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Kernholz

Betten.de Lexikon – Wissenswertes von A-Z

Unter Kernholz ist der meist deutlich dunklere innere Teil eines Baumstamms zu verstehen. Es handelt sich dabei um nicht mehr aktives, also im Umkehrschluss um totes Holz, dessen Struktur sehr wasserarm und vergleichsweise fest ist.

Das Kernholz wird häufig für die Möbelherstellung verwendet. Je nach Holzart ist der Kern ausgeprägter oder relativ klein, sodass unterschiedlich viel Holz für die Verarbeitung zur Verfügung steht.

Synonyme


Reifholz, Herzholz

Wie ist ein Baumstamm aufgebaut?


Alle Bäume besitzen verschiedene Wuchsschichten, die üblicherweise als Baumringe bezeichnet werden. Der Querschnitt eines reifen Baumstammes zeigt zwei unterschiedliche Ringabschnitte, die durch ihre Farbgebung voneinander abweichen. Die äußeren Ringe bestehen aus dem sogenannten Splintholz und haben eine hellere Farbe. Dies ist der Teil des Baumes, durch den die Feuchtigkeit zirkuliert. Diese auch als Jungholz bezeichnete Schicht besteht also zu einem Großteil aus Wasser.

Die inneren, dunkleren Ringe werden als Kernholz bezeichnet. Sie bestehen aus altem Splintholz, das im Laufe der Zeit austrocknete und nun die stärksten, tragenden Holzbauteile bildet.

Was ist Kernholz?


Das Kernstück bilden die inneren Baumringe, die oft den Großteil des Stammquerschnitts ausmachen. In der Regel lässt sich das Holz an seiner dunkleren Farbe ausmachen. Doch kann die Farbgebung allein irreführend sein. Nicht jedes Kernstück ist dunkel. Zudem fallen die Anteile an Jungholz und Kernstück in jedem Stamm abhängig von der Art des Baumes und den Wachstumsbedingungen unterschiedlich aus.

Die charakteristischen chemischen Verbindungen des Kernholzes (einschließlich Harzen, Phenolen und Terpenen) machen diesen Baumteil widerstandsfähiger gegenüber Schädlingen und verleihen ihm seine dunkle Farbe. Verfügt eine Baumart nicht über eine dunkle Mitte, wird der Kern gerne als Reifholz bezeichnet. Allerdings gehen hier die Definitionen in der Fachliteratur etwas auseinander. Denn geläufig ist auch die Bezeichnung Reifholz für den Baumstammteil, der sich zwischen Splint- und Kernholz befindet.

Wie entsteht Kernholz?


Jede Holzart beginnt als Jungholz. Es wird direkt unter der Rinde von einer dünnen Schicht lebender Zellen gebildet, die als Kambium bezeichnet wird. Hier werden Borkenzellen nach außen und Holzzellen nach innen produziert. Baumstämme nehmen in jedem Jahr an Umfang zu, da eine neue Schicht Holzzellen im Kambium hinzugefügt wird. In diesem Jungholz transportiert der Baum Wasser und gelöste Mineralien zwischen den Wurzeln und der Baumkrone transportiert. In geringerem Maße dient die Schicht als Energiespeicher. Als Reifholz wird hingegen die Holzschicht bezeichnet, die im zentralen Teil deutlich wasserärmer ist als das umgebende Jungholz, aber noch keinen Farbkern ausbildet. Es ist höchstens etwas dunkler.

Bei jungen Bäumen besteht das gesamte Holz im Stamm aus Jungholz. Aber wenn der Baum älter wird und der Stamm einen größeren Durchmesser hat, verändern sich die Schichten. Es ist nicht mehr der gesamte Querschnitt des Rumpfes zum Leiten von Feuchtigkeit erforderlich. Die Zellen nahe der Stammmitte bleiben nur zum Teil intakt. Wenn diese älteren Splintholzzellen altern und sterben, werden sie zum Kernstück. Diese Zellen hören dann auf, Wasser zu transportieren oder Energiereserven zu speichern.

Wofür wird Kernholz verwendet?


Das wesentlich robustere Kernstück wird in der Holzbearbeitung bevorzugt. Es ist nicht so anfällig für Pilze und enthält viel weniger Feuchtigkeit als Jungholz. Dank der in den Holzzellen eingelagerten Stoffe wird das Kernstück haltbarer und resistenter gegen schädigende Einflüsse. Zusätzlich ist es dichter und fester.

Die inneren Holzschichten halten erheblich länger, wiegen allerdings auch mehr. Die Verbindung aus einzigartiger Haltbarkeit und der natürlichen Farbgebung machen den Werkstoff bei Holzarbeiten so beliebt. Neben robusten Möbelstücken kommen die Kernstücke auch bei größeren Holzprojekten zum Einsatz.

Faultier Finn im Lexikon klein

Weitere Informationen und dazugehörige Themen – Kernholz

Kernholzbäume


Diese Baumarten bilden eine entsprechende Stammschicht, die sich farblich von den restlichen Bestandteilen wie Borke und Splintholz unterschieden lassen. Typische Vertreter sind:

Eine Unterart sind die sogenannten falschen Verkerner. Bei ihnen handelt es sich um Baumarten, die durch äußere Einflüsse einzelne inaktive Schichten ausbilden und so eine andere Farbgebung erhalten. Im Gegensatz zu echten Kernholzbäumen sind sie etwas weniger resistent. Folgende Baumarten zählen dazu:

  • Buche (das Bauminnere mit unterschiedlich gefärbten Ringen wird häufig als Kernbuche bezeichnet)
  • Kirschbaum (der falsche Kern ist rot gefärbt, das Splintholz komplett weiß)

Kernreifholzbäume


Bei Kernreifholzbäumen sind neben der Rinde drei Innenschichten vorhanden: Splint, Reifholz und Kernholz. Meist entspricht die Farbe des Reifholzes dem Splintholz. Folgende Baumarten gehören zu dieser Gruppe:

Splintholzbäume


Splintholzbäume bilden keinen toten Holzkern, sondern sind in allen Bereichen aktiv an der Nährstoffversorgung der Krone beteiligt. Somit gibt es auch keinen farblichen Unterschied in den einzelnen Jahresringen. Vertreter dieser Baumart sind:

Reifholzbäume


Im Prinzip bilden Reifholzbäume eine ähnliche tote Stammschicht wie Kernholz-Gewächse. Allerdings lässt sich diese farblich nicht vom Splint unterscheiden. Folgende Hölzer zählen zu dieser Kategorie:

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