Schlafen auf dem Boden – Gesund, ungesund?

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Ist es gesund oder ungesund auf dem Boden zu schlafen?In unseren Breiten geben wir bereits seit geraumer Zeit Betten oder bettartigen Konstruktionen mit einer deutlich über dem Boden befindlichen Liegefläche den Vorzug, wenn es um die Wahl der Schlafstätte geht. Nur wenige Menschen wählen in unserer westlichen Welt den Boden als Ruheort für die Nacht aus. Warum dieses so ist, wollen wir in diesem Artikel unseres Schlafmagazins genauer untersuchen. Wir befassen uns in diesem Zusammenhang unter anderem mit Fragen wie „Wie gesund ist es, auf dem Boden zu schlafen?“ oder „Warum schlafen Japaner auf dem Boden?“.


Bevor wir uns der Fragestellung „Ist es gesund oder ungesund, auf dem Boden zu schlafen?“ beschäftigen wir uns zunächst mit ausgewählten Kulturen sowie Lebensstilen, wo der Bodenschlaf breit akzeptiert und praktiziert wird:


Auf dem Boden schlafen in Asien

Westliche Variante des japanischen Futon Bettes mit Tatami und zusätzlichem Holzbettgestell auf Bodenniveau
Wenn man sich mit dem Schlafen auf dem Boden beschäftigt und zu diesem Thema nach Informationen sucht, landet man relativ schnell in Asien bzw. meistens direkt in Japan und liest von Begriffen wie Tatami, Futon, Shikibuton oder Kakebuton. Bekannt ist bei uns vor allem der Futon, weil es auch hierzulande eine große Fangemeinde japanischer Futons gibt. Dieses ist bereits seit den 1970er/1980er Jahren so, als insbesondere Studenten diese Art der Schlafstätte für sich entdeckten.

Tradition Bodenschlaf in Japan - Hintergründe & DetailsZurück nach Japan: Hier verwenden etwa 50% der Bevölkerung auch in der heutigen modernen Zeit noch traditionelle Futons, während die andere Hälfte sich abends auf westlichen Betten zur Ruhe legt. Für die Füllung von japanischen Futons wird in der Regel fast nur Baumwolle verwendet. Der Begriff Futon umschreibt in Japan sowohl die Matratze, die man dort auch als Shikibuton kennt, als auch die von den Japanern genutzte flache Zudecke, die auch Kakebuton genannt wird. Aus diesem Grund spricht man davon, dass man sich in einen Futon hineinlegt und nicht auf einen Futon drauf.

Futons breitet man in Japan üblicherweise auf Holzrahmen mit aufgespannten Binsenmatten aus, die als Tatami, was wörtlich übersetzt „gefaltet“ bedeutet, bezeichnet werden. Damit man etwas weicher und komfortabler liegt, befinden sich unter den Binsenmatten der Tatamis dicke Strohlagen. Die Japaner verwenden Tatamis als Bodenbelag und auch in hochmodernen Stadtwohnungen der heutigen Zeit gibt es in der Regel stets noch ein Zimmer, welches mit Tatami ausgelegt ist.

Faultier Information
Der Begriff Tatami wird in Japan eigentlich für ein Flächenmaß verwendet und es ist durchaus üblich, dass Zimmergrößen in Tatami angegeben werden. Das Maß ist allerdings nicht ganz einheitlich. So versteht man in Kyoto unter einem Tatami eine Fläche von circa 1,80 m x 0,90 m, während das Maß in Tokyo etwas kleiner ausfällt.

Schlaf- und Wohnraum in Japan mit Tatami ausgelegtDie meisten Wohnungen in Japan sind mit einem nach Süden gelegenen Balkon ausgestattet. Diesen Balkon nutzen die Japaner allerdings so gut wie gar nicht als Aufenthaltsort, er dient ihnen vielmehr unter anderem zum Wäschetrocknen sowie zum Aufhängen der Futons. Damit der klassische japanische Futon mit reiner Baumwollfüllung trocken und „flauschig“ bleibt, ist es nämlich wichtig, dass er in der Sonne aufgehängt wird. Würde der Futon nicht in dieser Form „gepflegt“, würde die üblicherweise in Japan vorherrschende hohe Luftfeuchtigkeit den Baumwollfuton nicht nur feucht machen, sondern die Füllung würde auch zusammengedrückt und verhärten. Derartig flachgedrückte, mehr oder minder unbrauchbar gewordene Futons bezeichnet man als Senbei-Futons (Senbei = Reiscracker).

Wer in Japan über keinen Südbalkon zum Aufhängen seines Futons verfügt, kann sich seit geraumer Zeit ein technisches Hilfsmittel anschaffen, um zu verhindern, dass sich die Schlafunterlage in einen „Reiscracker“ verwandelt. Es gibt mittlerweile nämlich so genannte Futon-Trockner, welche trockene, heiße Luft in den Futon bläst und so die Baumwolllagen auflockert. Futon-Trockner werden auch genutzt, um den Futon vor dem Schlafengehen vorzuwärmen.

