auch die Ansammlung mehrerer Personen in einem Raum muten der Decke in der Regel weitaus höhere Lasten zu.

Wer sich über den Zustand seiner Decke im Unklaren oder generell unsicher ist, sollte im Zweifelsfall vor dem Kauf und Aufstellen eines Wasserbettes unbedingt einen Baustatiker zu Rate ziehen. Dieses gilt insbesondere bei Altbauten oder wenn sich der künftige Standort des Wasserbettes auf einem Spitzboden befindet (hier gelten niedrigere Vorschriften für die Deckenlast als bei herkömmlichen Decken in Gebäuden).


Können Wasserbetten platzen?

Da es sich beim Wasserbett um ein druckloses System handelt, welches aus hochwertigen Materialien mit hoher Elastizität gefertigt wird, ist ein Platzen des Wasserbettes unter regulären Bedingungen ausgeschlossen. Wenn man es natürlich darauf ankommen lassen will und das Wasserbett immer weiter mit Wasser füllt, wird irgendwann auch das beste und flexibelste Material nachgeben und es wird zu einem Platzen der Wassermatratze bzw. einem Reißen der Schweißnähte kommen. In der ZDF-Sendung „Nicht nachmachen“ mit Wigald Boning und Bernhard Hoëcker wurde in der zweiten Folge ein Wasserbett mit der vierfachen (!) Menge an Wasser gefüllt. Geplatzt ist das Bett bzw. der Wasserkern dennoch nicht, so dass Herr Boning den Kern „anstechen“ musste, um das Wasser wieder aus der Matratze entweichen zu lassen.

Mit normaler Füllung platzt oder reißt eine Wassermatratze allerdings nicht. Wenn Sie sich bei geöffnetem Füllstutzen auf die Matratze setzen, wird allenfalls ganz wenig Wasser austreten können. Sollte es zu einer Beschädigung der Wassermatratzen-Oberfläche kommen, was sehr unwahrscheinlich ist, wird das Wasser in der Regel nur sehr langsam aus der Matratze rinnen und sich dann in der Sicherheitswanne des Bettes sammeln. Die Gefahr von Feuchtigkeitsschäden ist also kaum gegeben.

Hochwertige Wasserbetten sind üblicherweise sehr unempfindlich, so dass man sich auch keine Gedanken hinsichtlich eines Platzens oder Naht-Risses machen muss, wenn Haustiere auf das Bett springen oder die Kinder Mama und Papas Wasserbett als „Trampolin“ missbrauchen.


Machen Wasserbetten Geräusche?

Regulär machen Wasserbetten keine Geräusche. Es kann jedoch durch Luft in der Wassermatratze zu einem Blubbern oder Gluckern kommen, welches im Rahmen eines fachgerechten Aufbaus und einer anschließenden Entlüftung bzw. durch nachträgliches Entlüften allerdings leicht zu beheben ist (siehe hierzu: Luft im Wasserbett).

Wenn sich die Frage „Warum quietscht mein Wasserbett?“ stellt, ist zunächst zu klären, ob es sich um ein freistehendes oder eingebautes Wasserbett handelt. Bei einem freistehenden Wasserbett, welches fachgerecht aufgebaut wurde, ist ein Quietschen normal ausgeschlossen. Wurde das Wasserbett in ein reguläres Bettgestell integriert, sollte man sich auf die Suche nach dem Ursprung der Geräuschentwicklung machen. Gibt es Beschläge z.B. Verbindungswinkel, die nicht korrekt fixiert sind? Kann sonst irgendetwas im Bett in Bewegung geraten, was eigentlich unbewegt sein sollte? Bei der Klärung hilft nur etwas Geduld und „Forschung“, eine pauschale Antwort bzw. Problemlösung kann an dieser Stelle nicht gegeben werden.


Rückenschmerzen im Wasserbett?

Wasserbetten sind für viele von Rückenschmerzen geplagte Menschen eine Wohltat (siehe auch: Wasserbett bei Rückenschmerzen). Es gibt jedoch auch die Kehrseite, so dass sich einige Wasserbettnutzer Fragen wie „Warum bekomme ich im Wasserbett Rückenschmerzen?“ oder „Was tun bei Rückenschmerzen im Wasserbett?“ stellen.

Wenn durch das Wasserbett Rückenschmerzen verursacht werden, sollte man zunächst nachschauen, ob die Wassermatratze bzw. die Füllung der Wassermatratze optimal auf den eigenen Körper zugeschnitten ist. Dazu sollte man sich seitlich auf die Matratze legen. Jetzt sollten Schulter und Becken in die Oberfläche der Wassermatratze einsinken und der Rippenbogen vom Wasser gestützt werden. Betrachtet nun eine andere Person die rückseitige Ansicht, sollte sich gedanklich eine gerade Linie über die Wirbelsäule ziehen lassen, die sich vom ersten Halswirbel bis zum letzten Steiß-Wirbel erstreckt. Liegt die Wirbelsäule nicht derartig gerade, so ist die Ursache für die Rückenschmerzen gefunden und es sollte eine Korrektur der Füllmenge der Wassermatratze erfolgen.

Passt die Abstimmung der Wassermatratze (gerade Linie durch die Wirbelsäule in Seitenlage), sollte man ggf. einen Arzt hinzuziehen, um die Ursache der Rückenschmerzen weiter zu ergründen. Unter Umständen trägt dann gar nicht das Wasserbett Schuld an den Schmerzerscheinungen. Wer dennoch mit dem Wasserbett hadert, sollte sich hier noch einmal in die Hände einer kompetenten Fachberatung begeben, um mögliche Hintergründe genauer zu erforschen und ggf. zu klären bzw. für Abhilfe zu sorgen.


Schwanger im Wasserbett?

Wasserbetten eignen sich ideal für Schwangere.Mit fortschreitender Schwangerschaft wird bei den meisten werdenden Müttern die Beweglichkeit im Alltag mehr und mehr eingeschränkt. Dieses wirkt sich auch vielfach auf den Schlaf aus, da kaum noch eine angenehme Schlafposition gefunden werden kann und es in der Folge oft zu Muskelverspannungen sowie Rückenschmerzen kommt. Große Probleme bereitet Schwangeren zudem oft ein gereizter Ischiasnerv.

