Schlafsofa – Auf was ist beim Kauf zu achten?

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Schlafsofas - Worauf beim Kauf achten?

Das Schlafsofa ist ein beliebtes Möbelstück, welches im Laufe der letzten Jahrzehnte stetig weiterentwickelt wurde. Im Ergebnis stehen heute viele verschiedene Varianten des Schlafsofas für die unterschiedlichsten Wohnwünsche und Bedürfnisse zur Verfügung. Worauf Sie bei der Auswahl und beim Kauf eines Schlafsofas achten sollten, erläutern wir Ihnen in diesem Artikel.

Was ist ein Schlafsofa?

Durch Umklappen der Rückenlehne entsteht eine große Liegefläche bei diesem Schlafsofa.Unter einem Schlafsofa versteht man ein multifunktionales Möbelstück, welches die Funktion eines Sofas [Sitzen] mit der Funktion eines Bettes [Schlafen] in sich vereint. Schlafsofas gibt es in diversen Qualitäten und Ausführungen, woraus sich unterschiedliche Eignungen ergeben.

Schlafsofas sind zum Beispiel ideal für die Einrichtung von Ein-Raum-Appartements oder kleineren Wohnungen. Daneben bieten sich derartige Möbelstücke auch ideal für die flexible Gestaltung von Jugend-, Kinder- und Gästezimmer an.

Synonyme und Definitionen:

Synonyme:
Bettsofa, Schlafcouch, Bettcouch, Liege, Liegesofa, Récamiere
– teilweise auch: Ottomane, Diwan, Chaiselongue, Kanapee oder Diwan.

Der Duden „kennt“ die allgemein gebräuchliche Bezeichnung „Schlafsofa“ übrigens nicht. Hier finden sich folgende Definitionen:

Bettcouch, die
„auch als Bett benutzbare Couch“

Quelle: https://www.duden.de/rechtschreibung/Bettcouch

Schlafcouch, die
„Couch, die sich ausziehen, ausklappen o. Ä. lässt, sodass sie zum Schlafen benutzt werden kann“

Quelle: https://www.duden.de/rechtschreibung/Schlafcouch


In den Internet-Suchmaschinen hat der Begriff „Schlafsofa“ mit knapp 2,5 Mio. Suchergebnissen deutlich die Nase vorn. Auf Platz 2 rangiert die „Schlafcouch“ mit etwas mehr als 1,13 Mio. Treffern. Weit abgeschlagen sind das „Bettsofa“ [518.000 Ergebnisse] und die Bettcouch [139.000 Ergebnisse].

Wie funktioniert ein Schlafsofa?

Bei den meisten Schlafsofa-Varianten erfolgt die „Verwandlung“ von der Couch zum Bett durch Ausziehen oder mithilfe eines Klappmechanismus. Dabei gibt es in Abhängigkeit zum jeweiligen Modell bzw. zur jeweiligen Konstruktion mehr oder weniger große Unterschiede. Darüber hinaus stehen auch andere Schlafcouch-Lösungen zur Verfügung, die sich ohne „Umbau“ als Bett verwenden lassen.

Übersicht: So wird aus dem Sofa ein Bett | Funktionelle Varianten (modellabhängig)

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  • Rückenlehne umklappen
  • Rückenlehne und/oder Armlehne/n abnehmen
  • im Sofa integriertes Komplettbett ausklappen/ausziehen
  • Einzelteile (Lehnen/Zusatzelemente) ausklappen, um Liegefläche zu vergrößern
  • Zusatzelemente oder Polster an die bestehende Sitzfläche des Sofas anbauen, um Liegefläche zu vergrößern
  • Futon ausklappen oder ausrollen
  • Polster/Matratze ziehharmonikaähnlich ausfalten/ausklappen
    (Liegefläche direkt am Boden)

Arten von Schlafsofas

Grundsätzlich lassen sich Schlafsofas anhand der Art der Verwendung als Bett in Längsschläfer und Querschläfer unterteilen. Darüber hinaus werden Schlafsofas häufig aufgrund ihres Konstruktionsprinzips bzw. Aufbaus oder bestimmter Ausstattungsmerkmale in verschiedene Kategorien unterteilt.