Hierzulande werden Futons vielfach zusammengerollt, um ihre Weichheit zu erhalten. Diese Vorgehensweise ist in Japan nicht gängig. Für die Aufbewahrung am Tage werden die Futons dort vielmehr gefaltet und in gestapelter Form in einem Wandschrank gelegt. Die Aufgabe des Faltens und Wegräumens der in einer Wohnung genutzten Futons kommt klassisch den Frauen zu. Es soll nur wenige Männer geben, die sich die Mühe machen, den eigenen Futon regelmäßig aufzuheben und in den Schrank zu packen.

Bleiben die Futons tagsüber ausgebreitet im Schlafraum liegen, werden sie von den Japanern als Mannentoko, was so viel wie 10.000-Jahre-Schlafplatz bedeutet, bezeichnet. In Japan setzt man das Liegenlassen des Futons zumeist mit Faulheit gleich. Der Zustand der Futons in der Wohnung wird zudem herangezogen, um die Hausfrauen-Qualitäten einer Frau zu beurteilen.

Japanische Betten bei Betten.at

Das Schlafen auf dem Boden hat in Japan eine lange Tradition. Futons & Co. gehörten allerdings nicht schon immer dazu. Vor circa 1.000 Jahren betteten sich die Adeligen im Altertum auf faltbaren Matten zur Ruhe, die sie dazu einfach auf dem Holzfußboden auslegten. Diese Matten können als Vorläufer der Tatamis angesehen werden. Die Mehrheit der Bevölkerung konnte sich diese Form der Boden-Schlafstätte allerdings nicht leisten. So war es für die einfachen Menschen auf dem Land in Japan über Jahrhunderte hinweg üblich, gemeinsam im Familienverbund in einer Art fensterlosen Abstellkammer in der hintersten Gebäudeecke auf dem Boden – entweder Erdboden oder Holzboden – zu schlafen. Bei Kälte wurden Stroh oder trockenes Laub genutzt, um den Schlafbereich etwas angenehmer und komfortabler zu gestalten.

Der Kimono - traditionelle Bekleidung in Japan - aber auch Schlafunterlage und BettdeckeNachdem ab dem 16. Jahrhundert mit dem Anbau von Baumwolle in Japan begonnen wurde, setzte es sich bei Reichen schnell durch, die kimonoartige Bekleidung für die kalten Monate des Jahres mit einer Baumwollfüllung versehen zu lassen. Während des Tages boten diese Kimonos ihren Trägern einen angenehmen Schutz vor Kälte und Zugluft. Doch sie fanden auch als Wärmespender in der Nacht Verwendung – sowohl zum Zudecken als auch als isolierende, weiche Schlafunterlage. Im Laufe der Zeit entwickelten sich auf Basis dieser wattierten Kimonos die Futons. Ab dem 17. Jahrhundert verbreiteten sich diese mehr und mehr in den verschiedensten Bevölkerungsschichten.

Zur Lagerung des Kopfes greifen die Japaner bereits seit langer Zeit auf eine Stütze zurück, die man Makura nennt. Mit dem hier genutzten weichen Kissen mit Federfüllung oder Schaumstoff-Polster für den Kopf hat das früher verwendete Makura allerdings kaum etwas gemein. Es handelte sich dabei zumeist um ein aus Holz gefertigtes Kästchen, welches mit einer Stoffbespannung versehen war unter der sich ein leichtes Polster aus Buchweizenstreu befand. Diese Abdeckung konnte bei Bedarf entfernt bzw. gegen eine neue ersetzt werden. Insbesondere bei Frauen fielen die Makuras oft sehr hoch aus, weil diese darauf achten mussten, dass ihre Frisuren während der Nacht nicht in Mitleidenschaft gezogen wurden. Das Holzkästchen wurde vielfach zur Aufbewahrung persönlicher Dinge wie Liebesbriefe verwendet. Weiterhin wurden auch häufig erotische Darstellungen im Makura gelagert, weshalb diese auch als Makura-Bilder bezeichnet werden.

Die weniger gut situierten Japaner konnten über einen langen Zeitraum die beschriebene Form des Makuras in der Regel nicht für sich nutzen. Sie mussten sich anderweitig behelfen und lagerten ihren Kopf deshalb meist auf einem einfachen Holzstück oder einem Kleidungsbündel. Später griff man zu Kissen, die mit getrockneten Halmen oder Buchweizenstreu gefüllt waren, welche auch heute noch in Japan verwendet werden, wobei eine größere Auswahl an verschiedenen Füllungen zur Wahl steht. Aufgrund der vorhandenen hohen Luftfeuchtigkeit werden die hier klassischen Füllungen mit Federn und/oder Daunen allerdings kaum genutzt.

