Familienbett – Was spricht dafür und was dagegen?

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Co-Sleeping im Familienbett - Was spricht für und was gegen das Familienbett?

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Die Frage danach, ob das Baby bzw. Kind besser im eigenen Zimmer oder im Schlafraum der Eltern untergebracht ist, spaltet oft ganze Familien: Während die einen der Meinung sind, dass das Kind am besten in direkter Nähe zu Mama und Papa schlafen sollte, vertreten andere die Ansicht, dass es der Säugling von Anfang an lernen sollte, alleine in einem Zimmer zu schlafen.

Beide Varianten haben ihre Vorteile und Nachteile, so dass keine allgemeine Empfehlung für die eine oder andere Lösung gegeben werden kann. Nachfolgend geben wir daher näher auf beides ein.

Wenn das Kind bzw. der Säugling mit im Zimmer der Eltern schlafen soll, gibt es hierfür grundsätzlich noch zwei unterschiedliche Lösungen: Das Kind kann einerseits in einem eigenen Bett und anderseits mit im Bett der Eltern schlafen, wobei dann die Rede vom Familienbett ist. Das gemeinsame Schlafen in einem Familienbett wird auch als Co-Sleeping bezeichnet.

In der Vergangenheit haben wir uns hier im Schlafmagazin bereits mit der Frage Babybett im Elternschlafzimmer – Ja oder Nein? beschäftigt. Heute wollen wir uns nun intensiver mit dem Familienbett auseinandersetzen, indem wir hinterfragen, was für und was gegen das Familienbett bzw. was für oder gegen das gemeinsame Schlafen von Eltern und Kindern in einer Schlafstätte spricht.


Was ist ein Familienbett?

Was ist Familienbett?Unter einem Familienbett versteht man eine gemeinsame Schlafstätte für Eltern und Kind bzw. Kinder. Die ganze Familie teilt sich also ein Bett und je nach Größe auch eine oder mehrere Matratzen.

Für mehr Liegekomfort und Bewegungsfreiheit werden nicht nur Doppelbetten in Maximalgröße von z.B. 200×220 cm als Familienbetten genutzt, sondern auch mehrere Betten nebeneinander gestellt, um eine noch großzügigere Liegefläche beim Familienbett zu erreichen. „Zusammengesetzte“ Familienbetten lassen sich am besten mit Bettgestellen „herstellen“, bei denen die Matratze über den Rahmen reicht bzw. wo die Matratze komplett aufliegt. Letzteres ist zum Beispiel bei Boxspringbetten der Fall.

Einige Familien bauen sich Ihr Familienbett auch komplett selbst, wobei die jeweiligen räumlichen Gegebenheiten natürlich optimal berücksichtigt, der vorhandene Platz im Schlafzimmer bestmöglich genutzt und individuelle Wünsche sowie Bedürfnisse erfüllt werden können.

Wenn mehrere Matratzen zum selbst gebauten oder aus mehreren Betten bestehenden Familienbett gehören sollten, lässt sich gegen die unliebsamen „Besucherritzen“ zwischen den Matratzen mit

Im weiteren Sinne werden auch Schlaflösungen als Familienbetten bezeichnet, bei denen das Kind eine eigene Schlafstätte in unmittelbarer Nähe des elterlichen Bettes hat. Dazu zählen Beistellbettchen oder Baby-Balkon am Ehebett genauso wie das direkt daneben aufgestellte Gitterbett für das Kind.


Eine kleine Einführung ins Co-Sleeping

Co-Sleeping - Wenn sich Mama, Papa und das Baby bzw. Kind ein Bett teilenWerden Säuglinge zum Schlafen mit in das elterliche Bett genommen, so wird dieses als Co-Sleeping (auf Deutsch: Co-Schlafen) bezeichnet. Statt von Co-Sleeping ist gelegentlich auch die Rede vom Bed-Sharing bzw. Bedsharing (englisch für Bett-teilen).

Früher war es aus verschiedenen Gründen üblich, dass Neugeborene sowie auch ältere Kinder ein Bett mit den Eltern teilten. Mittlerweile ist es allerdings zumindest in westlichen Kulturen so, dass Selbstständigkeit zu den wichtigsten Tugenden zählt und deshalb auch Kinder frühestmöglich dazu erzogen werden sollen, was insbesondere durch das Schlafen im eigenen Bett bzw. Zimmer erreicht werden soll.