Längsschläfer

Die Couch wird beim Längsschläfer so „umgebaut“, dass die Sitzfläche des Möbelstücks der Liegebreite entspricht. Zur Herstellung der Liegefläche wird der Längsschläfer nach vorne hin ausgezogen oder ausgeklappt, woraus sich die Länge der Liegefläche ergibt. Bei Schlafsofas, die als Längsschläfer konzipiert sind, werden eventuell vorhandene Armlehnen nicht zwangsläufig umgeklappt. Darüber hinaus wird auch die Rückenlehne bei vielen Modellen nicht in ihrer Position verändert, wenn das Sofa als Bett genutzt wird.

Wie man die Liegefläche bei einem Schlafsofa im Typ Längsschläfer berechnet.

Vorteile und Nachteile des Längsschläfer-Schlafsofas:

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  • großes Platzangebot (Liegefläche in der Regel deutlich größer als beim Querschläfer)
  • bequeme Schlafstätte für zwei Personen (modell- bzw. größenabhängig)
  • beim Umbau müssen Arm- und Rückenlehnen meist nicht unbedingt verstellt werden
  • mehr Stellfläche / Platz erforderlich – für den Umbau zum Bett kann es notwendig sein, z.B. den vor der Couch platzierten Tisch an die Seite zu räumen
  • Handling beim Umbau kann modellabhängig etwas schwieriger ausfallen
  • Anschaffungspreise sind oft etwas höher angesiedelt

Querschläfer

Beim Querschläfer-Sofa liegt man quer zur Sitzfläche, wobei Rückenlehne und ggf. Armlehnen zur Vergrößerung der Liegefläche umgeklappt werden. In der Länge entspricht die Liegefläche des Querschläfers entsprechend der Länge der Sitzfläche plus ggf. der Breite der Armlehnen. Die Breite der Liegefläche ergibt sich aus der Tiefe der Sitzfläche plus der Höhe der umgeklappten Rückenlehne.

So berechnet man die Liegefläche beim Querschläfer - Schlafsofa.

Vorteile und Nachteile des Querschläfer-Schlafsofas:

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  • platzsparender als Längsschläfer, weil weniger Grundfläche beim Ausklappen benötigt wird
  • Konstruktionsbedingt ist die Ausstattung mit einem Bettkasten möglich
  • auch in größeren Formaten z.B. Liegefläche 160×200 cm als komfortables Doppelbett für zwei Personen erhältlich (modellabhängig)
  • Umbau vom Sofa zum Bett in der Regel schnell und einfach machbar
  • Liegeflächen-Länge fällt gelegentlich relativ kurz aus
  • viele Modelle sind nur auf die Nutzung durch eine Person konzipiert
  • bei Modellen mit Armlehnen, die sich nicht vollständig abklappen lassen, kann das Liegen weniger komfortabel ausfallen

Weitere Unterscheidung

Bei Schlafsofas wird oft das Material herangezogen, aus dem der Bezug des Möbelstücks gefertigt ist, um die Sofas in verschiedene Gruppen zu unterteilen. Grob wird hierbei nach Stoff-Schlafsofas und Leder-Schlafsofas (inklusive Kunstleder) unterschieden. Bei den stoffbezogenen Bettsofas gibt es zahlreiche Varianten, so kommen unter anderem glatte, fein strukturierte oder grob strukturierte Bezugsstoffe zum Einsatz. Die Stoffe können darüber hinaus uni in einem Farbton gehalten oder aber auch kleiner oder größer gemustert sein. Besonders kuschelig sind Modelle mit Bezügen aus streichelweichem Samt oder Chenille, die teilweise auch mit einem längeren Flor eingesetzt werden.

Verschiedene Polsterungen / Matratzen bei Schlafsofas

In den 1990er Jahren waren Schlafsofas mit einer einfachen Schaumstoff-Polsterung weit verbreitet, bei denen die eingeklappte Matratze mit wenigen Handgriffen nach vorne hin so ausgeklappt wurde, dass die Schlafstätte sich direkt auf dem Boden befand (Längsschläfer). Es gab keinen Lattenrost und auch keine ergonomische Abstimmung an die besonderen Anforderungen des liegenden Körpers.