Tatami und Futon wurden bemerkenswerter Weise in Japan erst landesweit zum Standard, als sich das Land im Zuge der Meiji-Restauration im Jahr 1868 zum Westen hin öffnete und die Moderne Einzug hielt. Die mit der Wende neu in Japan eingeführten Betten bzw. Bettgestelle sowie Federkernmatratzen nach westlichen Standards wurden nur sehr vereinzelt genutzt. Sie wurden vornehmlich von Bordellbetreibern angeschafft, die ihrer Klientel etwas Besonderes bieten wollten. In Privathaushalten gab es bis zum Zweiten Weltkrieg so gut wie keine westlichen Schlafsysteme. Durch die amerikanische Besatzung nach dem Krieg sowie beeinflusst durch die Hollywood-Filme wurde es in Japan dann zunehmend populärer ein Schlafzimmer mit einem westlichen Bett einzurichten und nicht mehr auf dem Boden zu schlafen.

Besuchen Sie unseren Magazin-Artikel „Schlafen weltweit“, um mehr über die japanische Schlafkultur zu erfahren.

Feng Shui Informationen

Auf dem Boden schlafen & Feng Shui

Bei einer entsprechenden Eignung der Matratze für die direkte Nutzung auf dem Boden spricht gemäß Feng Shui nichts dagegen, den Boden als Platz zum Schlafen zu verwenden. Positiv ist dabei aus Sicht des Feng Shui, dass eine gute Erdung erreicht wird. Negativ zu bewerten ist hingegen, dass das Qi, welches sich höher im Schlafraum befindet, über eine bessere Qualität verfügt oder anders ausgedrückt, dass das Qi soweit unten im Zimmer schlechter ausfällt.

Lesen Sie für weitere Informationen unseren Magazin-Artikel „Schlafzimmer nach Feng Shui einrichten“ und dort insbesondere die Details zur Matratze.

In verschiedenen Ländern Asiens wird traditionell auf dem Boden geschlafen. Neben Japan gehört auch Südkorea dazu.Nicht nur in Japan ist das Schlafen auf dem Boden auch heute noch verbreitet. In Korea z.B. spielt sich auch das moderne Leben in den Wohnungen noch vielfach auf dem Boden ab. Dazu muss man wissen, dass es in Korea bzw. Südkorea bereits seit mehr als 1.300 Jahren als zentrales Heizsysteme für Gebäude Fußbodenheizungen, die als Ondol bezeichnet werden, was soviel wie warmer Stein bedeutet. Da die Wärme vom Boden ausgeht, ist es nachvollziehbar, dass die Menschen gerade in den kälteren Monaten des Jahres seine Nähe suchten und es sich eingebürgert hat, auf dem Boden zu sitzen und zu schlafen. Ähnlich wie in Japan breiten auch die auf dem Boden schlafenden Koreaner Futon-ähnliche, weichere Schlafunterlagen auf dem Steinboden aus, die tagsüber weggeräumt werden.

Da in vielen asiatischen Ländern der Wohnraum meist sehr knapp und dementsprechend teuer ist, ist es nicht verwunderlich, dass auch heute noch vielfach auf klassischen Schlafunterlagen wie dem Futon genächtigt wird, die sich tagsüber einfach „entfernen“ lassen, so dass der Raum auf andere Weise genutzt werden kann. Da die Zimmer häufig relativ klein ausfallen, nimmt ein Bettgestell nach westlichen Standards in der Regel fast den gesamten Raum ein, so dass man es sich wirklich leisten können muss, ein Zimmer allein zum Schlafen vorzuhalten wie es bei uns üblich ist.


Paleo und Bodenschlaf

Paleo: Lebensstil nach steinzeitlichem VorbildRecherchiert man im Internet zum Thema auf dem Boden schlafen, stößt man in diesem Zusammenhang nicht nur auf die diesbezüglichen asiatischen Schlaf-Gepflogenheiten, sondern findet auch vermehrt Ergebnisse, die im Kontext mit Paleo stehen.

Beim Paleo orientiert man sich an der Lebensweise der Menschen in der Altsteinzeit. Da diese noch keinen Zugriff auf Möbelstücke und Matratzen hatten, wird ein Nachtlager in Form eines klassischen Bettsystems meist als unangemessen angesehen. Dabei geht man z.B. davon aus, dass die weiche Matratze zu komfortabel für den Menschen ist und ihn am korrekten Aufbau und Erhalt seiner Muskulatur während des Schlafs hindert.



Exkurs: Was ist Paleo?

Der Ausdruck Paleo (oft auch: Paläo) basiert auf Paläolithikum, wobei es sich um die fachsprachliche Bezeichnung um den urgeschichtlichen Zeitabschnitt der Altsteinzeit handelt, welche sich wiederum in drei Abschnitte (Altpaläolithikum, Mittelpaläolithikum, Jungpaläolithikum) gliedert und von etwa 2,5 Millionen bis 8000 vor Christus andauerte. Zu dieser Zeit waren die Vorfahren des modernen Menschen noch Jäger und Sammler, die von dem lebten, was die Natur ihnen anbot.