Die Suche nach einer bequemen und gesunden Schlafposition ist für Schwangere in einem herkömmlichen Bettsystem oft eine Herausforderung: Auf dem Rücken sollen Schwangere ab einem gewissen Schwangerschaftsmonat nicht mehr schlafen, weil durch das heranwachsende Baby mit seinem nicht mehr zu unterschätzenden Gewicht in dieser Lage ungünstig auf die Blutgefäße der Mutter drücken kann. Die seitliche Schlafposition führt hingegen – gerade im letzten Schwangerschaftsdrittel – oft zu vermehrten Rückenschmerzen, so dass im Grunde nur noch der Schlaf in Bauchlage als geeignete Lösung erscheint. In einem normalen Bett mit konventioneller Matratze ist ein Schlafen auf dem Bauch für Schwangere aber nahezu unmöglich, da dabei ein sehr großer Druck auf den Bauch und damit auch auf das ungeborene Kind im Mutterleib entsteht.

Beim Wasserbett ist es allerdings so, dass selbst hochschwangere Frauen problemlos in Bauchlage liegen und schlafen können. Dieses wird durch die sanfte Nachgiebigkeit der Wassermatratze sowie einer gleichmäßigen Druckverteilung möglich. Werdende Mütter sind also in einem Wasserbett optimal aufgehoben, da sie hier eine ebenso gute Stützung wie Entlastung erfahren. Eine entspannte Schlafhaltung begünstigt dann auch wieder eine bestmögliche Erholung.

Auch die Wärme, die ein beheiztes Wasserbett vermittelt, hat positive Effekte auf das Wohlbefinden der werdenden Mutter, weil sich die Muskulatur damit optimal entspannen kann und auch eine Regeneration des vegetativen Nervensystems möglich ist.

Weitere Informationen rund um Schwangerschaft und Schlaf im Betten.de Schlafmagazin:


Schwitzt man im Wasserbett?

Im Wasserbett schwitzt man normal nicht mehr oder weniger wie in jedem anderen gut auf die eigenen Anforderungen zugeschnittenen Schlafsystem auch. Da im Wasserbett die Möglichkeit zur aktiven Temperatur- bzw. Wärmeregulation über die Heizung besteht, kann man durch Wahl einer zu den eigenen Bedürfnissen passenden Temperatur das Schwitzen weitgehend reduzieren. Die aufsteigende Wärme sorgt beim Wasserbett dafür, dass die Feuchtigkeit nach oben „abgeleitet“ wird, weshalb es keine „Ablagerungen“ wie bei herkömmlichen Matratzen gibt.

Damit die Feuchtigkeit „abziehen“ kann, sollte die Wassermatratze jeden Tag kurz belüftet werden (Entfernung von Bettdecke und Kissen).

Wer in seinem Wasserbett schwitzt bzw. übermäßig ins Schwitzen kommt, sollte zunächst die an der Heizung eingestellte Temperatur überprüfen und ggf. herunterregulieren oder auch hochregulieren (siehe hierzu: Temperatur im Wasserbett?). Daneben kann es weitere Faktoren geben, die in Verbindung mit dem beheizten Wasserbett oder auch unabhängig davon für eine vermehrte Schweißproduktion sorgen können. Dazu können z.B. ein falsches Raumklima oder eine falsch gewählte Bettdecke gehören.

Weitere Informationen rund ums Schwitzen im Schlaf im Betten.de Schlafmagazin:


Seekrank im Wasserbett?

Seekrankheit

Die Seekrankheit gehört zu den Reise- bzw. Bewegungskrankheiten. In Erscheinung treten die körperlichen Symptome einer Seekrankheit, zu denen u.a. Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit bis hin zum Erbrechen zählen, wenn der Körper ungewohnten Bewegungen ausgesetzt ist. Auch wenn, von Seekrankheit die Rede ist, kann man durchaus auch an Land sowie in der Luft „seekrank“ werden. Es kommt dabei zu einem Widerspruch der Wahrnehmungen des Gleichgewichtsorgans im Ohr und der Sinneseindrücke, was vom Gehirn nicht richtig verarbeitet werden kann.

Für weitere Informationen zur Seekrankheit:
Interessantes pdf von Dr. med. Jens Kohfahl zur Seekrankheit

Da die Seekrankheit in erster Linie mit Wasser in Verbindung gebracht wird, ist es nachvollziehbar, dass sich viele Menschen fragen: „Wird man in einem Wasserbett seekrank?“ Die beruhigende Antwort darauf lautet, dass es bislang keinen einzigen bekannten Fall einer durch ein Wasserbett verursachten Seekrankheit gibt.

Selbstverständlich benötigt der Körper einige Zeit, um sich an die neue Schlafsituation im Wasserbett zu gewöhnen. Aber er ist durchaus in der Lage sich durch sensorische Adaption auf die neuen Liegeumstände im Wasserbett einzustellen. Wer befürchtet, auf einem stark bewegten Wasserbett weniger gut zurecht zu kommen, sollte sich für eine hohe Beruhigungsstufe entscheiden. Bei einem F10 Wasserbett sind in diesem Zusammenhang so gut wie keine Wasserbewegungen mehr wahrnehmbar.


Strom im Bett?

Wer elektromagnetische Felder während des Schlafs vermeiden will oder sich einfach unwohl fühlt, wenn er an eine mit Strom betriebene Heizung unter einem Wasserbehälter denkt (Sorge ist unbegründet, da Stromunfälle mit einem Wasserbett nahezu ausgeschlossen sind), der kann die Wasserbetten-Heizung vor dem Schlafengehen abschalten bzw. vom Stromnetz trennen. Bei Heizsystemen, die über eine zeitgesteuerte Netzfreischaltung verfügen, vollzieht sich diese Trennung automatisch.

Wenn das Wasserbett für 12 Stunden ohne Heizung ist, senkt sich seine Temperatur lediglich um etwa 0,5°C bis 0,75°C ab, was kaum wahrnehmbar ist, so dass keine Nachteile entstehen, wenn die Heizung über Nacht außer Betrieb genommen wird.


Umzug mit Wasserbett?

Generell fällt ein Umzug mit einem Wasserbett etwas aufwändiger als mit einem regulären Bettsystem aus. Vor der Demontage des Bettes muss zunächst die Wassermatratze entleert werden (siehe hierzu: Wie baut man ein Wasserbett ab?). Nach dem Abbau des Wasserbettes muss insbesondere beim Transportieren der Wassermatratze – je nach Ausführung auch nach der Entleerung noch relativ schwer und unhandlich – darauf geachtet werden, dass es zu keiner Beschädigung kommt.