Heutzutage sind derartige Bettsofas kaum noch zu finden, was nicht verwunderlich ist, da die meisten dieser Modelle weder beim Sitz- noch beim Schlafkomfort überzeugen konnten. Derartige Sofas waren allenfalls eine Notlösung für das Gästezimmer oder ein zusätzliches Möbelstück für Kinder- oder Spielzimmer.

Moderne Schlafsofas bieten – je nach Modell – einen ähnlich hohen Schlafkomfort wie Betten und können auch mit einer ähnlichen Ausstattung aufwarten. Wie im Bereich der Matratzen gibt es bei den Bettsofas eine entsprechende Auswahl, die ebenso Ausführungen mit hochwertigem Kaltschaum, Federkern (Bonell- oder Taschenfederkern), Latex wie auch innovativen Materialien wie Gelschaum umfasst. Darüber hinaus sind so genannte Futon-Schlafsofas erhältlich, bei denen die Matratze / Polsterung ähnlich wie der klassische japanische Futon aus mehreren Lagen Baumwollfasern besteht.

Die Unterfederung kann bei der Bettcouch z.B. im Bereich der Sitzfläche aus einer Wellenunterfederung (Stahlwellenfedern) und in der Rückenlehne aus elastischen Gurten bestehen. Schlafsofas für jede Nacht, so genannte Dauerschläfer, sind häufig mit einem richtigen Lattenrost analog zum Bett ausgestattet.

Eine relativ neue Variante ist das Boxspring-Schlafsofa. Bei Couch-Modellen im Boxspring-Aufbau handelt es sich um ein Schlafsofa mit hochwertigem Federkern (bei einigen Modellen auch mit doppeltem Federkern wie beim Boxspringbett). Zur Ausstattung vieler Boxspring-Schlafsofas gehört – analog zur gleichnamigen Bettengattung – eine zusätzliche dünne Auflage (Topper), die lose aufgelegt wird oder aber auch fest mit der weiteren Polsterung der Couch verbunden sein kann.

Übersicht: Verbreitete Polsterungen / Matratzen bei Schlafsofas

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  • Futon
    • besteht aus mehreren Lagen Baumwolle (oft zur Stabilisierung in Verbindung mit einem Schaumkern)
    • meist dünner ausgeführt
    • vermitteltes Liegeempfinden eher fest
    • Liege-/Schlafkomfort in der Regel weniger hoch
    • empfehlenswert in erster Linie für die gelegentliche Nutzung
  • Kaltschaum
    • bewährtes Kernmaterial in der Matratzenherstellung
    • punktelastische Wirkung, hohe Rückstellfähigkeit
    • atmungsaktiv durch feinporige Struktur
    • Qualität abhängig vom Raumgewicht
    • in Abhängigkeit von der sonstigen Ausstattung durchaus für regelmäßige Nutzung geeignet
  • Federkern
    • Klassiker in der Fertigung von Matratzen und Polstermöbeln in verschiedenen Varianten
    • Stahlfedern in unterschiedlicher Güte, Verarbeitung und Anzahl bilden den Polsterkern
    • „Pump-Effekt“ des Federkerns sorgt für eine gute Durchlüftung
    • hochwertige Ausführungen mit Taschenfederkern teilweise auch mit ergonomischer Liegezonen-Einteilung – empfehlenswert bei der Verwendung des Schlafsofas als Dauerschläfer für jede Nacht | einfachere Ausführungen eignen sich eher als Gästebett oder für die Verwendung im Kinder-/Jugendzimmer
  • Latex
    • aufgeschäumter Kautschuk aus natürlicher oder synthetischer Produktion
    • hohe Anpassungsfähigkeit, hohe Elastizität, hohe Rückstellfähigkeit
    • punktelastische Wirkung
    • je nach Modell sehr schwer und damit teilweise etwas unpraktischer in der Handhabung
    • in Abhängigkeit von der sonstigen Ausstattung durchaus für regelmäßige Nutzung geeignet
  • Gelschaum
    • innovatives Material aus der Matratzenfertigung
    • vermittelt ein angenehm-weiches Liegegefühl
    • wirkt punktelastisch und druckentlastend
    • wird bei Schlafsofas z.B. im „Sandwich“ mit Kaltschaum angeboten, wo der Gelschaum als obere „Liegeschicht“ fungiert
    • in Abhängigkeit von der sonstigen Ausstattung durchaus für regelmäßige Nutzung geeignet