In den USA ist es mittlerweile allerdings wieder absolut „angesagt“, die Kinder mit ins Eltern-Schlafzimmer zu nehmen und aus dem Ehebett ein Familienbett zu machen. Diese steigende Popularität des Co-Sleeping hängt sehr stark mit gesellschaftlichen Veränderungen zusammen. Dabei sind insbesondere der steigende Anteil an (mit-)arbeitenden Frauen, das Sinken der Kaufkraft (Lebenshaltungskosten steigen schneller als Einkommen) sowie die wachsende Anzahl alleinerziehender Eltern zu nennen. Bedingt durch diese Wandlungen bleibt heute am Tag oft deutlich weniger Zeit für die Kinder, was viele versuchen zu kompensieren, in dem zumindest die Nächte gemeinsam im Familienbett verbracht werden.

Für Eltern hat das Co-Sleeping den Vorteil, dass sie jederzeit direkt für ihr Kind da sein können, sei es zum nächtlichen Füttern bzw. Stillen des Säuglings oder zum Trostspenden beim Kleinkind, welches durch einen Alptraum aus dem Schlaf geschreckt ist oder generell Probleme mit dem Einschlafen hat.

Hat sich das Kind allerdings erst einmal über zwei oder drei Jahre daran gewöhnt, mit den Eltern das Bett zu teilen, wird es zunehmend schwerer es an ein eigenes Bett zu gewöhnen.

Das gemeinsame Schlafen in einem Bett mit einem Säugling ist nicht unumstritten, weil es schnell zu einer Überwärmung beim Kind kommen kann und stets die potenzielle Gefahr besteht, dass die Eltern das Kind „erdrücken“, wenn sie sich unbewusst im Schlaf umdrehen.


Jetzt sind bereits einige Argumente für das Familienbett und einige Argumente gegen das Familienbett genannt worden. Nachfolgend werden wir auf die Vorteile und Nachteile noch einmal gesondert und intensiver eingehen:

Was spricht für das Familienbett?

Schlafen bei Mama und Papa im Familienbett gibt Babys Geborgenheit und Sicherheit.Das Baby profitiert im gemeinsamen Bett mit den Eltern von einer ganz besonderen Geborgenheit und einem hohen Sicherheitsempfinden. – Die direkte körperliche Nähe sowie die Schlaf- und Atemgeräusche von Mama und Papa wirken sich positiv auf das Baby aus. Die meisten Säuglinge schlafen so auch deutlich ruhiger. Man sagt, dass Babys durch das Co-Sleeping seltener aufwachen und schneller wieder einschlafen. Sie sollen zudem auch weniger schreien als Säuglinge, die alleine schlafen.

Wenn das Baby bei den Eltern schläft, können diese schneller auf die Bedürfnisse des Kindes reagieren. Auf diese Weise muss das Kind weniger schreien.

Für stillende Mütter bietet das gemeinsame Bett den Vorteil, dass die nächtliche „Fütterung“ des Babys höchstkomfortabel und stressfrei erfolgen kann. Man braucht nicht extra aufzustehen, es gibt kein übermäßiges Jammern und anschließend können Mutter und Kind schnell wieder ein- und weiterschlafen. Wenn nicht zusätzlich eine neue Windel fällig ist, braucht man normal auch kein Licht, so dass Mutter und Kind nicht unnötig durch Lichtreize „aktiviert“ werden.

Die britische Durham Universität hat herausgefunden, dass sich stillende Mütter ihrem Kind in der Nacht mit dem Körper zuwenden: Die Mutter nimmt dabei eine besondere Haltung ein, die einen bestmöglichen Schutz für den Säugling verspricht. Dazu legt sich die Mutter auf die Seite und zieht ihre Knie so an, dass diese sich unterhalb der Füße des Babys befinden. Ihr Oberarm lagert über dem Kopf des Babys und bildet so eine Barriere nach oben hin. Das auf dem Rücken schlafende Baby liegt auf diese Weise flach auf der Matratze und nicht auf dem mütterlichen Kopfkissen. Innerhalb der „mütterlichen Schutzklammer“ ist der Säugling davor geschützt, erdrückt zu werden oder nach unten zu rutschen. Darüber hinaus nimmt die Mutter in dieser Schlafposition die Temperatur und Atemgeräusche ihres Kindes stetig wahr und ist bei Abweichungen schnell alarmiert.