Im Anschluss an das Paläolithikum veränderte sich der Lebensstil unserer Ahnen weg vom Jagen und Sammeln hin zu Ackerbau und Viehzucht. Mit der Umstellung der Art zu leben, wurden die frühen Menschen sesshaft und die Ernährung erlebte einen Wandel. So kam es unter anderem dazu, dass Milchprodukte und Getreideprodukte in den Speiseplan aufgenommen wurden.

Steinzeitliche Ernährung gemäß PaleoHeutzutage steht Paleo dafür, dass man die ursprüngliche, naturnahe Lebensweise der Jäger und Sammler aus der Altsteinzeit als Orientierung für die Gestaltung eines bewussten Lebens in der modernen Welt nutzt. Dabei steht insbesondere die Ernährung im Fokus, so dass im Rahmen von Paleo nur auf Nahrungsmittel zurückgegriffen wird, die unseren Vorfahren bereits in dieser oder ähnlicher Form zur Verfügung standen. Wichtig dabei sind insbesondere auch Ursprung und Güte der Nahrungsmittel. Es gilt also grob, möglichst natürliche, vielfältige Lebensmittel auszuwählen und auf (stark) verarbeitete Lebensmittel zu verzichten.

Paleo wird häufig mit Steinzeitküche gleichsetzt, weil der Faktor Ernährung eine so starke Rolle einnimmt. Oft ist zudem auch von Paleo Diät die Rede, weil es viele Menschen gibt, die eine Ernährungsumstellung nach Paleo Prinzipien vornehmen, um ihr Körpergewicht zu reduzieren.

Ist der Wunsch nach einer bewussteren, ursprünglicheren Lebensart Motivation für die Beschäftigung und Umsetzung von Paleo, hört das neue Denken in der Regel nicht im Feld der Ernährung auf, sondern ist weit reichender, so dass z.B. auch Lösungen für eine angepasste Wohnungseinrichtung angestrebt werden. In diesem Zusammenhang kommt es dann beispielsweise zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Mobiliar und u.U. dazu, dass das Bett als Schlafstätte ausgemustert und ein Lager am Boden aufgeschlagen wird.


Minimalismus und Bodenschlaf

Tatami und Futon eignen sich sehr gut für eine minimalistisch eingerichtete WohnungDas Schlafen auf dem Boden ist auch beim Minimalismus bzw. beim minimalistischen Lebensstil oder der minimalistischen Einrichtung der Wohnung ein Faktor, von dem häufiger zu lesen ist.

Menschen, die sich für ein minimalistisch ausgerichtetes Leben entschieden haben, versuchen in der Regel nur mit dem absolut Nötigsten auszukommen. Dazu gehört dann meist auch ein Verzicht auf „überflüssiges“ Möbiliar, zu dem auch das Bettgestell gerechnet wird.



Exkurs: Was ist Minimalismus?

Unter Minimalismus versteht man nicht nur eine Kunstrichtung der Bildenden Kunst, sondern u.a. auch einen alternativen Lebensstil. Kennzeichen des Minimalismus, welcher auch als Einfaches Leben, freiwillige Einfachheit, Simple Living oder Downshifting bezeichnet wird, ist ein Verzicht auf Konsum, um so den Zwängen des Alltags entgegenzuwirken und auf diese Weise mehr Selbstbestimmung und Erfüllung im Leben zur erreichen.

Wer nach den Prinzipien des Minimalismus lebt, überprüft sein eigenes Verhalten bezogen auf Konsum, Besitz und Beziehungen hinsichtlich der Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit. Es geht generell darum, so wenig wie möglich zu besitzen und sich wirklich nur mit absolut erforderlichen Dingen zu umgeben. Zielsetzung ist dabei, sich selbst sowie auch die Umwelt nicht grundlos in irgendeiner Form zu belasten. Beim Minimalismus hat freie Zeit bzw. Freizeit einen sehr hohen Stellenwert, weshalb es nur wenig vernünftig erscheint, einen Teil der Lebenszeit gegen Geld einzutauschen, welches man zur Anschaffung von Sachen nutzt, die man eigentlich nicht benötigt. Genauso sinnlos wird der Aufwand von Arbeitsstunden zur Steigerung des eigenen Ertrags, um damit den eigenen Konsum erhöhen zu können.

Für Minimalisten steht die selbst wahrgenommene Lebensqualität im Fokus, die losgelöst vom oberflächlichen Konsumdenken, dem Streben nach Geld und Eigentum sowie einem „übertriebenen“ Arbeitseinsatz sein sollte. Wie stark Verzicht geübt wird, fällt individuell sehr verschieden aus, wobei es Extreme gibt, die bis hin zur Askese reichen.

Minimalisten verzichten oft aus verschiedenen Gründen auf den Kauf und Unterhalt eines herkömmlichen Bettes. Dabei kann es sowohl um den reinen Konsumverzicht als auch um die Schonung der Umwelt gehen. Häufig werden als Alternative Schlafstätten auf dem Boden eingerichtet.