Praktischer Mehrwert: Bettkasten beim Schlafsofa

Ein Schlafsofa mit Bettkasten ist die beste Wahl bei kleinen Räumen oder wenig Platz.Wird das Schlafsofa angeschafft, um ein Ein-Raum-Appartement, eine kleine Wohnung oder ein Kinder-/Jugendzimmer gleichzeitig mit Sitzgelegenheit und Schlafstätte auszustatten, sollte die Wahl auf ein Modell fallen, welches sich für jede Nacht eignet und einen Bettkasten bietet.

Der praktische Bettkasten, der bei vielen Schlafcouch-Modellen unterhalb der Sitzfläche untergebracht ist, erlaubt das unsichtbare Verstauen des Bettzeuges während der Zeit, wo die Couch als Couch zum Sitzen verwendet werden soll.

Bei einem Modell ohne Bettkasten stellt sich dann wieder die Frage, wohin mit Decke und Kissen, wenn das Sofa nicht zum Schlafen genutzt wird.

Übersicht: Einteilung von Schlafsofas | Schlafsofa-Typen – Kategorien

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  • Unterscheidung nach Art der Verwendung als Bett:
    • Längsschläfer
    • Querschläfer
  • Unterscheidung nach Umbauweise:
    • Klappsofa
    • Sofa zum Ausziehen
    • Tagesbett / Polsterliege / Relaxliege / Sofaliege / Studioliege (ohne Umbau nutzbar)
  • Unterscheidung anhand des eingesetzten Bezugsmaterials:
    • Stoff-Schlafsofas (diverse Stoffqualitäten)
    • Leder-Schlafsofas (einschließlich Kunstleder)
  • Unterscheidung anhand der Matratze bzw. Polsterung:
    • Schlafsofas mit Federkern
    • Boxspring-Schlafsofas
    • Futon-Schlafsofas
    • Schlafsofa mit Schaumstoff / mit Kaltschaum / mit Kaltschaum-Gelschaum / mit Latex – als Matratze/Polsterung
    • Polsterliegen mit Festpolsterung / lose einliegender Matratze
  • Unterscheidung nach Art der vorgesehenen Nutzung:
    • Schlafsofas für jede Nacht [Dauerschläfer]
    • Schlafsofas für Gäste [Gelegenheitsschläfer]
  • Weitere Schlafsofa-Typen:
    • Schlafsofa mit Bettkasten
    • Schlafsofa mit Lattenrost
    • Schlafsessel

Die meisten Bettcouch-Modelle lassen sich in gleich mehrere der aufgelisteten Kategorien einordnen. So kann ein stoffbezogener Längsschläfer beispielsweise gleichzeitig auch über einen Lattenrost und eine Latex-Matratze verfügen oder ein lederbezogener Querschläfer einen Boxspring-Aufbau und einen Bettkasten bieten.

Kleine Galerie verschiedener Schlafsofa-Typen aus dem Betten.de Sortiment:

Was wiegt ein Schlafsofa?

Fragen wie „Wie viel wiegt ein Schlafsofa?“ oder „Wie schwer ist ein Schlafsofa?“ lassen sich pauschal kaum beantworten. Verschiedene Faktoren nehmen neben der Größe Einfluss auf das Gewicht des Möbelstücks. – So erhöht ein Massivholzrahmen das Gewicht des Sofas beispielsweise ebenso wie eine dickere Matratze aus Latex. Und auch ein stabil konstruierter Bettkasten macht das Sofa zwangsläufig schwerer.

Wenn für Sie das Gewicht des Schlafsofas eine große Relevanz hat, sollten Sie dieses vor dem Kauf für Ihr bevorzugtes Modell bzw. die Modelle Ihrer engeren Auswahl erfragen.

Was ist besser: Schlafsofa oder Bett?

Ein pauschales Urteil „Betten sind besser als Schlafsofas“ oder „Schlafsofas sind besser als Betten“ kann man aufgrund der großen Bandbreite an unterschiedlichen Modellen und Ausstattungen in beiden Produktbereichen nicht fällen.