Viele Anbieter von Wasserbetten bieten nicht nur einen Aufbauservice für das gekaufte Wasserbett sondern auch einen Umzugsservice an, welcher den fachgerechten Abbau, Transport und Wiederaufbau des Bettes umfasst. Diese Serviceangebote sind häufig relativ günstig kalkuliert, so dass man sich gut überlegen sollte, ob man sein Wasserbett auf eigenes Risiko umziehen will oder lieber in erfahrene Fachleute investiert. Überlässt man den Wasserbett Umzug Dritten, kann man sich während dieser Zeit zudem anderen Umzugs- oder Transportaufgaben widmen.


Unterhaltskosten für ein Wasserbett?

Bei der „Erst-Inbetriebnahme“ des Wasserbettes entstehen zunächst Kosten durch die Wasserfüllung. Wie hoch diese ausfallen, hängt von der Größe des Wasserbettes bzw. dem Volumen der Wassermatratze und damit von der Füllmenge ab. Da das Wasser bei richtiger Pflege nicht getauscht werden muss, gehört dieses zu den Einmalkosten – es sei denn es kommt zu einem Umzug oder einem Umstellen des Wasserbettes.

Bei den Unterhaltskosten für das Wasserbett fallen die Kosten für den Strom der Heizung meist am höchsten aus.Für den Unterhalt des Wasserbettes bzw. die Unterhaltskosten sind in erster Linie die Stromkosten relevant, die sich durch den Betrieb der Heizung ergeben. Die Heizung eines Wasserbettes ist durchschnittlich ungefähr drei Stunden am Tag in Betrieb, um die Temperatur des Bettes auf dem gewünschten Level zu halten. Beim ersten „Aufheizen“ des Bettes benötigt die Heizung selbstverständlich länger, um die gewünschte Temperatur erstmalig zu erreichen (diese Kosten lassen wir unberücksichtigt). Bleiben wir also bei den angenommenen drei Betriebsstunden pro Tag, die die Heizung des Wasserbettes im Jahresdurchschnitt erreicht. Gehen wir weiterhin von einem Wasserbett mit Dual-System – sprich mit zwei Wassermatratzen und zwei Heizsystemen – und davon, dass ein Heizsystem eine Leistung von 250W (500W für beide) aufweist, aus. Dann ergeben sich folgende Berechnungen für den Stromverbrauch und die damit verbundenen Energiekosten:

500W x 3h Betriebsstunden = 1500Wh bzw. 1,5kWh

1,5kWh werden derzeit mit ca. 0,42€ abgerechnet.

0,42€ x 360 Tage = 151,20€

Laut unserer Rechnung liegt der Stromverbrauch für das beispielhafte Dual-Wasserbett mit zwei Heizsystemen mit jeweils 250W bei etwa 540kWh, wodurch Stromkosten von 151,20€ pro Jahr oder circa 12,60€ pro Monat verursacht werden.

Wie hoch die monatlichen Stromkosten für ein Wasserbett ausfallen, hängt also von der Leistung der Heizung bzw. der Heizungen sowie deren Betriebsdauer ab. Man kann selbst aktiv etwas daran tun, dass sich diese Kosten soweit wie möglich in Grenzen halten. Es ist grundsätzlich wichtig, dass die Wassermatratze täglich gelüftet wird (Entfernung bzw. Zurückschlagen der Bettdecke). Ebenso selbstverständlich sollte ein Lüften des Schlafzimmers sein. Verbindet man diese beiden „Pflegemaßnahmen“ miteinander, in dem man morgens nach dem Aufstehen gut durchlüftet und die Wassermatratze frei legt, um dann anschließend das Bett zu machen (Bettdecke wieder komplett über der Wassermatratze) und das Fenster zu schließen, schafft man beste Voraussetzungen dafür, dass sich die Heizung „nicht übermäßig anstrengen“ muss, um die Temperatur zu halten. Lässt man hingegen das Fenster den ganzen Tag über offen und schmeißt das Bettzeug am besten noch auf den Boden, wird sich die Wasserbetten-Heizung nach bestem Können bemühen, das Bett auf Temperatur zu bringen und diese zu halten, wobei gleich auch noch die Umgebung von der Heizleistung profitiert. Verfährt man regelmäßig so, kann es am Ende eine böse Überraschung geben, wenn die jährliche Stromabrechnung ins Haus „flattert“.

Zusätzlich zu den Stromkosten sollte man noch die Kosten für den Conditioner (einmal pro Jahr um die zehn Euro) sowie ggf. für die Reinigung der Oberplatte bzw. des Wassermatratzen-Bezuges einrechnen (ca. viermal pro Jahr etwa 25,00€ bis 30,00€). Wenn die Oberplatte so beschaffen ist, dass sie in der heimischen Waschmaschine gereinigt werden kann, reduzieren sich die Kosten selbstverständlich.


Wasserbett bei Übergewicht?

Viele übergewichtige Menschen haben Probleme mit dem Rücken oder den Gelenken. Wasserbetten bieten sich bei derartigen Schmerzzuständen als ideale Schlafunterlage an. Mit einem konkret auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnittenen Wasserbett, welches auf eine höhere Belastung ausgelegt ist, können Übergewichtige ihre Schlafqualität verbessern. Welches Bett in welchem Fall die optimale Lösung ist, ist individuell ganz verschieden, so dass man sich hier unbedingt fachkompetent bei der Auswahl beraten lassen sollte. Ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die korrekte Füllmenge des Wasserbettes, um gleichermaßen einem Durchhängen (siehe hierzu: Wasserbett zu weich?) wie einem Aufliegen (siehe hierzu: Wasserbett zu hart?) vorzubeugen.


Wasserbett für jedermann?

Wenn Wasserbetten aufgrund ihrer positiven Eigenschaften und der vielen gebotenen Vorteile so empfehlenswert sind, muss man doch davon ausgehen können, dass es sich hierbei um Schlafsysteme für jedermann handelt, oder nicht?! Hier lautet die Antwort ganz klar, dass es das eine Schlafsystem nicht gibt. Dafür sind die individuellen Unterschiede sowie die an eine Schlafunterlage gestellten Wünsche und Anforderungen einfach zu groß. Wasserbetten sind eine gute Lösung, aber eben nicht die einzige und eben auch kein „Allheilmittel“ für jedermann.

