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Kettfaden

Betten.de Lexikon – Wissenswertes von A-Z

Kettfaden ist ein Begriff aus dem Webhandwerk. Man unterscheidet beim Weben den Kettfaden und den Schussfaden. Der Kettfaden wird im Webstuhl in Längsrichtung aufgespannt und läuft parallel zur Webkante. Die Schussfäden verlaufen dagegen quer zur Webkante.

Der Kettfaden wird auch als Kette, Zettel, Aufzug, oder altertümlich auch als Werft bezeichnet. Übrigens: Die Weberei ist eines der ältesten Handwerke. Noch bevor sie die Töpferei kannten, waren die Menschen bereits vor ungefähr 30.000 Jahren in der Lage, textile Gewebe herzustellen.

Faultier Finn im Inhaltsverzeichnis
Inhalt – Kettfaden:
Weitere Informationen und zugehörige Themen im Lexikon:

Synonyme


Aufzug, Kette, Werft, Zettel

Wie entsteht ein Gewebe?


Beim Weben werden Kettfäden und Schussfäden über- und untereinander hergeführt. Anders als beim Flechten, bei dem eine diagonale Verbindung entsteht, werden beim Weben die Fäden rechtwinklig verkreuzt. Wichtig ist dabei, dass die Fäden sehr eng aneinandergefügt werden, damit es zwischen Kett- und Schussfäden möglichst viele Verbindungspunkte gibt. Nur so kann ein haltbares Gewebe entstehen.

Es gibt verschiedenen Webtechniken, die sich dadurch unterscheiden, in welchem Rhythmus der Schussfaden über oder unter dem Kettfaden entlanggeführt wird. Letztendlich differenziert man drei Grundbindungsarten, auf denen die Herstellung sämtlicher Gewebe basieren.

Welche Grundbindungsarten gibt es?


Je nach dem in welchem Rhythmus Kett und Schuss miteinander verbunden werden, verändern sich auch die Eigenschaften des fertigen Gewebes. Drei verschiedenen Grundbindungsarten werden unterschieden:

Leinwandbindung

Dies ist die einfachste und stabilste Bindung. Der Schussfaden wird immer abwechselnd über den Kettfaden geführt. Durch die starke Verkreuzung der Garne entsteht ein robustes und strapazierfähiges Gewebe. Charakteristisch für Gewebe mit Leinwandbindung ist, dass Ober- und Unterseite des fertigen Stoffes optisch identisch sind.

Köperbindung

Bei dieser Webtechnik wird der Schussfaden einmal unter dem Kettfaden entlanggeführt und dann zweimal oben drüber. Auf diese Art entsteht ein Gewebe, bei dem mehr Schussfaden auf der Oberseite sichtbar ist. Das bekannteste Gewebe in Köperbindung ist Denim, oder auch Jeansstoff genannt.

Atlasbindung

Mithilfe der Atlasbindung entstehen besonders feine Stoffe. Der Schuss wird bei dieser Technik über bis zu vier Kettfäden geführt. Der Satinstoff wird zum Beispiel auf diese Art gewebt.

Wie ist ein Webstuhl aufgebaut?


Ein Webstuhl ist eine mechanische Vorrichtung, die zur Gewebeherstellung verwendet wird. Bei einem Flachwebstuhl verläuft der Kettfaden waagerecht. Die einzelnen Kettfäden werden parallel auf dem Kettbaum aufgewickelt und von dort bei Bedarf über den Streichbaum in die Webebene durch die Litzen der beiden Schäfte geführt. Die Kettfäden werden so auf die Schäfte verteilt, dass das Gewebe der gewünschten Bindung oder Muster entspricht, das heißt bei einer Leinwandbindung beispielsweise immer im Wechsel.

Während des Webvorgangs geht dann der eine Schaft nach unten und der andere nach oben und es entsteht das sogenannte Fach, durch das dann der Schussfaden mit Hilfe des Schützen oder Schiffchens eingeschossen wird. Auf der anderen Seite des Webrahmens wird das fertige Gewebe über den Brustbaum umgelenkt und auf den Warenbaum aufgewickelt.

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