Schlafen auf dem Boden – Gesund, ungesund ?

Frau in Vietnam schläft auf dem Boden im FreienWenn sehr viele Menschen aus dem asiatischen Kulturkreis, Paleoanhänger und überzeugte Minimalisten auf den Bodenschlaf schwören bzw. ihn ohne konkret definierbare Folgen praktizieren, kann es daran doch eigentlich nichts auszusetzen geben, oder? Also müsste dementsprechend die Hauptfragestellung unseres Artikels „Schlafen auf dem Boden – Gesund, ungesund ?“ schlicht und einfach mit „Gesund“ zu beantworten sein. So leicht sollte man es sich jedoch nicht machen.

Für unser Verständnis muss der Bodenschlaf sehr viel differenzierter betrachtet werden. Aus diesem Grund haben wir die verschiedensten Argumente für und gegen das Schlafen auf dem Boden zusammengetragen, kritisch überprüft und die Ergebnisse nachfolgend für Sie zusammengefasst.

These: „Schlafen auf dem Boden ist gesund“ – Pro-Argumente

  1. Moderne Matratzen sind zu weich und bequem. Man bewegt sich zu wenig.
  2. Es ist natürlich auf dem Boden zu schlafen und der Körper passt sich entsprechend an.
  3. Man bleibt beweglicher.
    Betten bzw. Bettgestelle erlauben uns in Abhängigkeit von ihrer Konstruktion einen sehr bequemen Ein- und Ausstieg. Wer auf dem Boden schläft, legt sich hingegen ähnlich wie die meisten Tiere zu Ruhe. Man kann sich natürlich einfach fallen lassen oder man begibt sich zunächst in eine kniende Position „krabbelt“ an die gewünschte Stelle und streckt sich dann aus. Um nach dem Schlafen wieder in die aufrechte Position zu gelangen, ist auch wesentlich mehr Anstrengung nötig.

Weitere Argumente für den Bodenschlaf, die häufiger genannt werden:

Geldersparnis
Keine Kosten für ein Bettgestell, vielfach auch keine Kosten für eine Unterfederung und teilweise auch keine Kosten für eine Matratze. – Abhängig davon, wie die Schlafstätte am Boden gestaltet wird bzw. welche Art von Schlafunterlage genutzt wird. Alternativ zu Matratzen und Futons kommen beispielsweise häufig Gymnastik- und Yogamatten, Oberbetten/Bettdecken oder Wolldecken zum Einsatz. Man braucht auch keinen Nachttisch, da man die Bodenfläche als Ablage nutzen kann (siehe auch nachfolgendes Argument: Mehr Platz)

Mehr Platz & ggf. Raum multifunktionaler verwendbar
Bettgestelle nehmen durchaus einiges an Fläche im Schlafzimmer ein und sie lassen sich (abgesehen vom Klappbett) nicht mal eben zur Seite stellen oder abbauen, wenn die Fläche im Raum anderweitig genutzt werden soll. Wenn man seinen Schlafplatz am Boden flexibel durch die Auslage eines klappbaren Futons oder von Matten gestaltet, kann man das Nachtlager bei Bedarf schnell und einfach vollständig „verschwinden“ lassen. Ebenfalls unter die Argumentation „mehr Platz“ fällt auch der Aspekt, dass man beim Schlafen in Bodennähe die komplette Fläche neben der Lagerstatt als Ablagefläche nutzen kann, so dass man viel mehr Dinge griffbereit neben seinem „Bodenbett“ als auf einem klassischen Nachttisch.

Kaum Fallhöhe – kein Verletzungsrisiko
Im Gegensatz zu herkömmlichen Bettgestellen gibt es bei einem bodennahen Schlafplatz kein Fallrisiko bzw. es besteht keine Gefahr des Herausfallens. Dieser Aspekt bewegt z.B. häufig Eltern dazu, ihre Kinder einfach mit Matratze auf dem Boden schlafen zu lassen. Es soll aber auch erwachsene Personen geben, die sehr unruhig schlafen und so nachts häufiger aus dem Bett stürzen.

Aufstehen soll leichter fallen
Schläft man auf dem Boden, soll der Körper automatisch alarmbereiter – also wacher – bleiben. Aus diesem Grund soll das morgendliche Aufstehen beim Bodenschlaf leichter im Vergleich zum Schlafen im höheren Bett gelingen.

Flexibilität & Freiheit
Wenn man sich daran gewöhnt hat, auf dem Boden zu schlafen bzw. wenn man nicht mehr darauf angewiesen ist, in einem regulären Bettsystem mit Matratze zu nächtigen, kann man quasi flexibel überall übernachten, wo man will. Man ist komplett frei, sowohl bei der Wahl des Schlafplatzes in der Wohnung (heute lieber am Fenster oder an der Heizung) als auch außerhalb der Wohnung.


