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Wissenswertes über Tussah-Seide

Das Material


Die Tussahseide gehört zu den wilden Seiden. Diese werden nur aus Fasern verlassener Kokons gebildet. Im Speziellen stammt Tussahseide von frei lebenden chinesischen und japanischen Tussahspinnern. Hauptsächlich ernährt sich diese Schmetterlingsart von Eichenlaub. Aus diesem Grund werden die Tussahspinner oftmals auch als Eichenspinner bezeichnet.

Typisch für diese tierische Naturfaser ist die unregelmäßige Struktur des Seidenfadens. Die feinen Knoten entstehen durch die Beschaffenheit des Rohmaterials mit einem sehr hohen Bastanteil in der Faser.

Gewinnung


Bei allen Wildseiden, somit auch bei der Tussahseide, beginnt der Prozess der Gewinnung erst, sobald die fertigen Eichenseidenspinner ihr Puppenstadium beendet haben und aus ihren Kokons geschlüpft sind. Dies hat einen klaren Vorteil: Es werden keine Tiere von Menschenhand gezüchtet, um sie anschließend mit kochendem Wasser oder Wasserdampf wieder zu töten.

Eine weitere Besonderheit der Tussahseide stellt die Lebensart der Eichenseidenspinner dar. Diese werden nicht unter künstlichen und kontrollierten Bedingungen aufwendig gezüchtet, sondern leben in freier Natur. Meistens hat der Kokon eine bräunliche Färbung, damit er zwischen den Baumästen gut getarnt ist. Diese kann, je nach Nahrung der Raupe, leicht variieren.

Haben Sie gewusst, dass der Eichenseidenspinner auch in Europa anzutreffen ist und dass dieser mit 14 cm Flügelspannweite zu den größten Schmetterlingen Europas zählt?

Herstellung


Beim Schlupf verlassen die Tiere den Kokon durch ein kleines Loch. Dieses hat zur Folge, dass der Seidenfaden nicht mehr an einem Stück abgewickelt werden kann. Um die fehlenden Teile zu ersetzen, wird Tussahseide mithilfe des Kammgarnverfahrens gewonnen. Durch diesen Prozess verändert sich die Struktur des Fadens. Er wird unregelmäßig und ist mit kleinen Knötchen besetzt. Diese veränderte Struktur ist aber gewünscht und gilt als Charaktereigenschaft der Tussahseide.

Im Fachjargon wird das Abwickeln des Fadens als Abhaspeln bezeichnet. Dabei werden die Kokons durch einen Kochprozess aufgeweicht. Dieser Schritt stellt sicher, dass die Sericinschicht aufgelöst wird. Diese Schicht wird benötigt, damit die einzelnen Seidenfäden aneinander kleben bleiben, um für Stabilität im Kokon zu sorgen. Ausschließlich weiche Fasern können abgehaspelt und zu hochwertiger Seide verzwirnt werden. Hierzu werden circa fünf bis zehn Kokonfäden zusammengehaspelt. So können Unregelmäßigkeiten und Farbunterschiede ausgeglichen werden.

Eigenschaften


Im Vergleich zu anderen Seiden ist der Faden der Tussahseide durch Gerbsäure bereits von Mutternatur aus angefärbt. Die Farbe variierte von Goldgelb bis Beige oder Ocker. Das geruchsneutrale Material fühlt sich weich und warm auf der Haut an. Im Gegensatz zu anderen Arten ist der Faden der Tussahseide etwas stärker. Ein abgehaspelter Kokon ergibt ungefähr 1300 m Seidenfaden.

Durch die starke Verbastung und die natürliche Färbung erweist es sich als relativ schwierig, Tussahseide zu bleichen. Das bedeutet, dass es keine rein weißen Erzeugnisse aus diesem Material gibt. Andere Farbstoffe können jedoch gut aufgenommen werden.

Der Lebensraum, vor allem das dortige Klima und die Nahrung der Raupen, spiegelt sich stark in der Qualität der Seide wieder. Dies hat zur Folge, dass es große Unterschiede in diesem Bereich geben kann.

Verwendung


Tussahseide findet in vielen Bereichen Verwendung. Durch ihre Eigenschaften ist sie nicht nur für die Textilindustrie im Bereich Mode oder auch Heim- und Dekobereich, sondern auch für die Seifenindustrie sehr attraktiv. Tussahseide wird oftmals für festliche Kleidung verwendet, da sie sehr günstige Färbeeigenschaften aufweist.

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