Wer sich also nach vielen Nächten in einem optimal auf ihn abgestimmten Wasserbett einfach nicht daran gewöhnen kann und nicht in den Schlaf findet bzw. keinen erholsamen Schlaf bekommt, der sollte den Weg zurück zu einem konventionellen Bett mit Lattenrost oder Boxspring und Matratze gehen. Wichtig ist allerdings, dass man sich wirklich etwas Zeit genommen bzw. gegeben hat, weil der Umstieg auf ein Wasserbett mit einem gewissen Gewöhnungsprozess verbunden ist.

Wie lange man braucht, um sich an ein Wasserbett zu gewöhnen, fällt individuell verschieden aus. Es gibt Menschen, die sich direkt an ein neues Schlaferlebnis gewöhnen und sich sofort entspannen können und Menschen, die durchaus mehrere Wochen bis hin zu einem Vierteljahr benötigen, bis sie sich vollends daran gewöhnt haben.


Wasserbett für Kinder?

Für Kinder und Jugendliche sind Wasserbetten sehr geeignete Schlafstätten.Die positiven Eigenschaften des Schwebeschlafs im Wasserbett sollen sich Studien zufolge auch günstig auf die Entwicklung von Kindern auswirken, so dass ein Wasserbett durchaus als Schlaflösung für Kinder empfohlen werden kann. Wenn das Wasserbett optimal auf das Kind oder den Jugendlichen abgestimmt ist, wirkt sich die damit gegebene ergonomisch korrekte Lagerung der Wirbelsäule positiv aus. Auch bei Kindern ist nachgewiesen worden, dass diese im Wasserbett von längeren Schlafphasen und damit einem erholsameren Schlaf profitieren.


Wasserbett für Senioren?

Ein gut abgestimmtes Wasserbett kann älteren Menschen zu einem besseren Schlaf verhelfen.Für ältere Menschen kann ein auf die jeweiligen individuellen Bedürfnisse abgestimmtes Wasserbett eine sehr gute Schlaflösung sein. Dabei eignen sich die **Hardside Wasserbetten** aufgrund des schwierigeren Einstiegs bzw. Ausstiegs eher weniger. Zu empfehlen ist also entsprechend ein Softside oder Inside Modell. Die Wahl einer Wassermatratze mit integrierter Beckenstütze (Lumbar) vereinfacht die Nutzung des Bettes zusätzlich.

Teilen sich zwei Personen in fortgeschrittenem Alter ein Wasserbett, sollte unbedingt ein Dual-System gewählt werden, damit beide Bettseiten unabhängig konfiguriert (Beruhigung, Härte, Temperatur) werden können und gegenseitige Störungen während der Nacht weitgehend ausgeschlossen sind.


Wasserbett und Mietwohnung?

Bei einem Wasserbett handelt es sich grundsätzlich um ein Möbelstück wie jedes andere, dennoch werden hier oft Unterschiede gesehen und gemacht. So stellt sich beispielsweise häufig die Frage, ob man ohne weiteres ein Wasserbett in einer Mietwohnung aufstellen kann oder ob man hierfür eine besondere Genehmigung durch den Vermieter benötigt. Normalerweise braucht man keine gesonderte Erlaubnis von seinem Vermieter, wenn man seine Wohnung mit einem Wasserbett ausstatten will. Dennoch kann es sinnvoll sein, im Vorfeld das Gespräch mit dem Vermieter zu suchen, um z.B. vorab statische Fragen zu klären (siehe hierzu: Hält die Decke das Wasserbett aus?).

Wichtig ist, dass man – unabhängig von den Wünschen des Vermieters – mit seiner Hausratversicherung klärt, dass ein etwaiger durch das Wasserbett verursachter Schaden übernommen wird (siehe hierzu: Wie Wasserbett versichern?).

Ende 1992 wurde vor dem Amtsgericht Herne ein Fall verhandelt, bei dem ein Vermieter seinen Mieter gerichtlich zur Abschaffung seines Wasserbettes bewegen wollte. Das Gericht entschied zu Gunsten des Mieters (Klicken Sie hier für das Urteil).


Wasserbett zu hart?

Grundsätzlich ist das Medium Wasser immer gleich hart oder weich, wenn man jedoch den Eindruck hat, dass man bei seinem Wasserbett auf einer zu harten Schlafunterlage liegt, kann dieses mit einer zu großen Füllmenge zusammenhängen. Wenn sich zu viel Wasser – bezogen auf das Körpergewicht des Nutzers – in der Matratze befindet, kommt es z.B. in Seitenlage dazu, dass der Körper im Bereich des Beckens nicht ausreichend einsinken kann. Die Wirbelsäule wird dementsprechend aus ihrer Form gebracht (nach oben gewölbt), was schmerzhafte Konsequenzen haben kann und den Schlaf bzw. die Schlafqualität negativ beeinträchtigt. Empfindet man die Wassermatratze zu hart, sollte man also zunächst die Matratzen-Füllung prüfen und ggf. Wasser ablassen.

Sollte die wahrgenommene Härte des Wasserbettes nicht auf den Füllstand der Matratze zurückzuführen sein, kann diese auch mit der gewählten Beruhigungsstufe des Wasserbettes zusammenhängen. Fühlt man sich trotz optimaler Wasserfüllung weiterhin unwohl bzw. zu hart gebettet, ist zu überlegen, ob man in eine weniger beruhigte Matratze investiert, die den eigenen Liegewünschen dann wahrscheinlich eher entgegenkommt.


Wasserbett zu weich?

Wird das Wasserbett als zu weich empfunden, kann dieses mit einer zu geringen Füllung der Wassermatratze zusammenhängen. Dieses lässt sich leicht überprüfen, da es bei zu wenig Wasser zu einem Durchhängen der Wirbelsäule kommt. Im schlimmsten Fall sinkt man komplett durch und spürt sogar die harte Bodenplatte unter seinem Körper. Hier lässt sich Abhilfe schaffen, indem man die Wasserfüllung korrigiert bzw. Wasser nachfüllt und dabei darauf achtet, dass die neue Füllmenge zu den Anforderungen des eigenen Körpers passt.

