Noch mehr neue Fragen und Antworten rund um den Schlaf

Geschätzte Lesezeit: 15 Minuten

Noch mehr neue Fragen und Antworten rund um den SchlafWir haben uns einmal mehr auf die Suche nach neuen interessanten Fragen rund um den Schlaf gemacht und präsentieren Ihnen mit diesem Artikel die Ergebnisse unserer Recherche. Wie Sie es aus unseren vorangegangenen Artikeln „Fragen rund um den Schlaf“, „Noch mehr Fragen rund um den Schlaf“ sowie „Neue Fragen und Antworten rund um den Schlaf“ gewohnt sind, beschränken wir uns auch in dieser Veröffentlichung auf möglichst kurze Antworten zu den Schlaffragen.

Sind zu einzelnen Themen ausführliche Informationen an anderen Stellen im Schlafmagazin oder auch in unserem Lexikon vorhanden, verlinken wir Ihnen diese, damit Sie schnell und einfach tiefer gehende Erkenntnisse gewinnen können. Darüber hinaus verweisen wir – wo sinnvoll – auch als interessante Artikel im Internet, die Sie zur weiteren Wissensaneignung heranziehen können.

Finden Sie jetzt Antworten auf Fragen wie „Lassen sich Probleme im Traum lösen?“, „Helfen körperliche Aktivitäten bei Schlafproblemen?“ oder „Sterben die meisten Menschen im Schlaf?“. – Viel Spaß beim Lesen und allzeit erholsame Nächte!


Inhaltsverzeichnis:

Verändert sich das Schlafverhalten in der Schwangerschaft?

Verändert sich das Schlafverhalten in der Schwangeschaft?Generell geht man davon aus, dass sich das Schlafverhalten der Frau während der Schwangerschaft ändert. So haben die meisten schwangeren Frauen während der ersten drei Schwangerschaftsmonate bis hin zum sechsten Schwangerschaftsmonat meist ein wesentlich höheres Schlafbedürfnis. Man geht davon aus, dass dieses mit dem steigenden Energiebedarf im Zusammenhang mit dem heranwachsenden Fötus steht.

Im letzten Drittel der Schwangerschaft kann man bei vielen Frauen beobachten, dass der Schlaf durch wiederholte Unterbrechungen gekennzeichnet ist. Die Schwangeren sind zudem meist zunehmend ruhelos. Dieses lässt sich wohl auf mit der Schwangerschaft in Verbindung stehende Veränderungen zurückführen, welche einige Schlafpositionen zunehmen unbequem werden lassen. Darüber hinaus kommt es teilweise auch zu Beeinträchtigungen bei der nächtlichen Atmung.

Mehr dazu im Schlafmagazin:
Schlafen in der Schwangerschaft


Aus welchem Grund schlafen viele Babys durch wiegende Bewegungen besser ein?

Über die genauen Gründe, warum Babys häufig durch Wiegen besser in den Schlaf finden, weiß man nicht viel. Man hat allerdings herausgefunden, dass Säuglinge sich auch durch diverse andere Formen einer sich wiederholenden Stimulation beruhigen und schneller zum Schlafen bringen lassen. Außerdem weiß man, dass die meisten Babys rhythmische Geräusch einer vollständig ruhigen Kulisse zum Schlafen vorziehen.

Nicht wenige Babys – wie im Übrigen auch viele ältere Personen – nehmen das Fahren in einem Auto oder auch in der Bahn als überaus beruhigend und aufgrund der rhythmischen Bewegung als sehr einschläfernd wahr.

Einige Säuglinge wiegen sich auch selbst durch rhythmische Bein- oder Kopfbewegungen in den Schlaf (Stichworte: Jactatio capitis nocturna und Jactatio corporis nocturna).


Schadet es dem Kind, wenn es mit bei den Eltern im Bett schläft?

Schadet es Kindern im Bett der Eltern zu schlafen?Die meisten Mediziner gehen davon aus, dass ein Kind keine Schäden davonträgt, wenn es im elterlichen Bett übernachtet. Kommt es allerdings sehr häufig vor, dass das Kind nachts vom eigenen Bett ins Bett der Eltern „wandert“, sollte man vielleicht versuchen herauszufinden, welche Ursachen dieses Verhalten hat.