Stillen im Familienbett - gut für Babys Gesundheit, stressfrei für die MamaDie Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Unicef sprechen sich bereits seit 2008 für die Nutzung des Familienbettes bzw. das Co-Sleeping aus, weil die Auswertung aller Studien dazu gezeigt hat, dass das gemeinsame Schlafen von Eltern und Kindern zahlreiche positive Aspekte mit sich mitbringt: So ist es in der Regel so, dass im Mütter Familienbett häufiger und länger Stillen, was förderlich für die Gesundheit des Babys ist bzw. dem plötzlichen Kindstod vorbeugen soll. Weiterhin konnte anhand von Videoaufnahmen festgestellt werden, dass Mütter während des Schlafes für die Sicherheit ihres Babys sorgen, in dem sie es unbewusst berühren. Durch die Berührungen soll sowohl ein Schutz vor Atemstillständen als auch vor dem Überhitzen gegeben sein – beides Faktoren, die im Zusammenhang mit dem plötzlichen Kindstod gesehen werden. Damit sich da Co-Sleeping im Familienbett positiv auswirken kann, sollten allerdings einige Regeln beachtet werden.

In der sogenannten bindungsorientierten Erziehung – auch als Attachment Parenting (oder abgekürzt: AP) bekannt – gehört das gemeinsame Schlafen im Familienbett zu den Grundsätzen. Die Erziehungslehre ist auf den Amerikaner Dr. William Sears (Professor für Kinderheilkunde, Kinderarzt) zurückzuführen, welcher für das Attachment Parenting sieben maßgebliche „Baby-Bs“ aufgestellt hat. – Das vierte Baby-B „Bedsharing“ gibt das gemeinsame Schlafen im Familienbett vor.

Weitere Informationen zur bindungsorientierten Erziehung bzw. zum Attachment Parenting im Internet:


Was spricht gegen das Familienbett?

Bei den Argumenten gegen das Familienbett ist häufig zu lesen, dass ein erhöhtes Risiko für eine Überhitzung des Säuglings und damit auch für den plötzlichen Kindstod gegeben ist, wenn dieser unter die Bettdecke der Eltern rutscht. Generell vertreten einige Mediziner und Fachleute die Ansicht, dass das gemeinsame Schlafen im Familienbett für Kinder unter einem Jahr nicht empfehlenswert ist, weil sie die Gefahr des plötzlichen Kindstods hierbei für zu stark erhöht einschätzen. Empfohlen ist stattdessen ein eigenes Bett mit im elterlichen Zimmer.

Gibt es innerhalb der Familienkonstellation einen oder mehrere unruhige Schläfer, so kann sich dieser – oder können sich diese – störend auf den Schlaf der restlichen Familienmitglieder auswirken. Besonders häufig sind mobil gewordene Kleinkinder regelrechte Störfaktoren im elterlichen Bett, wo diese auch ganz gerne mal quer in der Bettmitte liegen und so in beide Richtungen – Mama und Papa – gleichermaßen „austeilen“.

Viele Menschen behaupten, dass Kinder durch das Co-Sleeping zu sehr verwöhnt werden und es nachher sehr schwer wird, diese Kinder daran zu gewöhnen, alleine zu schlafen.

Da das Doppelbett im elterlichen Schlafzimmer üblicherweise auch als intimster Rückzugsort für die Eltern dient, steht für einige das gemeinsame Familienbett einem regelmäßigen Sexualleben und trauter Zweisamkeit entgegen. Weil aber auch außerhalb des Schlafzimmers „körperliche Begegnungen“ zwischen den Eltern absolut möglich sind, kann das Familienbett auch dazu führen, dass Partnerschaft und Sexualleben deutlich befriedigender ausfallen, wenn sich beide drauf einlassen und nach aktiv nach alternativen Orten sowie Zeiten für romantische Momente „suchen“.


Exkurs: Plötzlicher Kindstod

Bei Kindern bis zu einem Jahr zählt der plötzliche Kindstod, bei dem die Babys im Schlaf aufhören zu atmen, mit zu den häufigsten Todesursachen. Statt vom plötzlichen Kindstod ist auch die Rede vom Sudden Infant Death Syndrome bzw. abgekürzt SIDS.