Lässt sich kein Zusammenhang zwischen einer zu geringen Füllung der Wassermatratze und der als zu weich empfundenen Schlafunterlage herstellen, kann die Ursache darin zu finden sein, dass das Bett für die eigenen Liegewünsche zu wenig beruhigt ist. Um den Liegekomfort in diesem Fall zu verbessern, kann die Investition in einer stärker beruhigten Wassermatratze sinnvoll sein.


Welche Temperatur im Wasserbett?

Herkömmliche Bettsysteme mit Unterfederung und Matratze sowie Bettdecke und Kissen sind in der Lage, Wärme aufzunehmen, zu speichern und wieder abzugeben. Diese Wärme erzeugt zumeist unser Körper selbst. Unser Körper vermag es allerdings nicht ein Wasserbett bzw. das enthaltene Wasser auf eine für uns angenehme Temperatur zu bringen, so dass eine zusätzliche Heizung erforderlich ist (siehe hierzu: Wasserbetten-Heizung).

Das Wasserbett wird also mithilfe einer Heizung so erwärmt, dass dem Körper keine Wärme entzogen wird und man nicht im Bett frieren muss. Eine generelle Antwort auf Fragen wie „Wie viel Grad muss ein Wasserbett haben?“, „Wie hoch sollte die Temperatur im Wasserbett sein?“ oder „Was ist die optimale Temperatur für ein Wasserbett?“ gibt es nicht. Hier spielen auch subjektive Faktoren eine Rolle, wobei man als Richtwert die Temperatur der Hautoberfläche nehmen kann. Diese variiert in Abhängigkeit vom Hauttyp zwischen 28°C und 31,5°C.

Wenn die Temperatur im Wasserbett perfekt auf die Temperatur der Hautoberfläche abgestimmt wird, wird das Bett zu einer neutralen Zone. Der Körper kann in diesem Umfeld seine Temperatur mühelos halten ohne dass ein Wärme- bzw. Energieausgleich zwischen ihm und dem Bett erforderlich ist.

Bei Wasserbetten mit Dual-System – also mit zwei Wassermatratzen – gibt es auch zwei Heizsysteme, so dass jede Bettseite individuell in der Temperatur eingestellt werden kann.

Sollte man im Wasserbett schwitzen, bedeutet dieses übrigens nicht zwangsläufig, dass die Temperatur zu hoch eingestellt ist. Es kann genauso sein, dass eine bezogen auf die Temperatur der eigenen Hautoberfläche zu niedrig gewählte Temperatur ursächlich für das vermehrte Schwitzen ist. Ist das Wasserbett nämlich zu niedrig temperiert, bedingt dieses, dass dem Körper Wärme entzogen wird. Dieser Wärmeentzug „gefällt“ dem Körper allerdings nicht, weil er bestrebt ist, seine Temperatur zu halten. Aus diesem Grund beginnt der Körper Wärme zu produzieren und das in hohem Maße, was wiederum zum Schwitzen führt. Geht man in diesem Fall fälschlich davon aus, dass das Bett viel zu warm eingestellt ist und senkt die Heiztemperatur weiter, wird dieses nur noch mehr Schwitzen und Unbehagen nach sich ziehen. Bei der Regulierung der Temperatur im Wasserbett sollte man deshalb sehr sorgsam vorgehen und bei Ursache und Wirkung genau differenzieren.

Wenn es im Sommer sehr heiß ist, kann man die Heizung des Wasserbettes auch abstellen. Dieses hilft die Unterhaltskosten zu senken und kann während dieser Zeit helfen, besser und erholt durch die Nacht zu kommen.


Wie baut man ein Wasserbett ab?

Bevor man sich an den Abbau des Wasserbettes macht, um dieses z.B. für einen Umzug oder ein Umstellen innerhalb der Wohnung vorzubereiten, sollte man zunächst die Heizung vom Netz trennen. Anschließend sollte man, soweit noch nicht geschehen, das Bettzeug vom Bett nehmen und die Oberplatte entfernen.

Nun geht es um die alles-entscheidende Frage „Wie bekomme ich das Wasser aus dem Wasserbett?“ Die Antwort ist gar nicht so schwer. Man braucht dazu nur einen Schlauch und im Idealfall eine Vakuumpumpe (kann bei den meisten Wasserbetten-Händlern auch günstig geliehen werden). Bevor der Schlauch in die Wassermatratze eingeführt wird, sollte er unbedingt innen und außen desinfiziert werden, damit die Matratze im Inneren nicht unnötig mit Keimen belastet wird.

Der Schlauch sollte nach der Desinfektion etwa auf einer Länge von 40 cm bis 50 cm in die Wassermatratze eingeschoben werden. Danach kann man das Wasser mithilfe der Vakuumpumpe aus dem Wasserkern fördern (anderes Schlauchende am besten in Waschbecken, Dusche oder Badewanne zwecks einfachem Abfluss legen). Sollte keine Vakuumpumpe zur Hand sein, kann das Wasser auch über den Schlauch mit dem Mund angesaugt werden.

Man sollte unbedingt darauf achten, dass sowohl das Schlauchende, wo das Wasser abfließt, als auch der Schlauch in der Wassermatratze sicher fixiert sind, damit es zu keiner „Überschwemmung“ kommt.

Der Vorteil beim Einsatz einer Vakuumpumpe zum Abbau des Wasserbettes besteht darin, dass diese nicht nur das Wasser sondern auch die Luft ansaugt. Dieses trägt dazu bei, dass sich die Vliese bzw. Beruhigungselemente im Inneren der Wassermatratze schlechter verschieben können.

Wenn das Wasser komplett aus der Matratze abgelassen ist, kann man sich daran machen, die Wassermatratze zusammenzurollen. Dazu geht man am besten so vor, dass man die Matratze vom Kopfende zum Fußende hin aufrollt. Wichtig ist, hierbei gewissenhaft vorzugehen, damit sich die Beruhigungselemente in der Matratze durch das Aufrollen nicht verschieben.

Hat man die Wassermatratze schließlich aufgerollt, empfiehlt es sich, sie zum Schutz in eine oder mehrere Decken zu wickeln. Für einen sicheren Transport ist es gut, wenn man einen Karton in passendem Format bereitstehen hat.