Mehr dazu im Schlafmagazin:
Familienbett – Was spricht dafür und was dagegen?
Babybett im Elternschlafzimmer – Ja oder Nein?


Muss man sich Sorgen machen, wenn das Kind vom „Nachtschreck“ heimgesucht wird?

Eltern, die zum ersten Mal Zeuge des „Nachtschreck“ bei ihrem Kind werden, sind meist erschrocken und sehr besorgt. – Wenn man in Panik ins Kinderzimmer hetzt, weil der Nachwuchs zu nachtschlafender Zeit laut aufgeschrien hat und man ihn dann schweißgebadet und vollkommen verängstigt im Bett sitzend mit pochendem Herzen, schneller Atmung und weit aufgerissenen Augen vorfindet, kann einem das schon zusetzen. Zusätzlich verschlimmert wird ein derartiges Ereignis dadurch, dass sich das Kind nicht ansprechen lässt. – Es zeigt keinerlei Reaktion auf Fragen oder auch Worte des Trostes.

Der Nachtschreck oder auch Pavor nocturnus ist eine spezielle Art des Albtraums, bei denen die Kinder nicht richtig erwachen, wenn sie aus dem schlimmen Traum aufschrecken. In Erscheinung tritt der Nachtschreck ähnlich wie andere Parasomnien (z. B. Somniloquie – Sprechen im Schlaf oder Schlafwandeln) am Ende einer Tiefschlafphase, aus der man von Natur aus nur sehr schlecht aufgeweckt werden kann.

Trotz des für das Kind durchaus unangenehmen nächtlichen Schreckereignisses hat es in der Regel am nächsten Tag kaum eine Erinnerung daran, was zu auch zu begrüßen ist. Aus diesem Grund sollte man das Kind während einer Nachtschreck-Phase auch auf gar keinen Fall wachrütteln, sondern lediglich durch sanfte Berührungen sowie leises Flüstern beruhigen und wieder in den Schlaf zurückbegleiten.

Tritt der Nachtschreck ab und an mal auf, braucht man sich keine Sorgen zu machen. Kommt es allerdings in aller Regelmäßigkeit dazu, kann dieses in mehr als normalen Kinderängsten begründet sein. Hier sollten Eltern versuchen, herauszufinden, was das Kind in dieser Lebensphase gerade so beunruhigt. Dabei kann es sich z. B. auch um Konflikte der Eltern handeln, die das Kind bewusst oder unbewusst wahrnimmt und als bedrohlich empfindet.

Mehr dazu im Schlafmagazin:
Wenn der Nachtschreck das Kinderzimmer heimsucht: Tipps und Hilfe für Eltern


Video: Nachtschreck – Der Kinderarzt vom Bodensee


Was sollte man tun, wenn das Kind ins Bett macht?

Wenn Kinder häufiger ins Bett machen, so hat dieses in der Regel nur wenig mit dem abendlichen Trinkkontingent zu tun. Es ist zwar durchaus sinnvoll, das Kind am Abend nicht „ohne Ende“ trinken zu lassen, aber man sollte die Flüssigkeitszufuhr auch nicht zu stark einschränken. Es ist in diesem Zusammenhang außerdem so, dass der Körper seinen Flüssigkeitsbedarf dann aus eigenen Reserven deckt, was auch zu einer gut gefüllten Blase führt.

Nächtliches Bettnässen bei Kindern ist darüber hinaus nur selten auf organische Erkrankungen zurückzuführen.

Bis zu einem Alter von sieben Jahren ist es vollkommen normal, dass Kinder schlichtweg verschlafen, wenn der Körper das Signal „die Blase ist voll“ gibt. Sie erwachen also nicht, um zur Toilette zu gehen, was dann häufig damit endet, dass sich die Blase im Schlaf im Bett entleert.

Kindern, die ins Bett gemacht haben, sollte man mit Geduld und liebevollem Verständnis begegnen. Strafe, Verachtung oder Lächerlichmachen sind komplett unangebracht und werden die Problematik durch das Schüren von Ängsten und Trotz noch weiter verstärken.

