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REM-Phase

Betten.de Lexikon – Wissenswertes von A-Z

Die Abkürzung REM leitet sich von der Beschreibung "Rapid Eye Movement" ab, frei übersetzt also "schnelle Bewegungen der Augen". Gemeint sind damit die von außen sichtbaren Augenbewegungen, die der Schläfer unter den Lidern vollzieht. Sie treten nur in einem gewissen Stadium des Schlafs auf. Weckt man den Schlafenden genau in dieser Zeitspanne, berichtet er augenblicklich von intensiven Träumen und Erlebnissen.

Der REM-Schlaf wird auch als "Paradoxer Schlaf" bezeichnet. Das liegt daran, dass der Mensch viele Anzeichen einer wachen Person aufweist – nachweislich jedoch fest schläft. Der REM-Schlaf hat übrigens nichts mit dem Tiefschlaf zu tun.

Synonyme


Paradoxer Schlaf

Vorkommen


Bisher konnte bei jedem untersuchten Menschen die REM-Schlafphase nachgewiesen werden. Aber: Nicht nur wir genießen die traumreiche Schlafsequenz, sondern ebenso die Tiere. Bis auf Delfine und Ameisenigel scheinen alle Säugetiere im Schlaf unweigerlich in den REM-Zustand abzugleiten.

Symptome und Anzeichen


Neben den flackernden Augenbewegungen gibt es weitere Anhaltspunkte, die für die REM-Phase typisch sind: Einerseits sind alle Muskeln des Körpers erstaunlich entspannt. Der Schläfer verweilt sehr lange in ein und derselben Position, so dass sogar Arme und Beine einschlafen können. Andererseits steigen Atmung, Blutdruck und Puls leicht an. Manche Schläfer wirken dadurch richtiggehend agil.

Im Schlaflabor lässt sich mittels EEG ferner feststellen, dass im Gehirn nun eine andere Aktivität vorherrscht. Spezifische Theta-, Alpha- und Beta-Wellen laufen in ungewöhnlichen Mustern ab, die so eigentlich nur im Wachzustand oder bei kleinen Kindern nachweisbar sind. Das Hirn ist also einerseits entspannt, andererseits aber hochaktiv.

Während der Nachtschlaf ansonsten eher traumlos vonstattengeht, deuten die Augenbewegungen sowie die spezifischen Hirnwellen auf intensive Träume hin.

Nachweisbare Anzeichen bei einem Erwachsenen:
  • Starke Bewegungen der geschlossenen Augen.
  • Zunahme von Atmung, Blutdruck und Puls.
  • Unverkennbares Wellenmuster im Gehirn.
  • Stärkere Durchblutung der Genitalien, des Magens und des Zwölffingerdarms.
  • Ausschüttung des Stresshormons Adrenalin.

Dauer


Während Babys und Kinder nahezu ihre gesamte Schlafenszeit in der REM-Phase verbringen, nimmt die Dauer ab dem achten Lebensjahr sukzessive ab. Dann gliedert sich der Schlaf in insgesamt drei Phasen auf, wovon der REM-Schlaf eine eigene Spanne darstellt. Die Stadien wiederholen sich und laufen während der Nacht in messbaren Zyklen ab.

Zusammengerechnet verbringt der Mensch nur rund 20 bis 25 Prozent seiner Schlafenszeit im REM-Schlaf. Wer sich pro Nacht also nur rund sechs Stunden Ruhe gönnt, verweilt demnach knapp 1,5 Stunden in der eigentlich so wichtigen Phase.

Bedeutung: Warum ist der REM-Schlaf wichtig?


Der REM-Schlaf gilt als der essenziellste Abschnitt der Nachtruhe. Hintergrund ist, dass während dieser Phase die Geschehnisse des Tages mutmaßlich sortiert, verarbeitet und eintaxiert werden. Das Gehirn durchlebt die Ereignisse und Empfindungen der vergangenen Tage im Prinzip ein weiteres Mal.

Warum das genau geschieht, ist unklar. Durch Untersuchungen geht man davon aus, dass darüber die Informationsverarbeitung optimiert wird. Indem das Gehirn bestimmte Situationen, Wünsche oder Motive bildlich wiederholt, lernt es, Dinge einzuordnen und zu bewerten. Nach dieser Simulation werden die Motive abgespeichert; das erworbene Wissen wird wie auf einer Festplatte eingelagert.

Zu den verarbeiteten Themen zählen:
  • Aktive Wahrnehmungen des Tagesgeschehens.
  • Emotionen und Erinnerungen an das Erlebte.
  • Aufgaben, Argumente, Problemlösungen und erforderte Kreativität.
  • Analytische Selbstbeobachtung, Glaube, Wille und Orientierung.

Die Folgen von REM-Schlaf-Entzug


Dürfen die Probanden im Schlaflabor zwar einschlafen, werden sie jedoch jedes Mal geweckt, wenn sich die REM-Phase ankündigt, treten in den folgenden Tagen bei den allermeisten Teilnehmern symptomatische Wesensveränderungen auf:

Die Testpersonen leiden dann unter einem erheblichen Hungergefühl und zeigen starke aggressive wie sexuelle Emotionen. Ihre Lern- und Konzentrationsleistung fällt unmittelbar ab. Auch treten merkbare Gedächtnisprobleme auf. Kurzum: Sie sind hungrig, gereizt und können sich nichts mehr merken.

Wirkung von Medikamenten


Manche Arzneimittel wirken nicht nur auf den Schlaf-Wach-Rhythmus, sondern greifen zusätzlich unmittelbar in den REM-Zustand ein. Insbesondere trizyklische Antidepressiva (TZA) sowie gewisse Schlafmittel können dazu führen, dass der Körper die wichtige REM-Phase kaum mehr erreicht. Auch manche Antihistaminika greifen derart in das Schlafmuster ein, dass sich die Tiefschlafphase verlängert, und die REM-Phase somit verkürzt.

Erkrankung


Manche Menschen leiden unter einer REM-Schlaf-Verhaltensstörung (REM sleep behavior disorder). Auffallend bei dem Schlafproblem ist, dass dabei die eigentliche Muskelentspannung während der REM-Phase entfällt. Der Schläfer liegt jetzt nicht mehr entspannt im Bett, sondern durchlebt aktiv seinen Traum. Die Person richtet sich mitunter auf und führt aggressive Bewegungen aus. Betroffen sind insbesondere Männer ab 60 Jahre. Was die Störung genau auslöst, ist derweil noch nicht erforscht.

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