Wenn ein Schlafsofa als vollwertiger Ersatz für ein Bett – also als dauerhafte Schlafstätte (Dauerschläfer) – angeschafft werden soll, sollte darauf geachtet werden, dass sich die Schlafcouch – analog zum Bett – flexibel ausstatten lässt. Es sollte also eine Wahlmöglichkeit bei der Matratze bzw. Polsterung vorhanden sein, so dass das Schlafsofa an die konkreten Bedürfnisse angepasst werden kann. Alternativ kann die Wahl auch auf ein hochwertiges Modell mit „fixer“ Ausstattung fallen, wenn diese Ausstattung den gestellten Anforderungen an die Schlafunterlage gerecht wird. Ein derartiges Bettsofa kann genauso gut wie ein entsprechend ausgestattetes Bett sein.

Generell kann man sagen, dass ein sehr gutes Schlafsofa – in einer auf den Nutzer abgestimmten Ausführung – auf jeden Fall besser als ein unpassendes Bett ist. Gleiches gilt natürlich auch entsprechend umgekehrt: Ein gut abgestimmtes Bett mit einer hochwertigen Ausstattung wird immer besser als eine schlecht gewählte Schlafcouch sein. Eine gute Beratung ist deshalb insbesondere bei der Wahl eines Dauerschläfer – Schlafsofas das A und O.

Wie lange hält ein Schlafsofa?

Die Lebensdauer eines Schlafsofas hängt unter anderem von seiner Qualität (Material und Verarbeitung) sowie der Intensität der Nutzung ab. Eine hochwertige Bettcouch mit separater Matratze und robustem Bezugsstoff lässt sich durchaus für zehn Jahre und länger verwenden. Sehr einfach ausgeführte Schlafsofas aus dem unteren Preissegment können auch bei normaler bis mäßiger Nutzung bereits nach ein paar Jahren reif für einen Austausch sein.

Was beim Kauf beachten? – Tipps

Wertvolle Tipps und Hintergrundinformationen, die Sie bei der Auswahl Ihres neuen Schlafsofas unterstützen. Was Sie vor dem Erwerb der neuen Bettcouch beachten sollten:

  • Tipp 1: Matratze und Lattenrost sind von Vorteil
    Vor allem bei Dauerschläfern – also Schlafsofas, welche jede Nacht genutzt werden, lohnt sich die Wahl eines Modells mit separater Matratze und Lattenrost. Auf der einen Seite lässt sich so der Liegekomfort optimal auf die eigenen Wünsche anpassen. Auf der anderen Seite werden die Sofapolster geschont, wenn sie nicht bei Nutzung der Couch als Bett benötigt werden. Grundsätzlich kann man bei der Investition in ein derartiges Schlafsofa in hochwertiger Ausführung davon ausgehen, dass man sehr lange Freude an dem Möbelstück hat, da sich z.B. die Matratze einfach bei Bedarf tauschen lässt.

  • Tipp 2: Messen Sie genau nach
    Bevor Sie sich auf die Suche nach einer Schlafcouch machen, sollten Sie den Aufstellort genau ausmessen. Wie viel Platz steht zur Verfügung? Denken Sie dabei auch an den Platz, den das Sofa beansprucht, wenn es zum Bett umgebaut ist. Insbesondere Längsschläfer haben hier in der Regel einen höheren Bedarf. Wenn ein Tisch vor dem Sofa steht, muss dieser ggf. zur Seite gestellt werden. Auch hierfür wird Platz benötigt und Sie sollten sich schlussendlich auch noch im Zimmer bewegen können, wenn das Sofa als Bett genutzt wird.

  • Tipp 3: Sitzhöhe und Sitztiefe berücksichtigen
    Damit das Schlafsofa auch gerne als Sitzmöbel genutzt wird, sollte es auch hierfür bestimmte Anforderungen erfüllen. Die ideale Sitzhöhe liegt bei ca. 43 bis 48 cm, wobei auch immer die eigene Körpergröße eine Rolle spielt. Die Sitztiefe sollte bei 55 bis 62 cm liegen.