Exkurs: Bequem und erholsames Liegen

Erholsam und bequem liegen erfordert Stützung und Nachgeben in bestimmten Bereichen der SchlafunterlageDamit wir bequem und erholsam liegen können, sind wir auf eine flexible Unterlage angewiesen, die ein Einsinken der Hüfte ermöglicht und gleichzeitig ausreichend Widerstand von unten für die Stützung der Taille bietet.

In Rückenlage ist eine gute Gegenstützung der Wirbelsäule erforderlich und gleichzeitig darf das Becken nicht durchhängen bzw. zu tief in die Unterlage einsinken. Der Kopf sollte beim Liegen auf dem Rücken nicht so hoch wie in seitlicher Liegeposition gebettet werden.

Wenn man auf dem Bauch liegt, ist es wichtig, dass die Schlafunterlage im Bereich der Lendenwirbelsäule ausreichend Widerstand bzw. Unterstützung bietet. Wird die Lendenwirbelsäule bei Bauchlage nicht genügend gestützt, kommt es zum Hohlkreuz. Beim Liegen auf dem Bauch sollte man idealerweise auf ein Kissen verzichten, ist dieses nicht möglich, sollte man sich für ein möglichst flaches Produkt entscheiden.

Wir gehen heute oft davon aus, dass es sich bei Rückenschmerzen um ein Phänomen unserer modernen Welt und Lebensweise handelt. Es ist allerdings so, dass die Wissenschaft durch das Röntgen von ägyptischen Mumien herausgefunden hat, dass auch diese bereits unter Rückenerkrankungen zu leiden hatten. Nichtsdestotrotz hat es den Anschein, als wenn Rückenschmerzen, die während oder im Anschluss an das nächtliche Liegen in Erscheinung treten, zugenommen haben, seit wir am Tage nicht mehr so hart körperlich arbeiten und die Muskulatur nicht mehr in identischem Maße ausgebildet und trainiert ist wie das noch vor wenigen Generationen beim Gros der Bevölkerung festzustellen war. Die Menschen waren früher im Durchschnitt kleiner und da es weniger Überernährung gab, fielen auch die Dimensionen des Körpers ingesamt wesentlich vorteilhafter für das Wohl der Wirbelsäule aus. Verhältnismäßig betrachtet, waren Haltungsschäden und die damit verbundenen Folgeleiden wesentlich weniger verbreitet.

Unsere Rumpfhaltemuskulatur ist tagsüber besonders hohen Belastungen ausgesetzt, was sich auf die Gestaltung unseres Nachtlagers auswirkt. Ein zentraler Punkt dabei ist die notwendige Entlastung der Bandscheiben während der Nacht. Befindet sich der Körper in horizontaler Position, können sich die Bandscheiben ausdehnen. Zudem sollten sich sämtliche Partien des Körpers, die an Bewegungen beteiligt sind, während der Nacht entspannen können. Dieses trifft in besonderem Maße auf die Muskulatur zu.

In Rücken- und Seitenlage sollte die Wirbelsäule so gelagert werden, dass ihre Form annähernd der in stehender Position entspricht („natürliche Doppel-S-Form“. Alle Knochen der Wirbelsäule sind dabei „lotrecht“ übereinander angeordnet. Aufgrund abweichender Kräfteeinwirkung im Liegen lässt sich eine ganz exakte Wirbelsäulenlagerung nicht erreichen, aber eine hohe Annäherung daran ist möglich.

Die ideale Schlafunterlage ist – unabhängig, ob im Bett oder am Boden – weder zu weich noch zu hart. Ein zu weiches Lager erkennt man daran, dass der Rücken durchhängt oder man einen unangenehmen Druck im Bereich der Schultern oder Hüfte wahrnimmt. Zu hart ist die Schlafunterlage, wenn man auf dem Rücken oder auf der Seite liegt und man noch ohne Probleme eine flache Hand zwischen Matratze und Taille durchschieben kann.

These: „Schlafen auf dem Boden ist ungesund“ – Contra-Argumente

  1. Der Boden ist als Schlafunterlage zu hart und gibt zu wenig nach.
    Wer auf einem Boden aus Beton liegt, liegt auf einer Fläche, die noch weniger als ein ungünstig gewählter Lattenrost oder das berühmte Brett im Bett nachgibt.
  2. Die Matratze am Boden kann nicht atmen. Es besteht Schimmelgefahr.
    Wenn eine Matratze direkt auf dem Boden aufliegt, kann die von der Matratze aufgenommene Feuchtigkeit, nicht entweichen bzw. bildet sich unter der Matratze Feuchtigkeit. Wenn die Matratze nicht regelmäßig aufgestellt wird, kann dieses zur Entstehung von ungesundem Schimmel führen.
  3. Ein- und Ausstieg ins Bett fallen körperlich schwerer.
    Man muss sich deutlich mehr anstrengen, um ins Bett zu kommen und wieder heraus zu gelangen. (Kann man auch positiv bewerten, s.o.)
  4. In Bodennähe ist es dreckiger, da sich dort mehr Hausstaub als in höheren Lagen im Raum befindet.
  5. Am Boden ist es meist kälter und es kann Zugluft vorhanden sein.
  6. Die Luft ist schlechter.
    Das Kohlendioxid aus der Atemluft konzentriert sich ebenso wie ins Haus eingedrungene Abgase oder die Absonderungen von Rauchern am Boden, weshalb die Luftqualität dort schlechter ausfällt.
  7. Die Auswirkungen der Erdstrahlung sind deutlich höher.