Auch später im Leben kann es zu Rückfällen beim Bettnässen kommen, wenn das Kind oder auch der Jugendliche bzw. Erwachsene unter starkem emotionalen Stress steht oder große Ängste hat. Hier sollte man am Grundproblem arbeiten und dieses abstellen.

Mehr dazu im Schlafmagazin:
Bettnässen bei Kindern und Jugendlichen – was steckt dahinter?


Welchen Beitrag kann man selbst für einen erholsamen, gesunden Schlaf leisten?

Einige Tipps für einen gesunden und erholsamen Schlaf:

  • Regelmäßige Schlafens- und Aufstehzeiten einhalten.
  • Wenn Mittagsschläfchen, dann immer Mittagsschläfchen.
  • Kreislauf am Morgen oder frühen Nachmittag in Schwung bringen.
  • Keine körperlich-anstrengenden Aktivitäten am Abend / kurz vorm Zubettgehen.
  • Nach 16:00 Uhr auf koffeinhaltige Getränke verzichten.
  • Kein Alkoholgenuss nach dem Abendessen.
  • Vorsicht bei der Einnahme von Schlaftabletten. – Wenn, dann nur kurzzeitig einnehmen.
  • Individuell als angenehm empfundene Raumtemperatur einstellen und konstant halten.
  • Für Entspannung vor dem Zubettgehen sorgen.
  • Keine reichhaltigen, schwer verdaulichen Speisen vor dem Schlafengehen.

Mehr dazu im Schlafmagazin:
Schlafförderung – Besser einschlafen, gut durchschlafen & entspannt aufwachen


Warum haben wir oft seltsame Träume, die keinen Sinn zu ergeben scheinen?

Der Körper befindet sich während des REM-Schlafes bzw. Traumschlafes in der Regel in einem Zustand ausgeprägter muskulärer Erschlaffung. Während das Herz sowie weitere Muskeln, welche nicht dem Willen unterworfen sind, weiterhin ihre Tätigkeit aufrechterhalten, ist man kaum bis gar nicht in der Lage, den Kopf oder die Extremitäten zu bewegen.

Im REM-Schlaf erfolgt zudem eine sehr starke Stimulation jener Hirnareale, welche für die Verarbeitung der Sinnesreize zuständig sind. Diese Stimulation hat ihren Ursprung im Gehirn selbst. Es handelt sich demnach um einen inneren Reiz, welcher zu einem Zeitpunkt erfolgt, wo die Muskulatur nicht fähig ist, Ohren und Augen zum Reiz hin auszurichten. Auch bei diesen Voraussetzungen, während die Muskeln „gelähmt“ sind, probiert der Verstand demnach, den Reizstrom im Inneren sinngebend zu verarbeiten, was zur Entstehung jener bizarrer Bilder führt, die einem im Traum begegnen.

Mehr dazu im Schlafmagazin:
Themen-Special: Träume


Betrifft Schlafwandeln nur Kinder?

Schlafwandeln (Somnambulismus) ist bei Kindern recht weit verbreitet und kommt sehr oft vor, tritt aber ebenso auch bei Erwachsenen auf.

In Erscheinung tritt das Schlafwandeln während der Schlafstadien 3 bis 4 des Non-REM-Schlafes, welche durch langsame Wellen höherer Spannungsamplituden im Gehirn gekennzeichnet sind. Schlafwandeln scheint eine spezielle Schlafform bzw. Form des Wachseins zu sein, bei welcher die Umsetzung sensorischer Reize in motorische Aktivität im Wesentlichen intakt ist, während das Bewusstsein jedoch ausgeschaltet ist.

Mehr dazu im Schlafmagazin:
Schlafwandeln – Was ist das und was kann man dagegen tun?


Können sich Schlafwandler verletzen?

Auch wenn sich teilweise das Gerücht hält, dass Schlafwandler sicher sind, sich nicht verletzen können und sogar in der Lage zum Umgehen von Hindernissen sind, muss man festhalten, dass dieses schlichtweg nicht stimmt. – Schlafwandler können sich sehr wohl verletzen.

Man weiß von Schlafwandlern, welche Treppen hinunter gefallen sind, durch Glasscheiben gestürzt sind oder sich an offenen Feuerstellen verbrannt haben.