Nachdem die Wassermatratze entleert, gerollt und sicher verpackt ist, kann man sich daran machen, die restlichen Komponenten des Wasserbettes zu demontieren. Weiter geht es zunächst mit der Sicherheitswanne bzw. Sicherheitsfolie. Diese sollte man ggf. noch einmal reinigen und danach ordentlich zusammenlegen. Wenn noch Platz im Karton mit der Wassermatratze ist, ist die Sicherheitsfolie dort gut aufgehoben.

Anschließend kann man die Heizung oder die Heizungen entnehmen und einpacken. Nun können bei einem Softside Wasserbett die Schaumstoffelemente des Rahmens abgenommen werden. Anschließend ist noch die Bodenplatte zu entfernen, bevor man schließlich die Gewichtsverteiler aus dem Sockel entnimmt und ggf. den Sockel des Wasserbettes auseinander baut.

Wenn man ein in einen herkömmlichen Bettrahmen integriertes Wasserbett hat, muss das Bettgestell natürlich auch entsprechend abgebaut werden. Meistens kann man dieses bereits vor dem Abbau des eigentlichen Wasserbettes erledigen.

Wer auf der sicheren Seite stehen will, kann sich das Wasserbett auch von fachmännischer Hand abbauen lassen. Viele Anbieter von Wasserbetten bieten dieses als Serviceleistung auch unabhängig von einem Umzug an.


Wie baut man ein Wasserbett auf?

Wer sich ein neues Wasserbett anschafft, lässt sich dieses in der Regel vom Händler in seinem Schlafzimmer aufbauen. Dieses hat u.a. den Vorteil, dass die aufbauenden Spezialisten auch gleich geschult sind, was die optimale Füllmenge der Wassermatratze angeht, so dass man relativ schnell ein nutzbares, gut eingestelltes Wasserbett zur Verfügung hat, wenn man bei der Befüllung gleich warmes also temperiertes Wasser einlaufen lässt. Wird kaltes Wasser eingefüllt, muss man natürlich warten, bis die Wasserbettheizung dieses auf angenehme Verhältnisse gebracht hat, was je nach Temperatur des Wassers und Heizleistung einige Tage lang dauern kann.

Möchte man dennoch sein Wasserbett selbst aufbauen, sollte man sich an die Aufbauanleitung des Herstellers halten. Liegt diese nicht (mehr) vor, kann man sich grob an folgender Vorgehensweise orientieren, wobei wir von einem reinen Softside Wasserbett ohne zusätzliches Bettgestell ausgehen:

Zunächst muss der untere Sockel montiert werden. Anschließend werden die Gewichtsverteiler (meist kreuzförmig) zusammengesteckt oder geschraubt und im Sockel platziert. Danach kann man die Bodenplatte auflegen und ggf. zusätzlich mit Winkeln oder Schrauben fixieren. Die Bodenplatte steht meist ca. 10 Zentimeter über dem Sockel-Unterbau heraus.

Je nach Wasserbettsystem empfiehlt es sich jetzt den unteren Teil des Bezuges bzw. der Oberplatte auf die Bodenplatte zu legen (ggf. vorher den oberen Bezugsteil bzw. die oberen Bezugsteile, die die eigentliche Liegefläche bilden, entfernen). Nun können die keilförmigen Schaumstoffelemente des Softside Rahmen im Bezug auf der Bodenplatte positioniert werden.

Nun wird die Heizung auf der Bodenplatte platziert, bevor die Sicherheitsfolie/Sicherheitswanne ausgelegt wird. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass das Kabel der Heizung so geführt wird, dass eine Stromversorgung hergestellt werden kann. Der analoge oder digitale Regler der Heizung sollte sich selbstverständlich an einer leicht zugänglichen Stelle befinden.

Wenn die Heizung richtig liegt, kann die Sicherheitsfolie ausgebreitet und um die Schaumstoffkeile gezogen werden. Dabei sollte man darauf achten, dass sie richtig an den Kanten und Ecken fixiert wird. Danach kann man den unteren Bezugsteil hochziehen, um die Sicherheitsfolie optisch zu verbergen. Nun kann der Wasserkern bzw. die Wassermatratze eingelegt und befüllt werden. Wenn man ein Doppel-Wasserbett mit Dual-System hat, muss vor dem Befüllen noch die so genannte Thermowand zwischen die beiden Wasserkerne eingesetzt werden.

Für das Befüllen des Wasserbettes eignet sich ein herkömmlicher Gartenschlauch, der einfach an einen Wasseranschluss im Haus angeschlossen wird. Vor der Verwendung sollte er von innen und außen desinfiziert werden, um eine Verunreinigung der Wassermatratze zu vermeiden. Der Schlauch sollte ca. 40 cm bis 50 cm in die Matratze eingeführt werden. Zur Befüllung empfiehlt sich warmes Wasser, damit man nicht tagelang darauf warten muss, dass das Wasserbett auf Temperatur ist. Das Wasser sollte allerdings auch nicht heiß eingefüllt werden, weil die gute Isolierung beim Wasserbett verhindert, dass sich das Wasser zu schnell auskühlt. Bei einer heißen Füllung wäre das Bett entsprechend über Tage, wenn nicht Wochen viel zu warm für einen erholsamen Schlaf. Wegen der richtigen Füllmenge, empfehlen wir die Lektüre von „Wie voll muss ein Wasserbett sein?“.


Wie belastbar sind Wasserbetten?

Hochwertige Wasserbetten sind sehr widerstandsfähig. Sie sind robust für eine lange Lebensdauer konzipiert und lassen sich normal weder von Haustieren noch von tobenden Kindern beeindrucken. Wasserbetten sind zudem aufgrund ihrer Konstruktion auch optimal als Betten für übergewichtige Personen geeignet.

Moderne Wasserbetten in hochwertiger Ausführung sind so belastbar, dass sie von Panzern überfahren oder von Elefanten besetzt werden können, ohne kaputt zu gehen.Wie viel Wasserbetten aushalten, ist schon häufiger auf die Probe gestellt worden. So kursieren im Web zahlreiche Fotos auf denen Elefanten ihr nicht ganz schmal ausfallendes Gesäß auf einer Wasserbettmatratze „geparkt“ haben oder Bilder, die dokumentieren, dass ein Wasserbett selbst dann nicht nachgibt, wenn es von einem massiven Panzer überrollt wird.


Wie voll muss ein Wasserbett sein?