Die Wissenschaft konnte bislang noch nicht eindeutig klären, warum es zum plötzlichen Kindstod kommt, so dass es keine Möglichkeit gibt, die Ursachen dafür „abzustellen“. Es konnten in der Vergangenheit allerdings einige Risikofaktoren für den plötzlichen Kindstod ermittelt werden. – Anhand dieser Risiken lassen sich allerdings Maßnahmen ableiten, die man unbedingt ergreifen sollte, um seinem Kind einen bestmöglichen Schutz vor dem plötzlichen Kindstod zu bieten:

  • Rückenlage statt Bauchlage
  • Schlafsack statt Bettdecke
  • kein Kissen und keine Plüschtiere im Bett
  • Umgebungstemperatur bei 16°C bis 18°C
  • Stillen bietet einen Schutz
  • Schnuller zum Schlafen bietet einen Schutz
  • Eltern sollten nicht rauchen

Weitere Informationen zum Thema: „Sicherer Schlaf für das Baby“ finden Sie bei der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. im Internet. Ebenfalls empfehlenswert sind die Leitlinie „Prävention des plötzlichen Säuglingstods“ (pdf-Datei) der DGSM (Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin) und AWMF(Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V.) sowie die englischsprachige Information der Unicef zum Thema „Co-Sleeping and SIDS“ (pdf-Datei).


Familienbett: Pro und Contra in der Übersicht

Pro Familienbett

  • Schlafrhythmus von Eltern und Kind/ern gleicht sich an
  • Eltern können unmittelbar für das Kind da sein / sofort reagieren
  • Schreizeiten werden reduziert / weniger Ruhestörung für alle
  • Eltern-Kind-Bindung wird gesichert, stabilisiert und gestärkt
  • Mehr gemeinsame Familienzeit
  • Urvertrauen des Kindes wird gestärkt
  • Mütter stillen meist häufiger und länger

Contra Familienbett

  • Baby/Kind wird durch das Co-Sleeping verwöhnt / kann später nur schwer alleine schlafen
  • Unruhige Schläfer in der Familie stören den Schlaf der anderen
  • Zweisamkeit der Eltern wird erschwert
  • Eventuell höheres Risiko für plötzlichen Kindstod, wenn Säuglinge unter einem Jahr im Familienbett schlafen

Fazit: Soll das Kind im Familienbett schlafen?

Ob das Kind oder die Kinder zusammen mit den Eltern in einem Bett schlafen sollen, ist eine Frage, die jeder für sich selbst beantworten muss. Generell gilt, dass sich auf jeden Fall beide Elternteile – also Mama und Papa – einig sein sollten, wie die nächtliche Schlafsituation gestaltet werden soll. Wenn nur z.B. Mama für ein Familienbett und Papa dagegen ist, sind Konflikte vorprogrammiert.

Anstellbett bzw. Baby-Balkon für das Elternbett - sicheres Familienbett und Co-Sleeping für Säuglinge

Wenn es darum geht, das neugeborene Kind im elterlichen Schlafzimmer schlafen zu lassen, ist das gemeinsame Schlafen in einem großen Bett auf derselben Schlafunterlage den meisten Experten nach eher weniger zu empfehlen. Hier ist die Anschaffung eines Baby-Balkons bzw. Anstellbettchens / Beistellbettes die sinnvollere Wahl. Dabei schläft das Kind ebenfalls sehr eng bei Mama und Papa und der direkte „Zugriff“ ist gegeben. Gleichzeitig hat das Baby aber einen ganz besonderen Schutzbereich. Es liegt auf einer angemessen harten Unterlage und ist vor dem Herausfallen bestens geschützt. Wenn dann noch alle weiteren Schutzmaßnahmen bezüglich des plötzlichen Kindstods ergriffen wurden, können alle sicher und entspannt schlafen.

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Wie bereits umfassend erörtert, handelt es sich bei der Entscheidung für oder gegen das gemeinsame Schlafen im Familienbett um eine sehr persönliche Angelegenheit, die jeder für sich selbst regeln muss.

Falls Sie sich für den Einsatz eines Familienbettes entschieden haben oder entscheiden sollten, finden Sie nachfolgend noch weitere wichtige Informationen und Tipps dazu:

Wichtige Grundregeln für das Familienbett

Wenn die Familie gemeinsam in einem Bett schläft – also Mama, Papa und Kind bzw. Säugling ein großes Familienbett nutzen – dann sollten folgende Regeln beachtet werden:

Das Bett sollte groß genug für alle sein!