Weitere Argumente gegen den Bodenschlaf, die häufiger genannt werden:

Reduziertes Sicherheitsempfinden
Am Boden fühlt man sich (unbewusst) weniger sicher als in erhöhter Position. Man hat weniger Überblick im Raum.


Studien: Auf dem Boden schlafen

Vorweg ist festzustellen, dass es keine richtigen Studien zum Schlafen auf dem Boden gibt. Es gibt allerdings verschiedene Untersuchungen und Studien, aus denen sich Rückschlüsse in Bezug auf den Bodenschlaf ziehen lassen.

Auf dem Boden schlafender Gorilla in natürlicher Schlafhaltung mit SchutzfunktionenUnter https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1119282/ finden Sie einen englischsprachigen Artikel des Physiotherapeuten Michael Tetley, der sich mit instinktiv eingenommenen Schlaf- und Ruhepositionen befasst und diese als Ansatzpunkt für die Behandlung von Rücken- und Gelenkschmerzen sieht. Diese Erkenntnisse beruhen unter anderem auf der Beobachtung anderer Primaten hinsichtlich ihrer Schlafgewohnheiten und deren Analyse.

In der Schweiz wurde eine Nationalfonds-Studie vom Institut für Pflege von der Züricher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) und der Klinik Valens durchgeführt. An dieser Studie waren 140 Patienten mit Hirnschlag und Multipler Sklerose beteilgt. Grob ging es darum, herauszufinden, wie sich eine Pflege am Boden statt einer Pflege im Bett auswirkt. Die Patienten/innen wurden dazu auf Matratze und Bettrost am Boden gelagert. Die Ergebnisse der Studie fielen sehr positiv aus und es konnte eine Verbesserung von Beweglichkeit und Gleichgewicht bei den Patienten/innen erreicht werden. Klicken Sie hier für ein pdf mit weiteren Informationen dazu.

Dänische Forscher haben im Fachmagazin „Spine“ Ergebnisse einer Untersuchung veröffentlicht, bei der es um geeignete Schlafunterlagen für Menschen mit Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule ging. Verglichen wurdendabei Wasserbett, Schaumstoffmatratze und Futon. Dabei sollen die weicheren Schlaflager (Wasserbett und Schaummatratze) für einen längeren Schlaf mit weniger Beschwerden gesorgt haben. Auf dem harten Futon fiel der Schlaf kürzer und mit mehr Beschwerden behaftet aus, wobei die Unterschiede letzten Endes nicht ganz so gravierend ausgefallen sein sollen (etwas weniger Schmerzen, 1 Stunde < mehr Schlaf). Weiterhin ließ sich nicht klären, ob die reduzierten Schmerzen zum längeren Schlaf oder der längere Schlaf zur Schmerzreduzierung führte (https://www.welt.de/gesundheit/article1876762/Weiche-Matratzen-helfen-gegen-Rueckenschmerzen.html).

Die weit herrschende Meinung, dass man gerade bei Rückenproblemen am besten auf einer möglichst harten Schlafunterlage aufgehoben ist, wurde bereits 2003 in einer spanischen Studie mit 313 Patienten/innen widerlegt. Im Ergebnis haben die meisten Probanden auf einer mittelharten Matratze am besten geschlafen. Infos hierzu auf: RP-Online.de und Aerzteblatt.de

Tipps: Auf dem Boden schlafen

Tipps zum Schlafen auf dem BodenWie Sie aus dem vorangegangen Abschnitt dieses Artikels „Schlafen auf dem Boden – Gesund, ungesund?“ ableiten konnten, handelt es sich beim Liegen und Schlafen um sehr subjektive Angelegenheiten. Niemand wird Ihnen so ohne weiteres sagen können, ob es für Sie besser oder schlechter ist, auf dem Boden zu schlafen. Genau wie bei der Wahl einer Matratze führt auch beim Bodenschlaf kaum ein Weg an einem Test bzw. Probeliegen vorbei. Damit Ihr Einstieg in die „tiefer“ gelegene Schlafwelt optimal gelingt, haben wir Ihnen einige Tipps zum Schlafen auf dem Boden zusammengestellt:

Fangen Sie langsam mit der Umstellung an

Nehmen Sie Ihre Matratze aus dem Bett und legen Sie sie neben das Bett auf den Boden. Wenn Sie noch langsamer beginnen möchten, nehmen Sie auch den Lattenrost heraus, platzieren Sie diesen auf den Boden und legen Sie dann die Matratze auf. Auf diese Weise können Sie erste Erfahrungen machen und z.B. feststellen wie der Liegekomfort Ihrer Matratze ohne Unterfederung (bei Verzicht auf den Lattenrost) ausfällt, wie sie mit dem reduzierten Einstieg in ihre sowie reduziertem Ausstieg aus Ihrer Schlafstätte zurecht kommen, wie Sie mit der veränderten Perspektive zurechtkommen oder wie es um Temperatur und Luftqualität in Bodennähe in Ihrem Schlafraum bestellt ist.