Die Füllmenge des Wasserbettes ist entscheidend für den gebotenen Liege- bzw. Schlafkomfort. Sie hängt insbesondere vom Körpergewicht des Nutzers ab. Zur Berechnung der optimalen Füllmenge von Wassermatratzen gibt es die Faustformel: Volumen (der Wassermatratze) abzüglich des halben Körpergewichts (vom Nutzer).

Ein kleines Beispiel dazu: Gehen wir von einem rechteckigen Behälter mit einem Maß von 90 cm x 200 cm und einer Höhe von 23 cm aus. Dieser hat ein Volumen von 414 Litern (Länge x Breite x Höhe). Bringt der zukünftige Verwender des Wasserbettes ein Gewicht von 70 kg auf die Waage, müssen die 414 Liter um 35 (50% von 70 kg) reduziert werden. Dementsprechend müsste unsere beispielhafte Wassermatratze für einen Benutzer mit 70 kg Körpergewicht mit ca. 379 Litern Wasser gefüllt werden.

Wenn man die Erstfüllung des Wasserbettes anhand der „Faustformel-Berechnung“ vorgenommen hat, kann man prüfen, ob das Wasserbett so bereits 100% richtig eingestellt ist, in dem sich der zukünftige Nutzer in Seitenlage auf die Wassermatratze legt. Zeigt sich bei dieser Liegeprobe die Wirbelsäule in gerader Linie (vom Halswirbel bis zum Steißbein), ist die Wassermatratze optimal befüllt.


Wie groß sollte ein Wasserbett sein?

Wenn man sich auf dem Wasserbetten-Markt umschaut, stellt man schnell fest, dass es bei den angebotenen Größen kaum Unterschiede zu den Größen konventioneller Schlafsysteme mit Lattenrost bzw. Boxspring und Matratze gibt.

Bei der Auswahl eines Softside Wasserbettes muss man bedenken, dass durch den umlaufenden Schaumstoffrahmen in Keilform effektive Liegefläche „verloren“ geht. Wenn man von etwa 7,5 cm auf jeder Seite ausgeht, die von der Liegefläche der Wassermatratze abgezogen werden müssen, bleiben bei einem 160 cm breiten Doppelbett noch 145 cm als tatsächliche Liegefläche übrig. Teilt man dieses im Sinne eines Dual-Systems auf beide Verwender auf, hat jeder Nutzer gerade noch etwas mehr als 70 cm für sich zur Verfügung. Für eine erwachsene Person ist das schon sehr wenig – zum Vergleich reguläre Einzelbetten fangen zumeist ab einer Breite von 80 cm an, wobei die Breiten 90 cm sowie 100 cm deutlich nachgefragter sind.

Basierend auf den gerade gemachten Feststellungen, kann man also die Frage „Wie groß sollte ein Wasserbett sein?“ schon mal grob so beantworten, dass bei einem Softside Modell unbedingt die Wahl eines größeren Formates empfehlenswert ist. Ist ein Doppelbett gewünscht, sollte also mindestens eine Breite von 180 cm oder 200 cm – ausgehend von Standard-Bettmaßen gewählt werden. Jedem Nutzer steht so eine Liegeflächen-Breite von etwa 82 cm bzw. etwa 92 cm zur Verfügung.

Da der Schaumstoffrahmen beim Softside Wasserbett umlaufend ist, wirkt er sich ebenfalls verkürzend auf die Länge der Liegefläche aus. Statt der Standardlänge von 200 cm bietet ein Wasserbett dementsprechend dann lediglich eine effektive Länge der Liegefläche von etwa 185 cm. Ausgehend davon, dass man üblicherweise eine Bettlänge empfiehlt, die der Körpergröße des Nutzers plus 15 bzw. besser 20 Zentimeter entspricht, lässt sich aus dem Längenverlust beim Wasserbett ableiten, dass es auch bereits für Personen mit einer normalen Körpergröße sinnvoll sein kann, ein Wasserbett in Überlänge zu kaufen. Im Handel sind außerdem Softside Wasserbetten mit reduziert ausgeführtem Schaumrahmen im Kopf- und Fußbereich erhältlich, wodurch die Liegefläche um circa 10 Zentimeter in der Länge vergrößert wird. Bei einer derartigen Lösung kann es allerdings erforderlich sein, dass der Schaumstoffrahmen zusätzlich durch einen Bettrahmen gestützt wird.

Weitere Informationen zur Größe bzw. zur Größenwahl bei Betten im Betten.de Schlafmagazin:


Wie Wasserbett versichern?

Wer sich vor der Anschaffung eines Wasserbettes ausführlich Gedanken macht, dem werden sich wahrscheinlich auch Fragen wie „Wasserschaden durch Wasserbett, wer zahlt?“ oder „Wasserbett ausgelaufen, wer zahlt?“ stellen.

Wasserschäden, die durch ein Wasserbett entstehen, sind in der Regel durch die normale Hausratversicherung abgedeckt. Dabei ist die Wassermatratze als solches nicht versichert. Der Versicherungsschutz bezieht sich auf Schäden am Unterbau und am Fußboden auf dem das Wasserbett steht. Es ist ratsam, seine Versicherung über die Anschaffung eines Wasserbettes in Kenntnis zu setzen. Zu einer Erhöhung des Versicherungsbeitrages führt dieses normal nicht, da Wasserbetten allgemein kein höheres Risiko darstellen. Unter Umständen empfiehlt sich aber auch eine Anpassung der festgelegten Höchstsumme der Entschädigung, welche sich wiederum auf die Höhe der Beiträge auswirken kann. Die meisten Versicherer bewerten Wasserbetten übrigens wie Aquarien, wobei die Auslaufgefährdung beim Wasserbett aufgrund der Sicherheitswanne noch wesentlich geringer ausfällt.

Es gibt allerdings auch Versicherungsgesellschaften, welche Wasserbetten aus ihrem Versicherungsschutz in der Hausratversicherung ausgeschlossen haben und stattdessen eine gesonderte Versicherungspolice zur Absicherung des Wasserbettes (Wasserbetten-Versicherung) anbieten. Hier sollte man als Verbraucher genau hinschauen und die Angebote verschiedener Versicherer vergleichen. Sperrt sich der aktuelle Anbieter der Hausratversicherung gegen die Aufnahme und Absicherung des Wasserbettes, sollte man einen Wechsel in Betracht ziehen.

