Schlafzimmereinrichtung für die zweite Lebenshälfte

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Altes EhepaarAb 50 ändern sich die Ansprüche an den Komfort und die Ausstattung im eigenen Zuhause. Das ist genau der richtige Zeitpunkt, um bei einer anstehenden Modernisierung an die Zukunft zu denken – auch beim Schlafzimmer. Denn auch hier gilt: lieber Vorsorge als Nachsorge.

Die zweite Lebenshälfte: Ansprüche ändern sich

Ab einem Alter von ungefähr 50 Jahren kommt für viele Menschen der Zeitpunkt, an dem noch einmal eine Generalüberholung der Wohnung oder des Hauses fällig wird. Die Einrichtung ist vielleicht nicht mehr zeitgemäß und soll modernisiert werden. Oder die Kinder sind aus dem Haus, wodurch eine neue Einteilung der Räume zur idealen Voraussetzung für eine komplette Renovierung wird.

Wer langfristig plant, der muss in diesem Moment – vielleicht zum ersten Mal – zwangsläufig an seinen Bedarf im Alter denken. Viele verbinden mit den Begriffen „Seniorenbett“ oder „Seniorenschlafzimmer“ Möbel in kargem Krankenhausstil. Doch das Gegenteil ist der Fall. Denn seniorengerechte Schlafzimmereinrichtungen sind hochwertig verarbeitet und optisch genauso ansprechend wie herkömmliche Möbelstücke, bieten aber wesentlich mehr Komfort. Daher werden sie häufig unter dem Begriff „Komfortmöbel“ geführt.

Zentraler Punkt: Das richtige Bett

Mit höherem Alter oder wenn körperliche Beeinträchtigungen vorliegen, ist man bei der Schlafzimmereinrichtung froh über Extras, die das tägliche Leben erleichtern. Zentraler Punkt der altersgerechten Schlafzimmergestaltung ist das Bett. Seniorenbetten oder Komfortbetten sind genauso aufgebaut wie handelsübliche Betten, haben aber eine erhöhte Liegefläche. Diese Komforthöhe (Rahmenhöhe über 40 cm) ermöglicht ein leichtes und sicheres Hinsetzen und Aufstehen. Durch die Höhe ergibt sich zusätzlicher Stauraum, der mit einem Bettkasten oder einer Schublade unter dem Bett genutzt werden kann.

So wird das Bett noch komfortabler

Komfortables Bett für SeniorenVervollständigt wird ein Komfortbett durch eine individuell abgestimmte Matratze. Der Anspruch an die Matratzenhärte ändert sich im Laufe des Lebens. Wer älter wird, bevorzugt oft weichere Matratzen. Elektrisch verstellbare Kopf- und Fußteile sorgen für zusätzliche Bequemlichkeit, zum Beispiel beim Lesen. Teilbare Betten bieten Flexibilität: Mit wenigen Handgriffen lassen sich diese Doppelbetten in zwei einzeln stehende Betten teilen. Ein gepolstertes und /oder schräges Kopfteil bietet eine zusätzliche Möglichkeit zum bequemen Anlehnen.

Denken Sie auch an die kleinen Extras bei der Schlafzimmereinrichtung

Bett mit Bettbank in WeißSoll eine neue Schlafzimmereinrichtung bis ins höhere Lebensalter halten und Komfort bieten, dann ist Qualität umso wichtiger. Achten Sie auf hochwertige Materialien und gute Verarbeitung. Neben dem Bett gibt es noch weitere Möbel, die altersgerecht gestaltet werden können. Der Nachttisch sollte in passender und angenehmer Höhe gewählt werden. Eine Bettbank bietet Platz, um sich bequem im Sitzen anzukleiden. Für das Ablegen von Kleidung eignet sich ein praktischer Herrendiener oder Kleiderständer.

Auch bei der Auswahl des Kleiderschrankes können Kleinigkeiten das tägliche Leben erleichtern. Der Schrank sollte einfach zu öffnen sein, sowie gute Zugänglichkeit zu allen Schrankfächern und genug Platz zum Öffnen der Türen bieten (wenn keine Schwebe- oder Schiebetüren vorhanden sind). Achten sollten Sie auf Türen mit Griffen. Schlüssel sind schwerer zu greifen, können sich verkannten oder herausfallen.

Altersgerechtes Schlafzimmer: Auf was Sie achten müssen

Icon Checkliste

Unsere Tipps zur Einrichtungsplanung für die zweite Lebenshälfte, zum Nachlesen oder Ausdrucken :

Das Bett

  • Komforthöhe (Rahmenhöhe mindestens 40 cm): Die Sitzhöhe sollte ermöglichen, bequem aus dem Bett zu „gleiten“, statt mühsam aufzustehen.
  • Teilbar oder nicht teilbar: Soll ein Doppelbett bequem in zwei Einzelbetten teilbar sein, um später flexiblere Möglichkeiten zu haben?
  • Verstellbarer Lattenrost: Elektrisch kann per Knopfdruck das Kopf- und Fußteil geneigt werden.
  • Matratze: Matratzenart und Härte den individuellen Bedürfnissen der kommenden Jahre anpassen.
  • Fußteil: Mit oder ohne Fußteil? Wählen Sie entsprechende Bettenmodelle.
  • Kopfteil: Polster bieten Schutz und zusätzliche Fläche zum Anlehnen.

Schlafzimmermöbel für die zweite Lebenshälfte

  • Kleiderschrank: Komfortable Zugänglichkeit und Griffe (keine Schlüssel).
  • Nachttische: Zum Bett passende Höhe.
  • Bettbank: Bequemes Ankleiden im Sitzen (und je nach Modell zusätzlicher Stauraum
    durch Regalboden oder Staufach).
  • Herrendiener: Bequemes Zurechtlegen der Kleidung für den nächsten Tag.

Weitere Tipps zur Schlafzimmergestaltung

  • Sorgen Sie für Bewegungsfreiheit und vermeiden Sie Stolperfallen wie lose Teppichkanten, erhöhte Schwellen, vorstehende Ecken und unnötig sperrige Möbel.
  • Eine gute Beleuchtung (oder sogar Bewegungsmelder) reduzieren die Gefahr für Unfälle und Stürze.
  • Der Lichtschalter sollte vom Bett aus erreichbar und auch im Dunkeln gut auffindbar sein.
  • Soll ein Telefon neben dem Bett platziert werden?

Ein Sortiment an seniorengerechten Betten finden Sie im Online-Shop von Betten.de. Bei Fragen oder speziellen Wünschen sind wir gerne jederzeit für Sie da und beraten Sie per E-Mail oder telefonisch.

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Stefan Wabnik

Stefan Wabnik

Zertifizierter Bettenfachberater mit dem Schwerpunkt Betten und Schlafzimmermöbel in unserem Online-Shop „Betten.de“ und seit 2014 im Betten.de-Magazin als Autor tätig. Sie finden Ihn auch auf Google+.

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