Wenn man also weiß, dass jemand schlafwandelt, sollte man seine Umgebung sicher gestalten. Türen und Fenster sollten gesichert sein, es sollte keine unnötigen Stolperfallen geben und der Weg nach draußen ins Freie sollte zuverlässig versperrt sein.


Kann man im Schlaf ein Verbrechen begehen?

Albert Tirrell stand im Jahre 1846 in Boston, USA vor Gericht. Angeklagt war Tirrell wegen des Verdachts auf Mord an der Prostituierten Maria Ann Bickford. Tirrell hatte eine Affäre mit Bickford gehabt und wollte mit ihr leben. Seine Ehefrau hatte er dazu verlassen. Nun warf man Albert Tirrell allerdings vor, Maria Ann Bickford die Kehle durchgeschnitten und anschließend in dem Bordell, wo sie tätig war, Feuer gelegt zu haben, um die Spuren seines Verbrechens zu verwischen.

Tirrell leugnete die furchtbaren Taten vor Gericht nicht. Zu seiner Verteidigung brachte er jedoch hervor, dass er während des ganzen Zeitraums des Verbrechens geschlafwandelt habe. Für Handlungen, über die er keine Kontrolle gehabt habe – er habe ja geschlafen – könne man ihn nicht verantwortlich machen.

Die Jury entschied tatsächlich zu Tirrells Gunsten und kreierte so einen Präzedenzfall für eine erfolgreiche Verteidigung unter Berufung auf die Parasomnie des Schlafwandelns.

Ein weiteres Beispiel für eine erfolgreiche Verteidigung vor Gericht unter Berufung darauf, geschlafwandelt zu sein, stammt aus dem Jahr 2005, wo Jules Lowe in Manchester, GB des Mordes an seinem Vater angeklagt wurde. Lowe räumte einen, seinen greisen Vater getötet zu haben, sagte aber gleichzeitig aus, keinerlei Erinnerungen an die Tatereignisse zu haben, weil er währenddessen geschlafwandelt sei. Das Gerichtsurteil lautete Freispruch aufgrund geistiger Unzurechnungsfähigkeit.

Man geht davon aus, dass es weltweit vielleicht sechzig Mordfälle gibt, bei denen von der Verteidigung Schlafwandeln als Argument vorgetragen wurde. Nicht immer sind diese Gerichtsverfahren jedoch zugunsten des vermeintlich schlafgewandelten Mörders ausgegangen.

Mehr dazu im Internet:
The Case of the Sleepwalking Killer – Smithsonian Magazine (engl.)
I DIDN’T MURDER MY DAD.. I WAS SLEEPWALKING; Son cleared after medical experts back him. – The free library (engl.)


Video: Mord beim Schlafwandeln strafbar?
Challenge WBS – Rechtsanwalt Christian Solmecke


Warum kann man sich im Schlaf nicht mehr bewegen?

Wenn man beim Einschlafen plötzlich bemerkt, dass man sich nicht mehr bewegen kann, so kann dieses sehr beängstigend sein. Dieses Phänomen bezeichnet man wissenschaftlich als Schlafparalyse. Die Schlafparalyse tritt üblicherweise ohne jede weitere ernsthafte Störung auf und ist unangenehm, aber ungefährlich.

Mehr dazu im Schlafmagazin:
Schlafparalyse – Schlaflähmung: Wenn nachts die pure Angst aufblitzt


Was kann Schlaflosigkeit verursachen?

Wissenschaftlich werden rund 40 verschiedene Ursachen für Schlaflosigkeit unterschieden, wobei die meisten psychologisch oder psychiatrisch begründet sind. Zu den körperlichen Ursachen für Schlaflosigkeit gehören insbesondere nächtliche Atemstörungen (z. B. Schlafapnoe), Restless Legs (krankhaftes Muskelzucken in den Beinen), zu viel Alkohol oder Medikamente, Schmerzzustände (z. B. Rheuma, Arthritis) oder Schwierigkeiten im Magen-Darm-Trakt (z. B. Verdauungsstörungen, Reflux).

Mehr dazu im Schlafmagazin:
Schlaflosigkeit – Wenn Körper und Geist nicht zur Ruhe kommen


Soll man bei Schlaflosigkeit im Bett bleiben oder aufstehen?