Kommt es durch einen Leitungswasserschaden zur „Zerstörung“ des Wasserbettes wird dieser normal ebenfalls von der Hausratversicherung des Wasserbetten-Besitzers reguliert. Darüber hinaus greift die Hausratversicherung auch, wenn das Wasserbett im Rahmen eines allgemeinen Brandschadens im Haus „zerstört“ wird. Es sind in diesem Zusammenhang übrigens keine Fälle bekannt, wo die Heizung eines Wasserbettes ursächlich für einen Wohnungsbrand war.

Wasserbetten bzw. Schäden, die durch Wasserbetten entstehen, können auch über die Wohngebäudeversicherung abgedeckt sein. Wichtig ist, dass man sich mit seinem Versicherungsanbieter bzw. seinen Versicherungsanbietern auseinandersetzt und mitteilt, dass ein Wasserbett angeschafft wird (s.o.) und dass in den Bedingungen der jeweiligen Versicherung eindeutig definiert ist, dass durch ein Wasserbett entstehende Schäden abgedeckt sind.

Neben der ohnehin in der Regel vorhandenen Hausratversicherung kann es für Wasserbetten-Besitzer sinnvoll sein, eine Zusatzversicherung gegen Überspannung abzuschließen. Kommt es durch Blitz und Gewitter zu Schäden an elektronischen Geräten, tritt diese Versicherung ein. Im Zusammenhang mit dem Wasserbett wird damit auch ein möglicher Überspannungsschaden an der Heizung abgedeckt.


Wird der Partner im Doppel-Wasserbett gestört?

Wenn sich bereits eine Person zum Schlafen hingelegt hat und die zweite Person später nachkommt, kommt es normal nicht dazu, dass der schon Schlafende geweckt wird. Bei einem Wasserbett mit Dual-System werden die Bewegungen von der einen Bettseite kaum bis gar nicht auf die andere Bettseite übertragen. Wurde ein Uno-System gewählt, kann es durchaus sein, dass der Schlafende durch den Einstieg der zweiten Person „in Bewegung“ versetzt wird. Dieses kann auch beim Wechsel der Schlafposition während der Nacht der Fall sein. Dieses wird allerdings von vielen Wasserbettnutzern nicht als nachteilig oder störend empfunden.


Wo kann man Wasserbetten kaufen?

Wasserbetten sind heutzutage längst nicht mehr nur in spezialisierten Fachgeschäften (in nahezu allen größeren Städten), sondern auch in immer mehr klassischen Möbelhäusern erhältlich.

Darüber hinaus gibt es auch im Internet vielfältige Angebote und Online-Shops für Wasserbetten. Einige Hersteller bieten ihre Produkte im Web auch im Direktvertrieb quasi im Online-Fabrikverkauf an.


Kauftipps: Was beim Wasserbett beachten?

Abschließend befassen wir uns mit Fragen wie „Was muss ich beim Wasserbett Kauf beachten?“ oder „Wie finde ich das richtige Wasserbett?“ und fassen hierzu einige wichtige Anhaltspunkte noch einmal zusammen:

Wenn es um die Qualität und Lebenserwartung von Wasserbetten geht, kommt es vor allem auf die Güte der Vinyl-Folie und deren Verarbeitung an. Bei einem hochwertigen Wasserbett besteht die Sicherheitswanne in der Regel aus dem Material aus dem auch die Wassermatratze gefertigt ist.

Soll das Wasserbett in einem Schlafzimmer mit Netzfreischaltung aufgestellt werden, sollte man darauf achten, dass die Wasserbett-Heizung über einen digitalen Regler verfügt, welcher sich mit der Netzfreischaltung in „Einklang“ bringen lässt. Dieses lässt sich aber auch alternativ durch den Einsatz einer batteriebetriebenen Zeitschaltuhr erzielen.

Oberplatte bzw. Bezug sollte in Material und Ausführung zu den eigenen Bedürfnissen passen und bei mindestens 60°C waschbar sein. In der Größe sollte die Oberplatte idealerweise so beschaffen sein, dass sie sich auch in der heimischen Waschmaschine waschen lässt. Bei Dual-Systemen ist hier eine teilbare Oberplatte erste Wahl.

Bei der Größenauswahl des Wasserbettes gilt, je größer die Liegefläche bzw. je mehr Wasser unter dem Körper umso besser für ein angenehmes Liegegefühl und einen erholsamen Schlaf. Aus diesem Grund sollte der vorhandene Platz im Schlafzimmer unbedingt genutzt werden. Als Mindestmaß sollte die Länge der Wassermatratze (effektive Liegelänge, beim Softside Wasserbett geht Fläche durch die Schaumstoffkeile verloren) der eigenen Körpergröße plus zehn Zentimetern entsprechen. Bei einer nicht ausreichenden Länge, kann es passieren, dass der Nutzer mit dem Kopf und mit den Füßen nicht mehr auf der Wassermatratze sondern auf dem Schaumstoffrand liegt. Es entsteht also quasi eine brückenähnliche Körperlagerung mit zwei Auflagepunkten (Schaumstoffrand), wobei der restliche Körper in der Wassermatratze „durchhängt“. Eine ergonomische Lagerung mit korrekter Positionierung der Wirbelsäule ist so nicht mehr gegeben. Siehe hierzu auch: Wie groß sollte das Wasserbett sein?


Wasserbett oder ein anderes Schlafsystem?

Wer generell auf der Suche nach einem neuen Bett bzw. Schlafsystem ist und sich noch nicht auf ein Wasserbett festgelegt hat, wird sich Fragen wie „Was ist besser, Wasserbett oder Boxspringbett?“, „Wasserbett oder Matratze, was ist besser?“ oder „Was ist besser, Wasserbett oder normales Bett stellen?“ Diesen Fragen sind wir bereits in einem vorangegangenen Artikel im Betten.de Schlafmagazin ausführlich nachgegangen, so dass wir diesen zur Lektüre empfehlen: Boxspringbett kontra Matratze & Lattenrost oder Wasserbett: Wo schläft man besser?

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Ulrich Carsten

Ulrich Carsten

Zertifizierter Bettenfachberater mit dem Schwerpunkt Matratzen in unserem Online-Shop "Betten.de" und seit 2011 Chef-Redakteur im Betten.de-Magazin. Sie finden Ihn auch auf .

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