Planen Sie etwas Zeit ein

Wenn man sich mit Erfahrungsberichten zum Schlafen auf dem Boden beschäftigt, liest man häufig, dass es dauert, bis der Körper sich vom Bett auf den Boden umstellt. Damit zusammenhängend sind oft Schmerzen und ein eher unruhiger Schlaf in den ersten Nächten des Schlafens auf dem Boden verbunden. Sollten Sie also ernsthaft auf ein Nachtlager am Boden umstellen wollen, sollten Sie nicht davon ausgehen, dass sie nach zwei Tagen am Boden wie ein Baby schlafen werden. Stellen Sie sich mental darauf ein, dass es einige Nächte oder auch mehrere brauchen wird, bis Sie ganz genau einschätzen können, ob Sie vom Bodenschlaf profitieren oder nicht.

Pflegen Sie Ihr Nachtlager

Matratzen sind generell viel Feuchtigkeit ausgesetzt, die wieder entweichen können muss. Dieses ist bei einer direkt auf dem Boden aufliegenden Matratze aufgrund der mangelnden Belüftung unzureichend bis gar nicht möglich. Aus diesem Grund sollten Sie die Matratze regelmäßig auslüften bzw. abtrocknen lassen, in dem Sie sie aufrecht hinstellen. Gleiches gilt natürlich auch für einen Futon. Lesen Sie hierzu auch unsere Artikel: Wie reinige ich meine Matratze richtig? und Warum schwitzen wir beim Schlafen


Fazit zum Schlafen auf dem Boden

Wer sich auf dem Boden liegend und schlafend wohlfühlt, sollte dieses auch tun.Liegen und Schlafen werden stets sehr subjektiv wahrgenommen, betrachtet und beurteilt. Aus diesem Grund steht es niemandem zu, über einen anderen zu urteilen, der ein Nachtlager gewählt hat, welches so gar nicht den eigenen Vorstellungen entspricht. Was für den einen gut ist, muss für den anderen nicht gut sein.

Dass Menschen hierzulande, die sich bewusst für eine Schlafstätte am Boden entscheiden, oftmals mit viel Kritik aus ihrem Umfeld umgehen müssen, ist nicht gerechtfertigt und unangemessen. Die meisten Personen, die Kritik daran üben, dass am Boden geschlafen wird, haben dieses selbst noch nie ausprobiert und selbst wenn, wenn es für sie nicht gepasst hat, können sie daraus nicht pauschal ableiten, dass es für alle nicht passt.

Als Pro-Argument für den Bodenschlaf wird oft genannt, dass die Japaner oder auch allgemeiner die Asiaten ja bereits seit Jahrhunderten auf dem Boden ihr Nachtlager aufschlagen, weshalb damit ja nichts Schädliches verbunden sein kann. Diesen Sachverhalt muss man allerdings differenzierter sehen und berücksichtigen, dass die Japaner bzw. Asiaten körperlich meist ganz anders als wir konstituiert sind, auf wesentlich weicheren Böden als bei uns im Standard liegen und dass sie es in der Regel von Kindesbeinen an, gewöhnt sind, auf dem Boden zu liegen. Pauschal kann man daraus also nicht herleiten, was der Japaner kann, kann ich auch…

Wer sich gut vorstellen kann auf dem Boden zu schlafen, aus welchen Gründen auch immer, sollte dieses ausprobieren und sich ein konkretes Bild davon machen, wie sich der Wechsel des Nachtlagers auf seinen individuellen Schlaf und sein persönliches Wohlbefinden auswirkt.

Grundsätzlich sollten man allerdings bedenken, dass sich Schlafen auf dem Boden bzw. auf einer harten Unterlage nicht gleichermaßen gut für alle Menschen anbietet. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle, wobei unter anderem der eigene Körper bzw. der eigene Körpertyp (siehe hierzu im Magazin: Körpergerechte Betten), die tatsächlich gewählte Schlafunterlage (Matratze, Futon, Yogamatte, Bettdecke…) und der persönliche Gesundheitszustand (Rückenleiden, Schulterschmerzen, starke Muskulatur, schwache Muskulatur, Skeletterkrankungen) von großer Bedeutung sind.


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Ulrich Carsten

Ulrich Carsten

Zertifizierter Bettenfachberater mit dem Schwerpunkt Matratzen in unserem Online-Shop "Betten.de" und seit 2011 Chef-Redakteur im Betten.de-Magazin. Sie finden Ihn auch auf .

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