Hier gibt es unterschiedliche Aspekte, die man berücksichtigen sollte, wenn man vor der Entscheidung steht, Einschlafprobleme im Bett zu lösen oder aufzustehen: Auf der einen Seite wird empfohlen, sich nicht im Bett zu quälen, wenn man einfach keinen Weg in den Schlaf findet. Dann sei es besser, aufzustehen und einer ruhigen Tätigkeit wie dem Lesen eines Buches oder dem Schreiben eines Briefes nachzugehen, bis man eventuell die notwendige Bettschwere für einen erneuten Einschlafversuch erreicht hat.

Andererseits gibt es auch den Standpunkt, dass man sich quasi für die Schlafstörung belohnt, wenn man das Bett verlässt und einer angenehmen Beschäftigung nachgeht, statt sich in Geduld zu üben und diszipliniert auf den Schlaf zu warten.

Wenn man häufiger unter Schlafstörungen leidet, sollte man ausprobieren, womit man letzten Endes besser fährt bzw. schläft. – In einer Nacht bleibt man liegen und versucht so wieder zurück in den Schlaf zu finden. In einer anderen Nacht verlässt man sein Bett, lenkt sich ab und kehrt erst wieder auf die Matratze zurück, wenn man sich einschlafbereit fühlt.


Durch welche körperlichen Krankheiten wird der Schlaf gestört?

Es gibt eine Reihe von körperlichen Beschwerden, Funktionsstörungen und Erkrankungen, die den Schlaf beeinträchtigen können. So wirken beispielsweise Schmerzen – gleich welcher Fasson – der Entspannung entgegen, behindern so das Einschlafen, meist auch das Durchschlafen, und führen nicht selten zu einem verfrühten Aufwachen.

Im Bereich der schlafstörenden Schmerzen nehmen chronische Rückenschmerzen wohl einen Spitzenplatz ein. Geeignete Matratzen bei Rückenschmerzen finden Sie online bei uns im Shop. Gerne beraten wir Sie diesbezüglich auch persönlich am Telefon oder per Mail.

Auch Erkrankungen der Atemwege sowie Herzkrankheiten können einer erholsamen Nachtruhe im Wege stehen. In der flachen Schlaflage bekommen Betroffene nämlich oft nur schwer Luft, weshalb sie häufiger erwachen und die Schlafqualität mangelhaft wird. Durch ein Höherlagern des Oberkörpers lässt sich hier Abhilfe schaffen bzw. das Atmen erleichtern. Erreichen lässt sich dieses z. B. durch die Verwendung von zwei dicken Kissen oder eines verstellbaren Lattenrostes.

Wenn man unter einer Infektionskrankheit mit Fieber leidet, schläft man in der Regel besonders viel – vor allem auch tagsüber – und tief.

Wer unter einer rheumatischen Erkrankung leidet, hat meist weniger mit einer gestörten Nachtruhe als mit Müdigkeit am Tage zu kämpfen.


Wie lassen sich Schlafstörungen behandeln?

Die Behandlung von Schlafstörungen hängt von der jeweiligen Diagnose ab. Handelt es sich z. B. um eine sekundäre Schlaflosigkeit, bei der primär eine Atemstörung vorliegt, wird die Atemstörung beispielsweise medikamentös behandelt, um die nächtliche Atmung zu verbessern.

Mehr dazu im Schlafmagazin:
Schlafstörungen – Wenn der Schlaf gestört ist


Was versteht man unter Narkolepsie?

Bei der Narkolepsie handelt es sich um eine angeborene oder genetisch bedingte Störung, welche mit einer chemischen Dysbalance im Bereich der Schlaf-Wachregulation im Gehirn in Verbindung steht. Wer unter Narkolepsie leidet, ist tagsüber plötzlich auftretenden Schlafanfällen ausgesetzt, welche zu jeder Zeit und an jedem Ort stattfinden können.

Mehr dazu im Schlafmagazin:
Narkolepsie


Video: Wie ist das Narkolepsie zu haben? | Leeroy will’s wissen!



Lässt sich Schlaflosigkeit durch Veränderungen des persönlichen Verhaltens kurieren?