Auf eine ausreichende Größe des Bettes sollte bei einem mit Kind/ern gemeinsam genutzten Familienbett unbedingt geachtet werden – mindestens 180 cm bzw. besser 200 cm sollten es schon sein. Nur so hat jedes Familienmitglied ausreichend Platz zum Schlafen und Entspannen. Interessante Informationen zur notwendigen Bettlänge und Bettbreite können Sie unserem Artikel „Körpergerechte Betten: Worauf ist zu achten?“ entnehmen.

Wenn das Bett zu klein ist, erhöht sich das Risiko einer Überhitzung für das Kind.

Richtige Ausstattung des Familienbettes!

Generell sollte das Familienbett mit einer durchgehenden Matratze (nicht zu weich) ausgestattet sein. Ist keine durchgängige Matratze möglich, können Besucherritzen zwischen den Matratzen mit Liebesbrücken (Schaumstoffkeile) wie z.B. den Matratzenkeil „orthowell Premium“ oder die Liebesbrücke „orthowell“ geschlossen werden.

Decken, Kissen und Kuscheltiere sollten im Familienbett auf ein absolutes Minimum begrenzt werden.

Das Baby schläft in seinem Schlafsack und ohne Decke!

Um zu verhindern, dass das Kind überhitzt oder unter die Decke gerät und im schlimmsten Fall keine Luft mehr bekommt, sollte es nur in einen passenden Schlafsack gelegt werden.

Babys unter einem Jahr sollten auf dem Rücken liegend schlafen!

Die Rückenlage soll nach heutigem Kenntnisstand der Wissenschaft die beste Schlafposition für Säuglinge sein, wenn es darum geht, dem plötzlichen Kindstod vorzubeugen.

Die Eltern sollten nicht rauchen!

Raucher geben auch im Schlaf noch Giftstoffe über die Atemluft ab, die sie mit dem Rauchen aufgenommen haben, wodurch die Gesundheit des Kindes gefährdet wird und sich das Risiko für den plötzlichen Kindstod erhöht.

Kein Elternteil sollte unter dem Einfluss von Alkohol, Drogen oder Medikamenten stehen!

Alkohol und Drogen beeinflussen die Wahrnehmung, das Verhalten und das Reaktionsvermögen, so dass u.U. nicht angemessen auf das Baby bzw. Kind im Bett reagiert werden kann. – Es besteht u.a. eine erhöhte Gefahr dafür, dass sich der Erwachsene im Schlaf auf das Baby legt und dieses erstickt.

Auch die Einnahme bestimmter starker Medikamente (insbesondere von Schlafmitteln) kann ein Argument dafür sein, nicht zusammen mit dem Baby im Familienbett zu übernachten, weil auch hier u:U. nicht mehr angemessen auf das Kind reagiert werden kann bzw. im Schlaf „vergessen“ wird, dass das Baby direkt neben einem liegt.

Wasserbetten sind keine geeigneten Familienbetten!

Wer zusammen mit seinem Baby oder Kind in einem Bett schlafen will, sollte auf ein Wasserbett verzichten bzw. sich kein Wasserbett als Familienbett anschaffen.

Vorsicht bei Krankheiten!

Wenn ein Elternteil erkrankt und z.B. Fieber hat, sollte dieser nicht zusammen mit dem Säugling und dem anderen Elternteil in einem Bett schlafen, um diese nicht anzustecken.

Vorsicht bei totaler Übermüdung und Erschöpfung!

Sollte ein Elternteil unter massivem Schlafentzug leiden und sich übermäßig müde bzw. erschöpft fühlen, ist es besser, in diesem Zustand ein oder auch mehrere Nächte alleine zu verbringen. Auf diese Weise kann das Schlafdefizit etwas ausgeglichen werden und es besteht keine Gefahr im „Tiefschlaf-Delirium“ zum Risiko für das Baby zu werden.

Keine Haustiere im Familienbett mit Baby!

Für einen Säugling geht von einem Haustier im Bett eine nicht zu unterschätzende Gefahr aus. Größere Hunde könnten das Kind z.B. im Schlaf erdrücken. Wenn sich ein Tier auf das Gesicht des Babys legt, besteht zudem auch ein hohes Erstickungsrisiko. Zusätzlich ist in diesem Zusammenhang auch Hygiene und Sauberkeit ein Thema, da Säuglinge noch kein übermäßig wirksames Immunsystem besitzen.

