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Acetat

Betten.de Lexikon – Wissenswertes von A-Z

Acetat bzw. Celluloseacetat ist eine künstlich hergestellte Faser, die häufig in der Textilindustrie zum Einsatz kommt. Wenngleich Celluloseacetat aus Holz gewonnen wird, handelt es sich hier nicht um Naturfasern. In den 1930er Jahren wurden die Kunstfasern als kostengünstiger Seidenersatz bekannt.

In der Chemie werden die Ester und Salze der Essigsäure als Acetate bezeichnet. Wird der pflanzliche Zellstoff Cellulose mit Essigsäure (teil-)verestert, entsteht Celluloseacetat (kurz: Acetat). Dieses kann mittels chemischer Verfahren weiter modifiziert werden. Eine Weiterentwicklung von Celluloseacetat ist Triacetat. Triacetatfasern weisen die gleichen positiven Eigenschaften wie Acetatfasern auf, sind im Vergleich aber hitzebeständiger und können daher gebügelt und plissiert werden.

Faultier Finn im Inhaltsverzeichnis
Inhalt – Acetat:
Weitere Informationen und zugehörige Themen im Lexikon:

Synonyme


Azetat, Salz oder Ester der Essigsäure

Anwendungsbereiche


Celluloseacetat wird in folgenden Bereichen eingesetzt:

  • in der Faser- und Textilherstellung
  • als Schichtträger bei der Herstellung von Fotofilmen
  • bei der Herstellung von Zigarettenfiltern
  • bei der Herstellung von Brillengestellen
  • bei der Herstellung von Computerbildschirmen sowie Displays mobiler Geräte

Eigenschaften von Acetatfasern


Acetat hergestellte Textilien ähneln strukturell, optisch und haptisch Stoffen aus Naturseide. Acetatfasern sind glatt, stark schimmernd, formbeständig, nahezu knitterfrei, fließend sowie äußerst dehn- und belastbar. Die Kunstfasern weisen zudem eine gute Lichtbeständigkeit auf. Aufgrund des geringen Quellstoffgehalts nehmen sie nur wenig Feuchtigkeit auf und wirken leicht schmutzabweisend.

Acetat in der Textilindustrie


Insbesondere in der Textilindustrie werden Acetatfasern eingesetzt, da diese über Charakteristika synthetischer und natürlicher Chemiefasern verfügen. Sie besitzen eine geringere Dichte und sind leichter als Wolle, Baumwolle, Seide und Viskose. Sie kommen oft als Ersatz für Wollfasern (als thermoplastisch gekräuselte Stapelfasern) oder Naturseide (als glänzend feine Endlosfasern) zur Anwendung.

Als Kunstseide werden Acetatfasern in festlichen Kleidern und Kleidungsstücken, Blusen sowie Unterwäsche und Dessous gerne verwendet. Sie hinterlassen ein angenehmes weiches Gefühl auf der Haut und verfügen über eine herausragende Gleitfähigkeit, weshalb sie auch als Futtermaterial häufig zum Einsatz kommen. Aufgrund ihrer feuchtigkeitsabweisenden Eigenschaften eignen sich Acetatfasern zudem zur Herstellung von Regenschirmen und -jacken.

Reinigung von Acetatfasern


Da Acetatfasern sehr empfindlich gegenüber Hitze sind, müssen diese bei niedrigen Temperaturen gewaschen werden. Sie können zudem von Laugen angegriffen werden, weshalb stark alkalische Reinigungsmittel ungeeignet sind. Aufgrund der schmutzabweisenden Eigenschaften werden die Fasern allerdings nicht so schnell verschmutzt, sodass eine schonende Reinigung bei 30 Grad Celsius in aller Regel ausreichend ist.

Wir empfehlen für die Reinigung ein Feinwaschmittel und den Schonwaschgang, damit die Fasern nicht unnötig belastet werden.

Durch die Knitterfreiheit ist eigentlich kein Bügeln des Stoffes erforderlich. Um den Glanz zu erhalten, können Acetattextilien aber halbfeucht und linksherum auf niedriger Temperaturstufe gebügelt werden.

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