  • Tipp 4: Liegehöhe
    Es gibt Schlafsofas, bei denen sich die Liegefläche bei Verwendung der Bettfunktion direkt am Boden oder nur leicht darüber befindet. Dieses ist wahrscheinlich für gelegentliche kindliche oder jugendliche Übernachtungsgäste überhaupt kein Problem, während man mit zunehmendem Alter keine Lust und keinen Elan mehr hat, sich vom Boden hochzukämpfen. Günstig ist es, wenn die Liegehöhe identisch mit der Sitzhöhe ist oder nicht wirklich weit darunter liegt.

  • Tipp 5: Abnehmbare Bezüge können sinnvoll sein
    Es gibt Schlafsofa-Modelle, die mit abnehmbaren Bezügen ausgestattet sind. Diese Bezüge können tlw. bei Bedarf gewaschen oder in die chemische Reinigung gegeben werden. Außerdem sind in der Regel Ersatzbezüge – oft auch in anderen Designs und Farben – erhältlich. Sollte sich der eigene Geschmack ändern, kann das Sofa so einfach an die neuen Wünsche angepasst werden.

  • Tipp 6: Bezugsmaterial, Farbgebung und Design
    Optisch sollte Ihnen das Schlafsofa selbstverständlich gefallen und vom Stil her zur Einrichtung des Aufstellortes bzw. Raumes passen. Ob Sie dabei eine eher helle oder eine dunkle Variante sowie einen Stoff- oder Lederbezug bevorzugen, bleibt Ihnen überlassen. Mit kleinen Kindern oder Tieren empfiehlt sich allerdings die Auswahl eines möglichst unempfindlichen, pflegeleichten Materials in einer nicht zu hellen Farbe. Kunstleder lässt sich beispielsweise sehr leicht abwischen. Hochwertiges Kunstleder ist zudem weniger anfällig für Kratzer oder Abschürfungen. Generell vermittelt Leder / Kunstleder ein eher kühles Gefühl, während viele Stoffe hingegen Wärme ausstrahlen. Je länger der Flor, umso gemütlicher wirkt der Stoffbezug des Sofas. Allerdings verbunden mit einer höheren Empfindlichkeit.

  • Tipp 7: Stauraum im Bettkasten
    Ein Bettkasten ist ideal zur Unterbringung des Bettzeuges, wenn die Couch als Couch und nicht als Bett genutzt wird. Achten Sie darauf, dass die Luft im Bettkasten zirkulieren kann. Stellen Sie ggf. regelmäßig den Bettkasten für eine Zeit lang „offen“, damit aufgenommene Feuchtigkeit entweichen kann.

  • Tipp 8: Testen / Probesitzen / Probeliegen
    Wenn Sie ein Modell vor Ort im Möbelgeschäft testen, sollten Sie darauf achten, dass der Sitzkomfort Ihren Wünschen entspricht. Beim Probeliegen auf dem Schlafsofa sollte Ihre Wirbelsäule gut abgestützt werden. Ist die gebotene Liegefläche ausreichend oder haben Sie bereits beim kurzen Testen schon das Gefühl, dass es an Platz mangelt? Dann sollte die Wahl auf ein anderes Sofa fallen. Probieren Sie auch den Umbaumechanismus aus und prüfen Sie, ob sich dieser gut betätigen lässt. Es sollte nichts klemmen oder haken.

 

Hilfreiche Fragen zur Auswahl des richtigen Schlafsofas:

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  • Wie und durch wen soll das Schlafsofa in erster Linie genutzt werden?
  • ✓ Wie groß soll das Schlafsofa sein? (Anzahl Sitzplätze | Größe Liegefläche)
  • ✓ Steht ausreichend Platz im Raum für das Sofa zur Verfügung? (auch umgebaut?!)
  • Welchen Stil soll das Schlafsofa haben? (Wünsche Farbe, Design, Material)
  • Soll das Sofa über Armlehnen verfügen?
  • Wird ein Quer- oder Längsschläfer bevorzugt?
  • Soll das Sofa einen Bettkasten haben?
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Ulrich Carsten

Ulrich Carsten

Zertifizierter Bettenfachberater mit dem Schwerpunkt Matratzen in unserem Online-Shop "Betten.de" und seit 2011 Chef-Redakteur im Betten.de-Magazin. Sie finden Ihn auch auf .

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