Erwachsener – Kind – Erwachsener – Kind

Schlafen mehrere Kinder mit im Familienbett, sollten die Kinder nicht direkt nebeneinander liegen.

Für Schutz vor dem Herausfallen sorgen!

Damit Kinder bzw. Babys nicht aus dem Bett herausfallen können, sollte das Familienbett über eine Reling oder einen anderen zuverlässigen Herausfallschutz verfügen. Kinder sollten generell in der Bettmitte schlafen, aber in der Zeit, wo Mama und Papa noch nicht im Bett sind, muss der Nachwuchs ja auch sicher im Familienbett aufgehoben sein. Ist der Säugling noch recht klein, sollte er idealerweise neben seiner Mutter an der Außenseite schlafen. Hier ist dann auch ein Rausfallschutz sehr wichtig. Alternativ kann natürlich auch ein Anstellbettchen bzw. Baby-Balkon genutzt werden.


Tipps für einen gelungenen Abschied vom Familienbett

Schluss mit Familienbett - Tipps, damit Ihr Kind alleine schlafen lerntWenn Sie sich für Co-Sleeping mit Ihrem Kind entschieden haben, werden Sie wahrscheinlich spätestens, wenn Ihr Kind zwei oder drei Jahre alt ist, den Wunsch nach einer entspannten Nachtruhe, die nicht durch ein herumwehrendes oder tretendes Kind gestört wird, verspüren. Vollführen Sie jetzt allerdings einen „harten Bruch“ und schicken Ihr Kind von einen auf den anderen Tag zum Schlafen in sein eigenes Bett und Zimmer, brauchen Sie in der Regel starke Nerven, da dieses zumeist mit viel Geschrei und Gejammer verbunden ist.

Damit Ihnen und vor allem Ihrem Kind die Umstellung vereinfacht wird, haben wir hier einige Tipps für einen gelungen Abschied vom Familienbett zusammengestellt:

Eigenes Bett im Elternzimmer

Gerade bei schon etwas älteren Kleinkindern, kann es sinnvoll sein, das Kind nicht direkt ins eigene Zimmer zu „verbannen“, sondern zunächst den Wechsel in ein eigenes Bett zu „üben“. Dazu sollte das Bettchen des Kindes neben das elterliche Bett gestellt werden. Wichtig ist, dass Sie Ihrem Kind in diesem Zusammenhang auch zu erklären, dass Mama und Papa ein Bett für sich alleine brauchen und es auch für das Kind angenehmer ist, wenn es sein eigenes Bett hat. Motivieren Sie Ihr zudem Kind häufiger, sich in das eigene Bett zu legen, damit es ein „Gefühl“ dafür bekommt und sich schneller daran gewöhnt.

Tagsüber mit Umstellung beginnen

Wenn Ihr Kind morgens und/oder mittags noch ein Schläfchen hält, sollte dieses nicht mehr im Elternbett, sondern in seinem eigenen Bett – idealerweise im Kinderzimmer – stattfinden. Seien Sie dabei in der Anfangszeit besonders achtsam und schnell zur Stelle, wenn Ihr Kind erwacht, damit es lernt, dass es sich auch auf Sie bzw. Ihre Anwesenheit verlassen kann, wenn es in seinem eigenen Zimmer schläft.

Feste Einschlaf-Rituale und vertraute „Kuschel-Freunde“ helfen

Behalten Sie bereits eingeführte Rituale vor dem Schlafengehen bei bzw. führen Sie Rituale ein, falls Sie bislang keine haben. Erklären Sie Ihrem Kind, dass es sich bekannte Gute-Nacht-Geschichten oder Schlaflieder selbst erzählen bzw. Vorsingen kann, wenn es in der Nacht erwachen sollte, um so selbst wieder in den Schlaf zu finden. Wenn Ihr Kind einen „Kuschel-Freund“ (Stofftier, Schmusedecke) hat, beziehen Sie diesen in das Einschlaf-Ritual sowie in die Umstellung mit ein – er vermittelt Ihrem Kind zusätzliche Sicherheit und kann ihm in der Nacht Trost spenden, wenn es sich alleine fühlt.



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Romina Lanzinger

Romina Lanzinger

Als Online Marketing Managerin stellt die Vermarktung des Online-Shops Betten.de ihr Kerngebiet dar. Seit 2019 ist sie auch im redaktionellen Bereich tätig.

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