Wenn der Schlaflosigkeit eine körperliche Erkrankung zugrunde liegt, ist eine Veränderung des persönlichen Verhaltens kein probates Mittel, um Abhilfe zu schaffen. Im Gegenteil würde ein derartiges Vorgehen u. U. sogar dazu führen, die eigentliche Diagnose zu „verschleppen“ und eine Behandlung des primär vorliegenden gesundheitlichen Problems verzögern.

Ist die Schlaflosigkeit hingegen nicht medizinisch durch eine Erkrankung begründbar, sondern chronischer oder psychophysiologischer Natur, kann eine Anpassung des eigenen Schlafverhaltens z. B. auch durch Anwendung einer Entspannungstechnik oder Ausnutzung natürlicher Schlafhelfer durchaus hilfreich sein, um den eigenen Schlaf wieder zu verbessern.

Mehr dazu im Schlafmagazin:
Schlafräuber erkennen und wirksam ausschalten
Was ist Clean Sleeping und was bringt es?

Mehr dazu im Lexikon:
Schlafhygiene


Helfen körperliche Aktivitäten bei Schlafproblemen?

Körperliche Aktivitäten können sich förderlich auf den Schlaf auswirken, wenn sie regelmäßig ausgeführt werden. Wer sich täglich bewegt – idealerweise am Morgen – leistet einen wertvollen Beitrag zu seinem Wohlbefinden sowie zu seiner körperlichen Gesundheit und Fitness. Darüber hinaus unterstützt das regelmäßige Training einen gleichmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus, was wiederum die Chance auf eine erholsame Nachtruhe deutlich erhöht.

Mehr dazu im Schlafmagazin:
Wie erholsamer Schlaf beim Sport hilft


Sollte man, wenn man schnarcht, immer den Arzt aufsuchen?

Schnarchen ist meistens nicht behandlungsbedürftig. Sollte im Zusammenhang mit dem Schnarchen allerdings auch Bluthochdruck oder eine Schlafapnoe einhergehen, sollte man beim Arzt vorstellig werden.

Mehr dazu im Schlafmagazin:
Schnarchen kann krank machen
Schnarchen – Tipps & Hausmittel, die helfen
Gesundheitscheck: Schlafapnoe


Warum schwitzt man stark im Schlaf?

Sehr starkes, anhaltendes Schwitzen im Schlaf kann ein Indiz für das Vorliegen einer ernsthaften Erkrankung wie z. B. Tuberkulose oder Malaria sein. Starker Nachtschweiß kann zudem auch im Zusammenhang mit der Menopause auftreten.

Liegt kein organischer Grund für das extreme nächtliche Schwitzen vor, so kann dieses auch durch die autonome Aktivität des vegetativen Nervensystems während einer REM-Schlafphase verursacht worden sein. Es handelt sich dabei um denselben Mechanismus, der auch im Falle von Angstschweiß aktiviert wird. Darüber hinaus kann es auch sein, dass der Körper während des REM-Schlafes schlichtweg zu warm geworden ist, sodass der Organismus das Schwitzen aktiviert hat, um seine Temperatur zu senken.

Mehr dazu im Schlafmagazin:
Warum schwitzen wir beim Schlafen

Mehr dazu im Lexikon:
Nachtschweiß


Wieso wacht man am Morgen mit Kopfschmerzen auf?

Morgendliche Kopfschmerzen können viele Ursachen haben. So kann es sich u. a. um schlafbedingte, vaskuläre Kopfschmerzen oder auch um Kopfschmerzen, die in Folge nächtlicher Atemstörungen und einem damit verbundenen Sauerstoffmangel im Organismus auftreten.

Kommen die Kopfschmerzen wiederholt vor, sollte man einen Arzt konsultieren, um die genauen Gründe für die Kopfschmerzen zu ermitteln und eine wirksame Therapie festzulegen.

Mehr dazu im Schlafmagazin:
Schlaf und Kopfschmerzen


Ist es tatsächlich möglich, dass man sich am Morgen nicht mehr an ein bewusst geführtes Telefonat erinnert, welches einen in der Nacht aus dem Schlaf gerissen hat?

Ja, solche Vorkommnisse sind gar nicht selten. In der Schlafforschung hat man diesbezüglich vier Schlüsselfragen ermittelt, welche das Verhalten, das sich auf nächtliches Wecken anschließt, beeinflussen:

  • In welcher Schlafphase wird man geweckt?
  • Wie hoch ist die Wachsamkeit nach dem derartig ausgelösten Erwachen?
  • Wie lange dauert die Wachphase an?
  • Welche psychologische Grundstruktur zeichnet den Schläfer aus?

Das Stichwort in diesem Zusammenhang ist Schlaftrunkenheit.

Mehr dazu im Schlafmagazin:
Was ist Schlaftrunkenheit?


Können Schlafmittel Schäden verursachen?

Ja. Schlafmittel sollte man niemals leichtfertig zu sich nehmen. Durch den Missbrauch von Schlafmitteln kann es zu einer Zerstörung des normalen Schlafverhaltens kommen, was (erneute) Schlaflosigkeit nach sich zieht.

Mehr dazu im Schlafmagazin:
Schlafmittel: Mit Medikamenten in den Schlaf
Lifestyle-Medikamente für den Nachwuchs – Gefährliche Entwicklung: Schlafmittel für Babys und Kleinkinder


Sterben die meisten Menschen im Schlaf?

Es gibt Menschen, die regelrecht Angst und Panik vor dem Schlafen haben, weil sie befürchten, nicht wieder aufzuwachen. Diese Furcht ist oft nicht rational begründbar und wirkt sich nur unnötig störend auf eine erholsame Nachtruhe aus.

Dennoch muss man festhalten, dass an der These „die meisten Menschen sterben im Schlaf“ tatsächlich etwas dran zu sein scheint. So liefern medizinische Untersuchungen Anhaltspunkte dafür, dass sich die meisten krankheitsbedingten Todesfälle wohl tatsächlich im Zuge der Nachtstunden von 0:00 Uhr bis 8:00 Uhr morgens ereignen. Wie viele Menschen dabei wirklich im Schlaf sterben, ist nicht bekannt.

Ursächlich für eine Zunahme der Todesfälle während der Nachtruhe können die Verschlechterungen einiger mit den Krankheiten in Verbindung stehender Symptome sein. So ist beispielsweise die Atmung bei horizontaler Lagerung des Körpers oft erschwert.


Was tun gegen die Auswirkungen der Zeitverschiebung auf Reisen?

Unser Organismus kann eine Stunde Zeitunterschied pro Tag normal ohne Probleme verkraften, weshalb es auch nicht verwunderlich ist, dass die großen Entdecker der alten Zeit keinerlei Jetlag-Probleme hatten. – Sie waren über mehrere Wochen hinweg unterwegs, um von einem Kontinent zum anderen zu reisen, sodass sich die Verschiebungen bei Tag und Nacht nur allmählich bemerkbar machten und gut vom Körper kompensiert werden konnten.

Heute fliegen wir mal eben in weniger als zehn Stunden von Deutschland nach New York in die USA, wo die Uhren fünf Stunden hinter unserer Zeit sind. Smartphone oder Armbanduhr sind schnell auf die neuen Zeitverhältnisse eingestellt, aber die Uhren, die in unserem Inneren ticken und die vielen biologischen Abläufe steuern, brauchen ihre Zeit für eine Anpassung. – Man kann dabei von etwa drei bis fünf Tagen ausgehen.

Um den Körper bei der Anpassung an die neue Zeit bzw. den geänderten Tag-Nacht-Rhythmus zu unterstützen, ist es sinnvoll, dass man sich direkt und konsequent dem neuen Tagesablauf anpasst, am Tage möglichst viel körperlich aktiv ist und viel Sonnenlicht tankt.

Mehr dazu im Schlafmagazin:
Was tun gegen den Jetlag?
Zeitumstellung und ihre Auswirkungen auf den Schlaf


Video: Rund um den Airport: Tipps gegen den Jetlag | rheinmaintv


Diesen Artikel bewerten 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...
Daniela Spaeth

Daniela Späth

Als dipl. Produktdesignerin ist sie seit 2009 bei Betten.de im redaktionellen Bereich und als Koordinatorin der Sortiments-Aufnahmen tätig.

Weitere interessante Beiträge